12.01.2026
PERSONALIA

Reploid: Direktorenebene wird weiter ausgebaut

Die Reploid Group AG verstärkt ihre Führungsebene und holt drei neue Direktoren an Bord. Mit den personellen Erweiterungen will das Unternehmen nach eigenen Angaben die nächste Phase seines internationalen Wachstums absichern und die globale Expansion weiter vorantreiben.
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vlnr: Bernard, Braunstein, Varvier | Quelle: persönliche LinkedIn-Profile

Die personellen Erweiterungen betreffen die Ressorts internationales Business Development, globales Marketing sowie Legal & Compliance. Ziel sei es, das Management bei der weiteren internationalen Ausrichtung des Unternehmens zu entlasten.

Fokus auf internationale Expansion

Die Verantwortung für den internationalen Geschäftsausbau übernimmt Andrew Bernard, der künftig als Director International Business Development tätig ist. Bernard habe sich laut Unternehmen in seiner bisherigen Laufbahn intensiv mit nachhaltigen Modellen der Abfall- und Reststoffverwertung beschäftigt und dabei umfassende Expertise im Bereich der Schwarzen Soldatenfliege aufgebaut. Diese Erfahrung solle nun in die internationale Skalierung von Reploid einfließen. Bernard bringt einen akademischen Hintergrund aus Kanada, Großbritannien und Belgien mit, unter anderem in angewandter Ethik mit wirtschaftlichem Schwerpunkt.

Globale Marketingagenden neu aufgestellt

Für die weltweiten Marketingaktivitäten zeichnet sich künftig Jean-Louis Varvier als Director of Global Marketing verantwortlich. Varvier verfüge über langjährige Erfahrung in internationalen Marketingfunktionen bei namhaften FMCG-Unternehmen (Anm.: Fast Moving Consumer Goods), darunter Danone, Nestlé und die iSi Group. Seine bisherigen Aufgaben hätten sowohl globale Verantwortung als auch B2B- und B2C-Ausrichtungen umfasst. Mit diesem Hintergrund solle er die internationale Markenpositionierung von Reploid weiter schärfen.

Recht und Compliance mit Börsenerfahrung

Die Rechts- und Compliance-Agenden werden ab 16. Jänner von Bernd Braunstein übernommen. Der Jurist habe zuvor Führungsfunktionen in Rechtsabteilungen börsennotierter Unternehmen innegehabt und bringe entsprechend Erfahrung im regulierten Umfeld mit. Stationen bei T-Mobile Austria, Wienerberger und Marinomed Biotech hätten ihn sowohl mit Konzernstrukturen als auch mit kleineren Organisationen vertraut gemacht, heißt es seitens des Unternehmens.

Management sieht Führungsteam als Schlüssel

CEO Philip Pauer betonte in einer Aussendung, das für die nächste Wachstumsstufe ein erfahrenes Führungsteam entscheidend sei. Die drei Neuzugänge würden mit ihrer jeweiligen Expertise einen wesentlichen Beitrag leisten, um die strategischen Expansionsziele des Unternehmens erfolgreich umzusetzen.

Reploid wurde 2020 gegründet, hat seinen Sitz in Wels und ist auf die Herstellung von Proteinen, Fetten und organischem Dünger aus Larven der Schwarzen Soldatenfliege spezialisiert. Das Unternehmen setzt dabei auf ein dezentrales Upcycling-Modell mit modularen Mastanlagen. Seit Juli 2025 ist Reploid im direct market plus der Wiener Börse gelistet und beschäftigt aktuell mehr als 100 Mitarbeitende.

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deltaVision beschäftigt heute 125 Mitarbeitende © deltaVision

Das 2022 gegründete Münchner Unternehmen deltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Startup mitteilt, wird die Runde von KT Ventures und Valemount Capital angeführt. Zudem beteiligen sich Futury Capital sowie weitere private Investor:innen über ein Investitionsvehikel.

Skalierung im Münchner Werk

Nach eigenen Angaben wirtschaftet deltaVision seit der Gründung profitabel und beschäftigt mittlerweile 125 Mitarbeitende in einem ehemaligen Siemens-Werk in der Münchner Innenstadt. Das frische Kapital soll vor allem in den Kapazitätsausbau fließen, um die Produktion von Ventilen und Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Parallel dazu will das Unternehmen Technologien für das orbitale Betanken von Raumfahrzeugen weiterentwickeln.

„Wir setzen auf ein offenes und interoperables Ökosystem für In-Orbit-Services, statt auf ein Modell, bei dem am Ende ein einzelner Anbieter den gesamten Markt beherrscht.“, wird CEO und Mitgründer Alex Plebuch in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Ein offenes Ökosystem vergrößere den Gesamtmarkt erheblich, wovon alle Akteure profitierten, heißt es weiters.

Expansion nach Frankreich und in die USA

Neben der Kapazitätserweiterung in Deutschland plant das Startup den Aufbau von Forschung und Produktion in Frankreich über eine neu gegründete Tochtergesellschaft. Kurzfristig soll zudem eine eigene Ventilproduktion in den USA entstehen, um den dortigen Markt direkt zu bedienen.

Das Unternehmen beliefert laut eigenen Angaben mehr als 60 Kund:innen weltweit, darunter die Europäische Weltraumorganisation (ESA) für das Mondlander-Projekt „Argonaut“. Johannes Pichler von Lead-Investor KT Ventures begründet den Einstieg wie folgt: „Wir investieren nicht in ein Versprechen, sondern in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“

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