16.05.2025
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Das war der Afterwork Mixer von RBI und Elevator Ventures

Raiffeisen Bank International (RBI) und Elevator Ventures haben unter dem Titel "Afterwork Mixer" internationale Gäste wie auch bekannte Gesichter der heimischen Innovations-Szene zum Networking in die Strandbar Herrmann geladen. brutkasten war mit dabei.
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Teilnehmer:innen des Afterwork Mixer von RBI und Elevator Ventures
Teilnehmer:innen des Afterwork Mixer von RBI und Elevator Ventures | Foto: Viktoria Waba, brutkasten

Die Vienna Up ist in vollem Gange und mit dabei sind auch Raiffeisen Bank International (RBI) und Elevator Ventures, der Venture-Capital-Arm der RBI. Am vergangenen Freitag luden beide gemeinsam unter dem Titel „Afterwork Mixer“ in die Strandbar Herrmann in Wien. Das Ziel: ein lockerer Austausch innerhalb der Startup-, Investoren- und Innovations-Community.

„Die Vienna Up ist das größte Startup-Event in Wien. Es kommen Tausende Menschen aus unseren Heimmärkten – also Österreich sowie Zentral- und Osteuropa – nach Wien. Uns war es wichtig, dass auch wir eine Möglichkeit schaffen, in einer lockeren Atmosphäre in den persönlichen Austausch mit anderen Venture-Capital-Investoren und mit Startups zu kommen“, erläutert Maximilian Schausberger, Geschäftsführer von Elevator Ventures, gegenüber brutkasten.

Hans-Jörg Horvath, Head of Group Strategy bei der RBI, ergänzt: „Für uns ist die Schnittmenge Corporates, Startups und Innovation gerade in Zeiten wie diesen extrem wichtig. Wir bearbeiten den Markt intern sehr gut mit unterschiedlichen Szenarien, aber der externe Input ist ebenso wichtig für uns – und den bekommen wir auf Veranstaltungen wie dieser.“

Hans-Jörg Horvath (RBI) und Maximilian Schausberger (Elevator Ventures) eröffnen die Veranstaltung | Foto: brutkasten/Viktoria Waba

Internationale und österreichische Gäste in der Strandbar Herrmann

Bei sonnigem Wetter fanden sich sowohl internationale Gäste als auch bekannte Gesichter aus der heimischen Startup-Szene in der Bar am Wiener Donaukanal ein. Mit dabei war etwa Florian Wimmer, in dessen Startup Blockpit Elevator Ventures kürzlich investiert hat (brutkasten berichtete). „Ich war mit vielen Leuten, die heute dabei sind, schon in Kontakt – auch aus Osteuropa. Da ist es natürlich super, wenn man sich auch persönlich trifft. Für mich geht es einfach darum, spannende Leute kennenzulernen und gute Gespräche zu führen.“

Ein Gruppenfoto der Teilnehmer des Afterwork Mixer von RBI und Elevator Ventures
Blockpit-Gründer Florian Wimmer | Foto: brutkasten/Viktoria Waba

Zu den internationalen Gästen, die sich vor Ort einfanden, zählt auch der bosnische Investor Harun Mlivo, Co-Founder und Managing Partner von 38X Ventures. „Ich komme aus Sarajevo, wir haben gerade vor einer Woche Techstars dorthin gebracht. Und heute bin ich hier in Wien, weil wir künftig mit RBI und Elevator Ventures zusammenarbeiten wollen, um gemeinsam Startups aus der Westbalkan-Region zu unterstützen.“

Investor und Gründer Harun Mlivo | Foto: brutkasten/Viktoria Waba

Mit dabei war auch Nadia Barňáková, die in der Innovationsabteilung der Tatra Banka in Bratislava, einer Tochter der RBI, als Venture Builder tätig ist. „Ich habe schon gewusst, dass heute ein interessantes Publikum vor Ort sein würde. Ich möchte vor allem mit Startups ins Gespräch kommen und mehr über ihre Ideen erfahren – etwas in die Tiefe gehen. Vielleicht entdecke ich dabei Ideen, die wir auch bei Tatra umsetzen können“.

Nadia Barňáková, Tatra Banka | Foto: brutkasten/Viktoria Waba

Hier weitere Impressionen von der Veranstaltung:

Alle Fotos: brutkasten/Viktoria Waba

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Follow startet mit der FHWien der WKW eine Social-Media-Ausbildung auf Hochschulniveau

Die Wiener Social-Media-Agentur Follow launcht mit Unterstützung der FHWien der WKW einen Online-Lehrgang für Social Media. Die Gründer wollen damit ein Problem lösen, das sie aus dem eigenen Agenturalltag kennen: Wer Social Media professionell lernen wolle, finde bislang keine zertifizierte, praxisnahe Ausbildung.
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Für Ilja Jay Lawal und Pedram Parsaian, die Gründer der Social-Media-Agentur Follow, schließt sich mit dem neuen Lehrgang ein Kreis. Beide haben an der FHWien der WKW Kommunikationswirtschaft studiert und sich dort kennengelernt. Seit mehreren Jahren sind sie zudem als Lektoren an der Hochschule tätig. Auch geschäftlich besteht bereits eine Verbindung: Die FHWien der WKW ist Kundin der Agentur, die für sie unter anderem Performance-Marketing und Influencer-Marketing-Projekte umsetzt, um neue Studierende anzusprechen.

Follow hat heuer bereits mehrfach Schlagzeilen gemacht: Zu Jahresbeginn beteiligte sich Musiker RAF Camora mit fünf Prozent an der Agentur (brutkasten berichtete), im August wurde Follow offizieller Social-Media-Vermarktungspartner der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe und damit Kooperationspartner von deren Vermarktungs-Unit Seven.One Austria (brutkasten berichtete). Mit dem Lehrgang folgt nun der Schritt ins Bildungsgeschäft.

„Du kannst Social Media nicht studieren“

Die Motivation für die neue Ausbildung kommt direkt aus dem Agenturalltag. „Da merken wir in der Praxis sehr stark: Du kannst Social Media nicht studieren. Es gibt keine zertifizierte, universelle Ausbildung, wo man sagt: Wenn du das gelernt hast, dann kannst du es“, sagt Lawal im Gespräch mit brutkasten. Die Agentur erhalte laufend Bewerbungen von Menschen, die in den Bereich einsteigen wollen, aber keine praktische Erfahrung mitbringen und keinen Ort haben, an dem sie das Handwerk lernen können.

Gleichzeitig sei der Beruf deutlich anspruchsvoller geworden. Waren Social-Media-Manager:innen früher vor allem für Texte und Themenauswahl zuständig, brauche es heute deutlich mehr: „Zusätzlich bist du Videograf, Fotograf, machst Grafik. Du musst mit dem Smartphone alles Mögliche können“, so Parsaian. Der Job sei mittlerweile einer der schwierigsten im Marketing-Mix, obwohl er oft noch als kleiner Teil des Marketings gelte.

Dass die Ausbildung nicht im Alleingang, sondern mit einer Hochschule entsteht, war für die Gründer eine bewusste Entscheidung. Es gebe zwar bereits Online-Kurse zum Social Media Manager, diese seien aber reine Theoriekurse, hinter denen weder eine Hochschule noch eine Agentur mit Praxiserfahrung stehe. Die Unterstützung durch die FHWien der WKW soll das ändern.

Online-Videokurs mit KI-Kapitel

Der Lehrgang ist als Online-Videokurs konzipiert und auf drei Monate ausgelegt, kann aber im individuellen Tempo absolviert werden, etwa abends oder am Wochenende neben dem Job. Am Ende steht ein Zertifikat. Die Module werden von einem gemischten Team unterrichtet: FH-Professor:innen, Mitglieder des Follow-Teams inklusive der beiden Gründer sowie externe Expert:innen, etwa aus den Bereichen Recht und Psychologie. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Einsatz von KI im Social-Media-Bereich. Der reguläre Preis liegt bei 2.970 Euro.

Die Ausbildung richtet sich an drei Zielgruppen: junge Menschen, die Social Media Manager:innen werden wollen, KMU und Marketingteams, die Social Media für das eigene Unternehmen aufbauen möchten, sowie Creator und Influencer:innen, die professioneller mit ihren Kanälen umgehen wollen.

Seitens der FHWien der WKW betont Studiengangsleiter David Dobrowsky den Anspruch der Ausbildung: „Der Anspruch dieser Ausbildung ist es, Social Media als eigenständiges und zentrales Feld von Unternehmenskommunikation und Marketing zu vermitteln. Professionelle Social-Media-Kommunikation braucht beides: fundiertes Wissen und praktische Anwendungsskills der Tools. Deshalb werden theoretische Grundlagen mit dem Umgang mit relevanten Tools und konkreten Anwendungen verbunden.“

KI senkt die Eintrittsbarriere, ersetzt aber niemanden

Dass KI den Bereich verändert, sehen die Gründer täglich. Die Eintrittsbarriere sei geringer geworden, weil sich mit KI-Unterstützung durchaus brauchbare Social-Media-Pläne erstellen ließen. „Ein einzelner Social-Media-Manager mit KI ist vielleicht so wie ein Team von drei, vier, fünf Leuten“, sagt Lawal. Eine echte Person ersetzen könne die Technologie aber nicht: „Dazu braucht man auch den Blick auf das, was sich laufend verändert. Es ist eine massive Arbeitserleichterung, Stand jetzt aber kein Ersatz.“

Neuer Revenue Stream für die Agentur

Für Follow ist der Lehrgang auch ein Business Case. Die Agentur ist nach eigenen Angaben auf 35 Mitarbeiter:innen gewachsen, bei einem jährlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Das bringt ein Problem mit sich: „Wir sind mittlerweile einfach als Agentur zu groß für viele Kleine. Die kleine Immobilienkanzlei zu betreuen, rechnet sich für uns als Case nicht mehr“, sagt Lawal. Anfragen kleinerer Unternehmen müsse man ablehnen, obwohl auch diese Hilfe im Social-Media-Bereich bräuchten.

Der Lehrgang soll genau diese Lücke schließen und zugleich einen neuen, skalierbaren Umsatzstrom eröffnen, der nicht mit zusätzlichem Personal wächst. Selbst im schlechtesten Fall sehen die Gründer keinen Nachteil: Dann bleibe eine interne Schulungsressource für das eigene Team und das Onboarding. Künftig sollen auf der Videoplattform auch Vertiefungen dazukommen, etwa in den Bereichen Influencer-Marketing und Content Creation.

Sieglinde Martin, Head of Department of Communication an der FHWien der WKW, sieht in der Kooperation auch eine besondere Verbindung zur eigenen Alumni-Community: „Für uns als FHWien der WKW war schnell klar, dass wir mit so erfolgreichen Absolventen wie den Gründern von Follow kooperieren wollen. Sie setzen in ihrem Agenturalltag praktisch perfekt um, was wir in unseren Studiengängen am Department of Communication lehren. Es ist uns wichtig, diese Weiterbildung nicht nur zu unterstützen, sondern sie vor allem mit fundierten theoretischen Grundlagen und aktuellen Insights aus der Wissenschaft zu begleiten. Besonders freut es uns natürlich, dass wir so wieder mit ehemaligen Studenten zusammenarbeiten können und sich somit für uns der Kreis auf eine ganz besondere Weise schließt.“

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