16.04.2025
LEBENSMITTELTECHNOLOGIE

Revo Foods präsentiert neues pflanzliches Proteinprodukt

Das österreichische Food-Tech-Startup Revo Foods bringt mit April ein neues pflanzliches Proteinprodukt in den Handel. Im Gegensatz zu den meisten anderen veganen Fleischalternativen habe "The Prime Cut" nicht den Anspruch, Fleisch zu imitieren. Viel mehr setze es auf hochwertige Nährstoffe, die ganz gezielt darauf ausgerichtet sind, den Bedarf optimal abzudecken, so das Ziel.
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Revo Foods setzt mit THE PRIME CUT auf neue fleischlose Alternative.
Revo Foods setzt mit THE PRIME CUT auf neue fleischlose Alternative.

Revo Foods ist Vorreiter in der österreichischen Lebensmittelindustrie, was vegane Alternativen angeht. Von veganem Räucherlachs bis hin zu Hähnchenfilet setzt Revo auf Alternativen für Fleisch, ohne geschmacklich auf etwas verzichten zu müssen. Das Startup erhielt erst kürzlich eine 2,2 Millionen Förderung für die innovative Lebensmitteltechnologie – brutkasten berichtete. Und eröffnete bereits 2024 die weltweit erste Produktionsstätte für 3D Extrusionstechnologie von Lebensmitteln.

Revo Foods: Produkt abseits ideologischer Debatten

Mit April führt Revo Foods ein neues Produkt ein, das allerdings nicht als Fleischersatz dienen soll. Vielmehr spricht es jene Personen an, die auf eine gesunde und bewusste Ernährung Wert legen. The Prime Cut richtet sich an Personen, die bewusst nach Lebensmittel suchen, mit denen sie besser performen, länger leben und allgemein gesünder werden können, so das Unternehmen. Dabei solle das Produkt abseits von ideologischen Debatten seinen Platz finden.

Niccoló Galizzi, Head of Food Tech bei Revo Foods betont dabei: „Die meisten pflanzlichen Produkte stecken immer noch in einer ‚Fleisch gegen Vegan‘-Debatte fest. ‚The Prime Cut‘ soll ganz bewusst kein Steak ersetzen, so Galizzi. Das wird auch bewusst derart im Marketing kommuniziert: Anstatt zu sagen, was es nicht ist – nämlich Fleisch oder Fisch – legt das 2021 gegründete Wiener Startup den Fokus darauf, welche Vorteile The Prime Cut mit sich bringe.

Optimales Nährstoffprofil

Revo Foods setzt dabei auf Mycoprotein als Grundstein für ihr neuestes Produkt. Das natürliche fasrige Protein aus fermentierten Pilzen enthalte alle essentielle Aminosäuren, dabei aber kaum Kohlenhydrate oder Cholesterin. Zusätzlich enthält es Mikroalgenöl, das den gesamten Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren abdecken soll.

The Prime Cut gibt es ab April 2025 bei allen großen Handelsketten wie Billa oder Spar. Damit bringt Revo Foods auch erstmals ein Produkt auf den Markt, das nicht im klassischen pflanzlichen Regal zu finden ist, sondern bei Lebensmitteln wie Proteinsnacks oder Nahrungsergänzungsmitteln.

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„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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