04.04.2025
INVESTMENT

REPS-Tirol: Ex-Ministerin Köstinger investiert in Tiroler Startup

REPS-Tirol verspricht, Verkehrsflächen mit einem eigens entwickelten System in Energiequellen zu verwandeln. Nun holte das Startup eine prominente Investorin an Bord.
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Elisabeth Köstinger steigt bei REPS-Tirol rund um Gründer und CEO Alfons Huber ein | (c) Paul Gruber / REPS-Tirol
Elisabeth Köstinger steigt bei REPS-Tirol rund um Gründer und CEO Alfons Huber ein | (c) Paul Gruber / REPS-Tirol

Das Konzept, bereits versiegelte Verkehrsflächen zur Energieerzeugung zu nutzen, ist nicht ganz neu. Konzepte wie eine Überdachung mit Photovoltaik-Modulen oder das Aufstellen kleiner Windkraft-Anlagen entlang von Straßen werden mancherorts bereits eingesetzt. Auch das Startup REPS-Tirol mit Sitz in Volders will „Verkehrsflächen zu Energiequellen machen“, verfolgt dabei aber einen eigens entwickelten, neuen Ansatz.

Energieerzeugung durch Überfahrt

Das Road Energy Production System (REPS) wird im Boden verbaut. Wenn Fahrzeuge drüberfahren, drücken sie damit Elemente hinunter, wodurch Strom erzeugt wird. Je schwerer das Fahrzeug, desto mehr Energie wird erzeugt. Es sei der „weltweit erste mechanische Energieumwandler, der auf einer permanentmagnetischen Lagerung basiert“, heißt es von REPS-Tirol. Installiert werden soll das System, das bei Überfahrt einer Bodenwelle ähnelt, überall dort, wo langsam gefahren wird, etwa an Ampeln, bei Mautstationen, an Zebrastreifen oder bei Aus- und Einfahrten. 16 Überfahrten über ein Zwölf-Meter-REPS-System, ausgerichtet für LKW, generieren laut Startup eine Kilowattstunde Energie.

REPS-Tirol holt Elisabeth Köstinger als Investorin

Fünf Jahre lang sei das System entwickelt worden, heißt es von REPS-Tirol. 2023 erfolgte die formelle Gründung. Noch ist das Produkt nicht am Markt. Doch das soll sich bald ändern. Denn nun holte sich REPS-Tirol mit der ehemaligen Landwirtschafts- und Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger eine prominente Investorin an Bord. Der investierte Betrag wurde nicht kommuniziert.

„Weiterer Schritt in Richtung Markteinführung und Skalierung der Technologie“

„Die Beteiligung von Elisabeth Köstinger an unserem Startup ist ein bedeutender Meilenstein für unser Unternehmen“, kommentiert Gründer und CEO Alfons Huber. „Ihr umfangreiches Netzwerk und ihre Expertise werden uns dabei unterstützen, unsere Technologie weiterzuentwickeln und international zu etablieren.“ Mit der Partnerschaft setze man einen weiteren Schritt in Richtung Markteinführung und Skalierung der Technologie, heißt es vom Unternehmen weiter. Und Köstinger meint: Elisabeth Köstinger ergänzt: „REPS-Tirol GmbH hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Energie gewinnen, grundlegend zu verändern.“

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Gropyus, Berlin, Lichtenberg
© Gropyus

Es ist wohl eine der aufsehenerregendsten Insolvenzen in der heimischen Startup-Geschichte: Die auf automatisierten Hausbau spezialisierte Wiener Gropyus AG, die zuletzt im März dieses Jahres eine weitere in einer Reihe von Finanzierungen über je 100 Millionen Euro kommunizierte, vermeldet die Insolvenz mehrerer Tochtergesellschaften. Öffentliche Daten gibt es zu diesen Insolvenzen aktuell noch nicht – bislang ist nur bekannt, was Gropyus selbst per Aussendung kommuniziert.

Investorenzahlung laut Gropyus ausgeblieben

Demnach ist die Muttergesellschaft nicht insolvent. Auslöser für die Anträge bei den Tochtergesellschaften sei ein akuter Liquiditätsengpass. „Die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten und bereits fälligen Investorenfinanzierung ist nicht wie geplant erfolgt, eine Überbrückung durch bestehende Gesellschafter reichte nicht für alle Gesellschaften aus“, heißt es vom Unternehmen. Die Verfahren sollen nun „einen geordneten rechtlichen Rahmen“ schaffen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, Finanzierungslösungen umzusetzen und die Fortführung der betroffenen Gesellschaften zu ermöglichen. „Zugleich verschaffen sie die Zeit, die laufenden Gespräche mit bestehenden und neuen Kapitalgebern strukturiert zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Aussendung weiter.

CEO Erler: „Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen“

Gründer und seit dem Abgang von Markus Fuhrmann im August alleiniger CEO Philipp Erler kommentiert: „Die Anträge sind kein Rückzug, sondern ein aktiver Schritt, um diese Substanz zu sichern und Gropyus neu aufzustellen. Unser Fokus liegt auf der Fortführung laufender Projekte, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und einer tragfähigen Finanzierung, mit der frisches Kapital gezielt in Produktion und Projekte fließt. Die weit fortgeschrittenen Investorengespräche wollen wir schnell abschließen – noch vor Eröffnung der Verfahren. Unser Ziel ist klar: Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen.“

Vergesellschaftungsdebatte in Berlin als Unsicherheitsfaktor

Trotz der dezidierten Begründung der Insolvenz mit der ausbleibenden Investoren-Zahlung verweist Gropyus in der Aussendung auch auf ein „deutlich verschärftes“ Marktumfeld. „Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte, lange Planungs- und Genehmigungszyklen verzögern Projektstarts“, heißt es vom Unternehmen. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten, „insbesondere die aktuellen Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin, einem wichtigen Markt für Gropyus“.

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