12.02.2019

refurbed Gründer unter die Forbes „30 under 30 Europe“ gewählt

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat die beiden Gründer des österreichischen Startups refurbed, Peter Windischhofer und Kilian Kaminski, zu den "30 under 30 Europe" gekürt. Die beiden ehemaligen Studienkollegen ermöglichen Endverbrauchern mit ihrer Geschäftsidee generalüberholte Elektrogeräte günstig und nachhaltig zu kaufen.
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refurbed
(c) refurbed: v.l.n.r. Peter Windischhofer und Kilian Kaminski

Seit 2016 kürt das Wirtschaftsmagazin Forbes mit „30 under 30 Europe“ die interessantesten und einflussreichsten Persönlichkeiten unter 30 Jahren in Europa. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören Stars wie Fußball-Profi Antoine Griezmann, der Schauspieler Daniel Radcliffe oder Tennis-Profi Petra Kvitova. Zudem dürfen sich nun auch die beiden Gründer des österreichischen Startups refurbed, Peter Windischhofer und Kilian Kaminski, zu dieser illustren Runde zählen.

+++ Wiener Startup refurbed bei Climate Impact Battle von 300 Startups auf Platz 2 gewählt +++ 

300 Europäer in 13 Kategorien ausgezeichnet

Der Award geht mittlerweile zum vierten Mal an insgesamt 300 junge Europäer in 13 unterschiedliche Kategorien – von Kunst über Politik bis hin zu Wirtschaft. Forbes zeichnete den gebürtigen Mühlviertler Windischhofer und den Hamburger Kaminski in der Kategorie „Retail und Ecommerce“ aus.

Die ehemaligen Studienkollegen gründeten im Jahr 2017 das Nachhalitgkeits-Startup refurbed, das eine Plattform für generalüberholte Produkte entwickelte. Die Idee dahinter ist, dass bereits benutzte Elektrogeräte, wie Smartphones und Laptops, vollständig erneuert und wiederkauft werden. Die Produkte sind laut dem Startup um bis zu 40 Prozent günstiger als beim Neukauf.

refurbed zählt 25 Mitarbeiter

Windischhofer betont, dass die Auszeichnung nicht ohne seinem Team möglich gewesen wäre: „Hinter der Auszeichnung steht unser gesamtes refurbed Team, das unermüdlich daran arbeitet, unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Es ist ein weiterer Schritt für uns, nachhaltiges Shopping in ganz Europa so einfach wie möglich zu machen.“ Das Startup zähle laut den beiden Gründern zu den schnellst wachsenden Plattform für generalüberholte Produkte im deutschsprachigen Raum.

2. Platz beim Climate Impact Battle

Der Forbes-Award „30 under 30 Europe“ ist für die beiden Gründer jedoch nicht die einzige Auszeichnung. So wurde das Startup Ende letzten Jahres beim Climate Impact Battle auf der Slush-Startup-Konferenz in Helsinki für seine nachhaltige Geschäftsidee von insgesamt 300 Startups auf den 2. Platz gewählt.

refurbed bei 2 Minuten 2 Millionen

Im März 2018 holte sich das Startup bei der Puls-4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ 500.000 Euro (der brutkasten berichtete). Als Investor sprang damals der Business Angel Michael Altrichter ein. Ein von Daniel Zech (Seven Ventures) in Aussicht gestelltes Medienvolumen im Wert von 600.000 Euro lehnten sie jedoch ab. Die damalige Begründung: Die generalüberholten Produkte seien ihre beste Werbung.


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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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