Makler-Riese RE/MAX DCI will mit Conda im Immo-Crowdinvesting Fuß fassen
Immo-Crowdinvesting war bisher nicht die Domäne von Conda. In einer strategischen Partnerschaft mit der neuen Plattform RECrowd vom Makler-Unternehmen RE/MAX DCI liefert man nun Technologie und Netzwerk.
(c) RECrowd / Conda: Hintergrund: Das erste Projekt in Bad Pirawarth, Im Vordergrund Conda-Gründer Daniel Horak und RECrowd-Geschäftsführer Kurt Praszl
Conda (Anm. Teil von startup300) war einmal der größte Crowdinvesting-Anbieter des Landes. Doch das ist lange vorbei. Während sich Startup- und KMU-Crowdinvesting-Projekte, auf die Conda als Marke spezialisiert ist, in der Anfangszeit nach Einführung des Alternativfinanzierungsgesetzes großer Beliebtheit erfreuten, dominieren inzwischen Immobilien-Projekte das Feld. Von den 67,06 Millionen Euro an Crowdinvesting-Volumen entfielen 2019 ganze 52,9 Millionen Euro auf das Immo-Crowdinvesting-Segment. Trotz einzelner Projekte konnte Conda dort bislang nie Fuß fassen und blieb in den vergangenen Jahren beim Volumen letztlich weit hinter den darauf spezialisierten Plattformen. Über den Umweg einer strategischen Partnerschaft mit der neuen Plattform RECrowd könnte sich daran nun etwas ändern.
Denn das 2019 gegründete Unternehmen, das nun seinen Service launchte, kommt nicht aus dem Nichts. Dahinter steht, wie auch das „RE“ am Anfang des Namens verrät, mit RE/MAX DCI der größte heimische Partner eines der größten globalen Immobilien-Makler-Netzwerke: RE/MAX. Im Gegensatz zum Mitbewerb decke man mit der Plattform die gesamte Wertschöpfungskette im Immobilien-Bereich ab, heißt es von RECrowd. „Unsere Crowdinvesting-Lösung beginnt auf Wunsch bei der Grundstück-Suche für Bauträger bzw. Projektentwickler und deckt entlang der Wertschöpfungskette alle Bereiche bis zur Vollverwertung der Immobilie ab. Das unterscheidet uns von anderen Anbietern“, erklärt Geschäftsführer und Co-Founder Kurt Praszl.
Conda liefert Technologie und Netzwerk für Immo-Crowdinvesting
Zur strategischen Partnerschaft sagt er: „Conda bietet uns Zugriff auf ein rund 30.000 Personen starkes Investorennetzwerk und verleiht uns das technologische Grundgerüst sowie das notwendige Crowdinvesting-Know-how“. Nach erfolgter Finanzierung könne RECrowd wiederum durch RE/MAX DCI auf „ein riesiges Maklernetzwerk und jahrzehntelange Vermarktungserfahrung“ zurückgreifen, „welche die Vollverwertung entscheidend unterstützt und Projektentwicklern sowie Investoren damit in die Hände arbeitet“.
Startschuss in Bad Pirawarth
Der Startschuss erfolgte mit einem Wohnprojekt in Bad Pirawarth im niederösterreichischen Weinviertel. Eineinhalb Millionen Euro sollen dabei eingesammelt werden, wobei die Funding-Schwelle 800.000 Euro beträgt. Crowd-Investoren können sich ab einer Summe von 250 Euro an den auf der Plattform veröffentlichten Crowdinvesting-Kampagnen beteiligen.
Diese heimischen Startups begleiten dich im Sommer
Egal, ob aktiv oder gemütlich, der Sommer bietet für jeden etwas. Die Produkte einiger österreichischer Startups können dabei in der heißen Jahreszeit besonders nützlich sein. Brutkasten hat sie für euch zusammengefasst.
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In der heißesten Zeit des Jahres können die Produkte und Dienstleistungen von Startups Abhilfe schaffen. | (c) AdobeStock
Von Sonnenbrillen für Kinder über vegane Grillalternativen bis zu effizienteren Klimaanlagen: Österreichische Startups verbessern den Sommer mit ihren innovativen Ideen. Rechtzeitig zur sonnenreichsten Zeit des Jahres stellen wir Produkte und Dienstleistungen vor, die auch für euch hilfreich sein können.
SooNice
Die beiden Gründerinnen von SooNice Sunnies: Christina Reifeltshammer und Doris Reifeltshammer | (c) verenaschierl photography
Im Sommer darf eines nicht fehlen: die passende Sonnenbrille. Das österreichische Startup SooNice produziert sie speziell für Kinder. Kratzfeste Brillengläser und Seitenklappen sollen hochwertigen UV-Schutz bieten. Dabei setzt das Unternehmen mit biobasiertem Kunststoff auf Nachhaltigkeit. Das Konzept scheint zu funktionieren, denn das vergangene Geschäftsjahr war für das Unternehmen das bisher erfolgreichste. 2026 rechnet man mit einer weiteren Gewinnsteigerung. Konkret brachte SooNice zur Saison 2026 zwei neue Modelle und eine neue Farbvariante auf den Markt. Mit den 10- bis 16-Jährigen will das Startup eine neue Zielgruppe erschließen. Zusätzlich kam 2026 eine Sonnenbrille für sportliche Aktivitäten auf den Markt. Geografisch setze die Firma laut Geschäftsführerin Christina Reifeltshammer aktuell einen Fokus auf die BeNeLux-Länder.
Like2camp
Legales, naturnahes Campen: like2camp macht es möglich. | (c) like2camp
Für viele ist es der Urlaub schlechthin: Campen in der Wildnis. Dabei ist es oft gar nicht so einfach, einen naturnahen Stellplatz zu finden, der auch noch legal ist. Das Salzburger Startup like2camp hat sich genau dieses Problems angenommen. Sie wollen Camper:innen eine Alternative zum Wildcampen bieten, indem sie auf ihrer Plattform naturnahe Stellplätze vermitteln. Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass die Schweizer Buchungsplattform Nomady das Salzburger Startup im Rahmen eines Asset-Deals übernimmt. Like2camp wurde dabei vollständig in nomady.camp integriert, blieb aber als Produkt und Marke innerhalb von Nomady bestehen. Die Schweizer Buchungsplattform hatte bereits davor eine Plattform für naturnahes Campen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien betrieben. Durch den Zusammenschluss soll die Reichweite erhöht und die Community erweitert werden.
Die Pflanzerei
Gründerin Nadina Ruedl vertreibt vegane Hausmannskost in Wien. | (c) Die Pflanzerei
Für viele Österreicher:innen gehört Grillen einfach zum Sommer. Für all jene, die auf Fleisch verzichten, bietet das Startup “Die Pflanzerei” rund um Gründerin Nadina Ruedl eine geeignete Alternative. In ihrem Shop im siebten Wiener Gemeindebezirk bekommt man österreichische vegane Hausmannskost. Sie verkauft neben veganen Würsteln unter anderem auch pflanzlichen Leberkäse, Fleischknödel oder Schnitzel. Beim Wirtschaftspreis Trigos wurde die Pflanzerei 2025 in der Kategorie “regionale Wertschaffung” ausgezeichnet. Das Projekt „Regionale Wertschöpfung bei pflanzenbasierten Fleischalternativen“ wurde dabei hervorgehoben. Damit unterstützt die Pflanzerei regionale Traditionsbetriebe beim Einstieg in pflanzliche Alternativen.
Diesen Sommer hatte Österreich mit einer Hitzewelle nach der anderen zu kämpfen. Die Temperaturen in Wiens Wohnungen stiegen teilweise jenseits der 35 Grad, in den Nächten kühlte es nicht ab. Die Klimaanlagen des Startups so.cool (vormals Social Cooling) können Abhilfe schaffen. Das Besondere: Das patentierte thermische Energiespeichersystem Terra Breeze funktioniert ohne den klassischen Abluftaustausch und muss nicht installiert werden. Die Wärme wird nicht nach außen geleitet, sondern im Gerät gespeichert und wieder abgegeben, wenn niemand im Raum ist. Das System soll laut so.cool rund 40 Prozent weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Klimaanlagen. Das Konzept scheint zu überzeugen, vergangenes Jahr holte das Startup ein Pre-Seed-Investment von 400.000 Euro. Lead-Investoren waren der Schweizer Krypto-Unternehmer Robert Lauko sowie das Wiener Family Office c.e.l.l. Investment, das vor allem im Nachhaltigkeitsbereich aktiv ist. Im März eröffnete so.cool einen neuen Standort im Wiener Technologiezentrum Seestadt.
Dæly
Die Dæly-Gründer v.l.: Paul Truffner, Florian Ritter und Alexander Walliser | (c) Dæly
Sommerzeit ist Ferienzeit. Viele Familien stellt sie vor organisatorische Herausforderungen. Das Grazer Startup Dæly setzt genau hier an: bei der Planung. Ein 15,6 Zoll großer Touchscreen soll die Zettelwirtschaft von Einkaufslisten, Kalendern, To-Do-Anwendungen etc. beseitigen und so die Organisation erleichtern. Kinder besäßen laut Co-Founder Florian Ritter noch kein Smartphone. Daher müssen Eltern neben digitalen auch analoge Kalender pflegen. Die Organisation werde daher auf bis zu acht verschiedenen Geräten abgewickelt, was zu mangelndem Überblick, ständigen Missverständnissen und Koordinationsstress im Alltag führe.
Egal ob Meisterschaft, Camps oder Trainingslager: Im Sommer blühen Österreichs Vereine auf. Auch bei ihnen ist die Organisation oftmals nicht leicht. Der Vereinsplaner soll Vereinsvorständen die tägliche Arbeit erleichtern. Das Online-Verwaltungstool kann von der Terminplanung über Mitgliedermanagement bis hin zu Dokumentenverwaltung eingesetzt werden. 2022 machte das Startup mit einem Auftritt bei “2 Minuten 2 Millionen” erstmals auf sich aufmerksam. Zuletzt dehnte das Unternehmen seine Aktivitäten nach Deutschland aus. Mit einer Niederlassung in Passau sollen die Betreuung vor Ort sowie lokale Partnerschaften intensiviert werden.
In keiner Jahreszeit gibt es so viele Sonnenstunden wie im Sommer. Das erhöht auch die Stromproduktion von PV-Anlagen. Das Energy-Sharing-Startup Sonnnig verwaltet Energiegemeinschaften. So können z.B. Familien ihre Wohnsitze verbinden und Strom austauschen oder Einzelpersonen ihr Strom-Guthaben einlösen. Ursprünglich konzentrierte sich das Startup auf Endverbraucher, also Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden. Nun soll Sonnnig aber auch mit Energieversorgern kooperieren, denn Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem.
infrared.city
Der Hitzestress in Wien wird hier visualisiert. (c) Live.infrared.city
Die Sommer werden immer heißer und Großstädte wie Wien stehen zunehmend unter Hitzestress. Die Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern unter Umständen auch gefährlich. Das ClimateTech-Startup live.infrared.city möchte dem entgegenwirken. Es liefert eine kostenlos abrufbare Echtzeit-Hitzekarte, die das gesamte Wiener Stadtgebiet abdeckt. Dadurch sollen unkompliziert die kühlste Route, die schattigsten Straßen oder das heißeste Gebiet gefunden werden. Wien war die erste Stadt, die von live.infrared.city abgedeckt wurde. Mittlerweile sind auch London, New York und Stuttgart auf der Webseite zu finden.
Kennt ihr noch Startups, die euch den Sommer erleichtern? Dann schreibt uns unter [email protected].
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Makler-Riese RE/MAX DCI will mit Conda im Immo-Crowdinvesting Fuß fassen
Von den 67,06 Millionen Euro an Crowdinvesting-Volumen entfielen 2019 ganze 52,9 Millionen Euro auf das Immo-Crowdinvesting-Segment.
Trotz einzelner Projekte konnte Conda dort bislang nie Fuß fassen und blieb in den vergangenen Jahren beim Volumen letztlich weit hinter den darauf spezialisierten Plattformen.
Über den Umweg einer strategischen Partnerschaft mit der neuen Plattform RECrowd könnte sich daran nun etwas ändern.
Im Gegensatz zum Mitbewerb decke man mit der Plattform die gesamte Wertschöpfungskette im Immobilien-Bereich ab, heißt es von RECrowd.
Der Startschuss der Plattform erfolgte mit einem Wohnprojekt in Bad Pirawarth im niederösterreichischen Weinviertel.
Eineinhalb Millionen Euro sollen dabei eingesammelt werden, wobei die Funding-Schwelle 800.000 Euro beträgt.
AI Kontextualisierung
Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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