07.11.2023

Rights Wear: Fashionlabel aus Graz bringt Menschenrechte auf Kleidung

Das neue Grazer Streetwear-Label Rights Wear möchte Menschenrechte auf die Straßen bringen – für mehr Zusammenhalt, Respekt und Offenheit.
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Rights Wear, Menschenrechte
(c) Rights Wear/Daniela Schmid - Rights Wear-Gründerin Alexandra Stocker will im Alltag für Menschenrechte sensibilisieren.

Üble Nachrichten erreichen uns täglich mit erschütternden Ereignissen aus den aktuellen Kriegsregionen. Und auch in Europa sind die Menschenrechte nicht selbstverständlich – so nehmen etwa auch in Österreich rassistische Übergriffe und Diskriminierung zu, wie die FRA-Studie vor kurzem zeigte. Das frisch gegründete Modelabel Rights Wear aus Graz möchte daher die Dringlichkeit der „Internationalen Menschenrechte“ in den Fokus rücken.

Rights Wear: „Menschenrechte nicht vom Elfenbeinturm betrachten“

„Mit Rights Wear bringen wir die Menschenrechte auf die Straßen und in den Alltag. Damit möchten wir zeigen: Jeder Mensch hat das Recht, frei, in Würde und ohne Diskriminierung zu leben. Und jeder und jede von uns hat Verantwortung und kann sein Umfeld mitgestalten“, sagt Rights Wear-Gründerin Alexandra Stocker.

Die 42-Jährige hat ihr Fashionlabel in Eigeninitiative gegründet, um Menschenrechte und ihre tiefe Bedeutung für das Zusammenleben salonfähig zu machen. Stocker ist selbst seit rund 20 Jahren in einem Grazer Kompetenzzentrum für Menschenrechte in der Projektleitung aktiv und hat europäische Projekte etwa zu Antirassismus-Strategien in Städten oder in der Jugend-Bildungsarbeit umgesetzt. Ihr ist wichtig, das Thema Menschenrechte nicht vom Elfenbeinturm aus zu betrachten, sondern dafür ganz pragmatisch im Alltag zu sensibilisieren – vor allem auch die junge Generation.

„So wie ich tragen viele ihre Haltung und Überzeugung im Herzen. Mit Rights Wear können sie diese nun auch auf ihrer Kleidung nach außen tragen“, erklärt Stocker die Mission ihres Labels.

Diskurs erwünscht

Mit ihrem Gewand sollen Träger:innen nicht nur ihr Bekenntnis zu den Menschenrechten sichtbar machen, sondern auch zum gesellschaftspolitischen Diskurs beitragen, so die Idee.

„Allein wenn jemand den Text zur Menschenrechtserklärung auf einem Shirt oder Sweater liest, sich fragt, was das soll und darüber mit anderen diskutiert, ist damit ein erster Schritt gemacht“, glaubt Stocker.

Die Produkte stammen aus ökologisch nachhaltiger Produktion und werden in Kooperation mit dem Grazer Textilunternehmen Apflbutzn unter fairen und ethischen Arbeitsbedingungen produziert, wie die Founderin betont. Zu den prominenten Unterstützer:innen des Fashionlabels zählen der Filmregisseur Jakob M. Erwa, der Kabarettist und Autor Omar Khir Alanam, die Gleichbehandlungsanwältin für Steiermark und Kärnten Elke Lujansky-Lammer, und Tattoo-Künstlerin Mila Delacroix.

Rights Wear will Menschenrechtsträger:innen erschaffen

Das erklärte Ziel für die Gründerin ist: „Die Marke Rights Wear so bekannt wie möglich machen – und eine wachsende Community aus Menschenrechtsträger:innen schaffen.“

Der Online-Shop soll am 10. Dezember 2023, pünktlich zum 75. Internationalen Tag der Menschenrechte, online gehen. Künftig soll ein Teil der Verkaufserlöse auch gemeinnützigen Organisationen zugutekommen.

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Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Um Bekanntheit zu erlangen, ist Auffälligkeit durchaus von Nutzen. Beim Grazer Unternehmen Emerald Horizon ist diese Auffälligkeit so etwas wie der rote Faden, der sich durch die Unternehmensstrategie zieht. Denn nicht nur sorgt man mit dem geplanten Produkt – Thorium- und Teilchenbeschleuniger-basierten Miniatomkraftwerken – für Aufsehen (brutkasten berichtete). Auffällig sind auch Personalbesetzungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer, der seinerseits kürzlich durch eine Alkohol-Eskapade öffentlich negativ auffiel. Und besonders auffällig war natürlich der Börsengang im Juni – brutkasten berichtete.

Österreichs nächstes Unicorn?

Nach diesem ist Emerald Horizon aktuell übrigens an der Börse mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet. Darüber, ob das Grazer Unternehmen nun Österreichs nächstes Unicorn ist, lässt sich dennoch streiten, nachdem die Bewertung auf vergleichsweise wenigen Trades basiert. Der Börsengang war nämlich nur ein Listing und kein IPO (Initial Public Offering). Es wurden also keine Aktien emittiert, was üblicherweise zu einer breiteren Bewertung durch den Markt führt.

Gründer Florian Wagner will selbst investieren

Statt Kapital von außen aufzunehmen, fiel Gründer und CEO Florian Wagner Ende Juni mit einer anderen Ankündigung auf: Er selbst werde 20 Millionen Euro in vier Tranchen zu je fünf Millionen Euro über einen Zwei-Jahres-Zeitraum in Emerald Horizon investieren. Er behielt sich dabei vor, dass Co-Founder Philipp Pölzl und Investor Carl Page als Co-Investoren je einen Teil der Tranchen übernehmen könnten.

Und woher kommen diese durchaus substanziellen Eigenmittel? Wagner und Pölzl betreiben mit Qbasis Invest seit mehr als 20 Jahren ein Finanzunternehmen, das laut öffentlich einsehbaren Angaben im Vorjahr aber nur rund 40.000 Euro Gewinn abwarf.

Privatdarlehen für Verpfändung von 75.000 Aktien

Mehr Aufschluss gibt wohl eine auffällige Ad-hoc-Meldung (für börsennotierte Unternehmen verpflichtende Mitteilung) von Emerald Horizon von gestern, die heute durch eine erklärende Aussendung des Unternehmens ergänzt wurde: Gründer Wagner nimmt privat ein sogenanntes Lombarddarlehen auf. Bei so einem werden Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt. Im konkreten Fall verpfändet der Unternehmer 75.000 eigene Aktien „aus seinem Altbestand“. Diese haben aktuell einen Börsenwert von rund 76 Millionen Euro. Die bewilligte Kreditsumme liegt bei derartigen Darlehen üblicherweise erheblich unter dem Marktwert der beliehenen Wertpapiere.

„Bestandteil eines übergeordneten mehrstufigen Maßnahmenpakets“

„Die Maßnahme ist Bestandteil eines übergeordneten mehrstufigen Maßnahmenpakets. Entsprechend den kapitalmarktrechtlichen Bestimmungen wird die Gesellschaft zu gegebener Zeit über weitere Aktivitäten informieren“, heißt es dazu von Emerald Horizon. Die Mittel sollen demnach „primär direkt und indirekt zur Kommerzialisierung von DUALstorePLUS aber auch zur beschleunigten technischen Umsetzung und industriellen Überführung des ADES/SMRX-Programms verwendet werden“. DUALstorePLUS ist die Energiespeicher-Technologie, mit der Emerald Horizon bereits am Markt ist. ADES ist der Markenname der geplanten Kleinreaktoren.

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