22.09.2020

Das sind die genialsten Startups und Innovatoren Niederösterreichs

Mit dem riz up Genius wurden auch dieses Jahr die innovativsten Köpfe in Niederösterreich ausgezeichnet. Das sind die Sieger.
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riz up: Das sind die Sieger des riz up Genius 2020
(c) riz up: Das sind die Sieger des riz up Genius 2020

Nun war es wieder soweit: Der riz up Genius 2020 wurde in vier Kategorien vergeben. Konkret gab es den Preis für die innovativsten Köpfe Niederösterreichs wieder für „Geniale Startups“, „Geniale Unternehmerinnen und Unternehmer“, „Geniale Forschung und Entwicklung“ und „Genial digital“. „Innovation ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Das Unternehmerland Niederösterreich braucht innovative Geschäftsideen und umsatzstarke Unternehmerinnen und Unternehmer. In unserem Land ist sehr viel Innovationsgeist vorhanden“, kommentierte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei der Preisverleihung.

Geniale Startup: Saftkonzentrat, digitale Häuslbauer und effizientere Flughafenrettung

Den Sieg in der Kategorie „geniale Startups holte sich beim riz up Genius 2020 die Green-Bag Getränke GmbH aus Brunn am Gebirge. Das Startup bietet Saftkonzentrat für 100-prozentigen Bio-Fruchtsaft zum selber Mischen an, wodurch massive Einsparungen beim Transportgewicht möglich sind. Das soll sich stark positiv auf den CO2-Ausstoß auswirken. Den zweiten Platz holten ex aequo die Startups MeinBau und ResqRack. MeinBau bietet ein digitales Komplettpaket für „Häuslbauer“ und Sanierer, über das – je nach finanziellen und anderen Vorstellungen – ein Matching mit passenden Anbietern passiert. ResqRack hat sich auf die effiziente Rettung bei Großunfällen auf Flughäfen spezialisiert. Mit seinem System können mit einem Flughafenbus bis zu 15 Verletzte sicher transportiert werden.

Video-Talk von der Preisverleihung:

In der Kategorie „geniale Forschung & Entwicklung“ gewann das Korneuburger Forschungsprojekt „AutoMold“ vom IST Austria. Das automatisierte Design von Gussformen zielt darauf ab, die Produktivität von Kleinserienherstellung signifikant zu erhöhen. Den Siegerpreis in der Kategorie „geniale Unternehmerinnen und Unternehmer“ erhielt das Mechatronik-Unternehmen MH-Tec e.U. aus Gmünd. Die tragbare Hubarbeitsbühne soll als schneller und sicherer Ersatz der Stehleiter fungieren. Der Preis in der Kategorie „genial digial“ ging an das junge IT-Unternehmen „Digicust“ aus Schwechat. Dieses widmet sich der Entwicklung eines virtuellen Zollroboters und der Digitalisierung der Zollabwicklung entlang der Wertschöpfungskette einer Spedition.

Alle Preisträger beim riz up Genius 2020

Die Siegerprojekte der einzelnen Kategorien erhileten ja 6000 Euro Preisgeld. Für die zweiten Plätzte gab es 4000 Euro, für die dritten je 2000 Euro. Das sind alle Top-Platzierungen des riz up Genius 2020:

Kategorie „Geniale Startups“:

  1. Platz: Green-Bag concentrated. – Bernhard Gager, Martina Giczy
  2. Platz: MeinBau – Werner & Oxana Seidel
  3. Platz: RESQRACK – Die Notfallrevolution! – Andreas Czekierda

Kategorie „Geniale Forschung & Entwicklung“:

  1. Platz: AutoMold – Thomas Auzinger, Bernd Bickel
  2. Platz: Personalisierte Medizin für Autismus/Epilepsie – Gaia Novarino & Team
  3. Platz: Intelligente Lager für Fahrzeuge und Maschinen – Michele Schirru

Kategorie „Geniale UnternehmerInnen“:

  1. Platz: Tragbare Hubarbeitsbühne – Martin Höbarth
  2. Platz: BiOxi®-Isotonische Lufthygiene – Gerhard Brandner & Team
  3. Platz: Hardwareentwicklung&Online-Content aus einer Hand – Clemens Mayer

Kategorie „Genial digital“:

  1. Platz: Digicust – Matthias Pfeiler & Team
  2. Platz: LENA – der Lehrlingsnavigator – Manfred Hager & Team
  3. Platz: Sport und Bewegung digital unterstützt – Thomas Peroutka & Team

Der Sonderpreis über 2000 Euro ging an PADDIES von Camilo Wolff und Heidrun Weiß.

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Die Horst Brandstätter Group baut ihr ehemaliges Playmobil-Werk in Dietenhofen zu einem Rechenzentrum um. Anthropic wollte ein solches nur wenige Kilometer entfernt zusammen mit der Gemeinde Neuhof an der Zenn errichten. Das gemeinsame Projekt wurde nun gestoppt, denn eine Zusage für den Netzanschluss blieb aus.
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Das Playmobil-Werk in Dietenhofen © Horst Brandstätter Group

Dass sich europäische Firmen gegen Anthropic im IT-Sektor behaupten können, hätte wohl niemand gedacht. In Bayern zieht der KI-Gigant gegen Playmobil nun den Kürzeren. Die Horst Brandstätter Group, zu der Playmobil gehört, baut nämlich ihre einstige Produktionsstätte in Dietenhofen zu einem Rechenzentrum um. Im wenige Kilometer entfernten Hirschneuses wird dafür das geplante Rechenzentrum der Gemeinde Neuhof an der Zenn und Anthropic auf Eis gelegt.

Keine Zusage für Netzanschluss

Das Problem: Man wird nicht an das Stromnetz angeschlossen. „Die N-ergie hat die derzeit verfügbaren Netzkapazitäten zunächst für ein weiteres geplantes Rechenzentrumsprojekt der Firma geobra Brandstätter im Raum Dietenhofen reserviert. Damit fehlt dem Projekt in Hirschneuses gegenwärtig die notwendige Planungssicherheit“, erklärt Claudia Wust, Bürgermeisterin von Neuhof an der Zenn, gegenüber dem BR. Sie wünsche sich eine Aufteilung der vorhandenen Netzkapazitäten auf beide Rechenzentren. Brutkasten fragte bei Wust zur aktuellen Situation nach, eine Antwort steht noch aus.

Warum fiel die Wahl auf die Horst Brandstätter Group?

Gegenüber brutkasten antwortet N-ergie, dass man sich zu konkreten Bauprojekten und dem aktuellen Stand von Netzanschlussfragen nicht äußere. Der Energieversorger betont aber, dass diese Anfragen nach den gesetzlichen Vorgaben bearbeitet werden.

N-ergie erklärt: „In unserem Netzgebiet liegen aktuell mehrere Anschlussanfragen für Rechenzentren vor – zusammengenommen beanspruchen diese Projekte eine Leistung, die in etwa zweimal dem gewöhnlichen Leistungsbedarf der Stadt Nürnberg entspricht.“

Im Fokus sei immer die allgemeine Versorgungssicherheit. Durch derart große Projekte müsse das Stromnetz häufig ausgebaut werden, etwa in Form von neuen oder verstärkten Leitungen.

Playmobil „versperrt niemandem den Weg“

Auf ihrer Webseite reagiert die Horst Brandstätter Group: „Gelegentlich ist zu lesen, ein Rechenzentrum in Dietenhofen stehe anderen Vorhaben im Weg. Diese Lesart nehmen wir mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Ein Campus, der von Anfang an auf viele Partner ausgelegt ist, versperrt niemandem den Weg, er öffnet ihn.“ Playmobil habe sich nie gegen ein anderes Vorhaben ausgesprochen und begrüße jede Investition, die Mittelfranken als Standort für digitale Infrastruktur stärke.

Horst Brandstätter Group: Ein Unternehmen am Rande der Existenzkrise

Der Bau des Rechenzentrums ist für die Horst Brandstätter Group wohl ein weiterer Schritt, um sich aus der wirtschaftlichen Krise zu befreien. Im Geschäftsjahr 2024/25 ging ihr Umsatz laut Konzernabschluss um fast neun Prozent auf 409 Millionen Euro zurück. Der Konzernverlust betrug 115 Millionen Euro. Die Horst Brandstätter Group betreibt die Zweige Lechuza, die Playmobil-FunParks und eben Playmobil. Seit diesem Jahr gibt es in Deutschland keine Produktionsstätte der kleinen Plastikmännchen mehr. Dietenhofen wurde im Juni geschlossen. Die Produktion finde laut FAZ somit nur mehr in Tschechien und Malta statt.

Playmobil digital

Der neueste Zweig des Unternehmens ist Playmobil digital. Das Rechenzentrum richtet sich an Unternehmen aus der Region, klassische Rechenzentrumsbetreiber und internationale Hyperscaler. Playmobil digital sei für alle offen, die Rechenkapazität suchen, „ob im großen Maßstab oder für den eigenen Betrieb“. Gespräche mit internationalen Interessenten würden bereits laufen. Auch Startups erwähnt das Unternehmen als mögliche Kunden.

Man möchte mit Playmobil digital auf die wachsenden Anforderungen durch künstliche Intelligenz und High-Density-Computing reagieren. Die Horst Brandstätter Group werde in den kommenden Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in den Aufbau des Campus investieren. Auf dem Areal besteht bereits eine 110-kV-Netzanbindung. Ein 100-Megawatt-Strompfad sei vorgesehen und der Standort sei für Ausbaustufen darüber hinaus ausgelegt.

„Eine der wichtigsten Infrastrukturen der digitalen Zukunft“

„Wo über Jahrzehnte Playmobil produziert wurde, wollen wir künftig eine der wichtigsten Infrastrukturen der digitalen Zukunft ermöglichen. Wir transformieren ein bestehendes Industrieareal, statt neue Flächen auf der grünen Wiese zu erschließen. Dietenhofen kann damit zu einem bedeutenden Standort für KI, Digitalisierung und digitale Souveränität in Deutschland werden“, sagt Matthias Fauser, Vorstand der Horst Brandstätter Group.

René Feser, ebenfalls Vorstandsmitglied, ergänzt: „Mit dem Aufbau des Campus setzt die Stiftung ein klares Bekenntnis zu Dietenhofen und Bayern als Innovationsstandort.“

Die Nutzungsmodelle

Der Campus setzt auf vier unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Unter dem Modell „Land & Power“ kann ein Betreiber ein erschlossenes Baufeld mit Stromanschluss pachten und dort ein Rechenzentrum selbst errichten. „Powered Shell und Private Suite“ nennt sich jenes Modell, bei dem Playmobil das Gebäude zur Verfügung stellt und der Partner nur mehr die Rechentechnik einbringen muss. Energie, Kühlung und Sicherheit würden bereitgestellt werden. Unter dem Begriff „Colocation“ bietet Playmobil betriebsfertige Rechenzentrumsflächen an. Als „Sorglospaket“ kann wohl jenes Modell bezeichnet werden, bei dem Kunden fertige Rechenleistung erhalten, ohne eigene Hardware anschaffen zu müssen.  

Eigentümer und Betreiber ist die Horst Brandstätter Group. „Wer seine Daten in Deutschland und außerhalb der Reichweite außereuropäischer Zugriffsrechte wissen will, findet in Dietenhofen einen souveränen Standort“, heißt es von der Gruppe.

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AI Summaries

Das sind die genialsten Startups und Innovatoren Niederösterreichs

  • Nun war es wieder soweit: Der riz up Genius 2020 wurde in vier Kategorien vergeben.
  • Konkret gab es den Preis für die innovativsten Köpfe Niederösterreichs wieder für „Geniale Startups“, „Geniale Unternehmerinnen und Unternehmer“, „Geniale Forschung und Entwicklung“ und „Genial digital“.
  • Den Sieg in der Kategorie „geniale Startups holte sich beim riz up Genius 2020 die Green-Bag Getränke GmbH aus Brunn am Gebirge.
  • Den zweiten Platz holten ex aequo die Startups MeinBau und ResqRack.
  • In der Kategorie „geniale Forschung & Entwicklung“ gewann das Korneuburger Forschungsprojekt „AutoMold“ vom IST Austria.
  • Den Siegerpreis in der Kategorie „geniale Unternehmerinnen und Unternehmer“ erhielt das Mechatronik-Unternehmen MH-Tec e.U.

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