31.01.2024

Raus: Hospitality-Startup startet in Österreich

Raus treibt seine Expansion in Europa mit der Erschließung von Österreich, dem ersten Markt jenseits von Deutschland, voran.
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Raus, Urlaub in der Natur
(c) Raus- Das Raus-Team expandierte nach Österreich.

Raus ist eine Plattform für immersive Naturerlebnisse und bietet mit mobilen Unterkünften Rückzugsorte inmitten der Natur an – inklusive Aktivitäten rund um kulinarische Erlebnisse und Wissensvermittlung. Zu den Angeboten der Plattform zählen unter anderem Alpakawanderungen, Bauernhofbesuche, geführte Meditationen oder Food-Pakete lokaler Hofläden.

Raus: Zusätzliches Einkommen für Betriebe

Raus arbeitet dabei eng mit Landeigentümer:innen wie Land- und Forstwirt:innen zusammen und unterstützt sie, ungenutztes Land sinnvoll einzusetzen, um zusätzliches Einkommen für ihre Betriebe zu generieren.

Hinter Raus stehen Investor:innen wie ROCH Ventures, Speedinvest, 10x Founders, Rockaway Ventures, Dupuis Investment, Rivus Capital, Shio Capital, NFQ Capital, Bellevue Holding GmbH, Ennea, Founderment, Roadsurfer und die Gründer von Airbnb, Boscor Group, HomeToGo, Lieferando, Planetly, TIER Mobility oder Tourlane.

Ab in den Süden

Nachdem das Berliner Startup im vergangenen Jahr ein anhaltendes Wachstum verzeichnen konnte, sieht das Unternehmen in Österreich nicht nur eine wachsende Nachfrage, sondern mit seiner zentralen Lage auch den Schlüssel zur Expansion in südeuropäische Reisegebiete.

„Als Gesellschaft sind wir wesentlich sensibler geworden für Themen wie Achtsamkeit, mentale Gesundheit und nachhaltiges Reisen. Wir wissen um den Effekt, den die Natur auf unser Wohlbefinden hat – und welche wichtige Rolle sie im Kampf gegen den Klimawandel spielt. Insofern berücksichtigen wir mit Raus eine prägende Entwicklung unserer Gegenwart, ganz unabhängig von jeglichen Ländergrenzen. Österreich ist für uns nur der erste Schritt und unser Tor nach Europa: Wir sind überzeugt, dass unser Konzept länderübergreifend erfolgreich sein wird“, sagt Julian Trautwein, Co-Gründer und Geschäftsführer von Raus.

Die neuen Raus-Standorte

Die neuen Standorte Straußenwiese, Obstbaumwiese und Wildblumenwiese befinden sich nahe bedeutender UNESCO-Welterbestätten: der Kulturlandschaft Wachau, der Region Salzkammergut, der Altstadt von Salzburg sowie Wien.

Binnen zwei Jahren nach der Gründung hat Raus bisher über zehntausend Gästen in mehr als 55 Cabins geholfen, fernab des Stadtlebens neue Energie zu schöpfen. Nachdem das Startup im vergangenen Jahr mit einer Umsatzsteigerung über 500 Prozent, einer Verdreifachung des Buchungsvolumens und einer Verfünffachung seiner Gäste im Vergleich zum Vorjahr ein anhaltendes Wachstum verzeichnen konnte, hat das Unternehmen für 2024 die Eröffnung weiterer Standorte in Österreich und die Erschließung weiterer europäischer Märkte im Blick.

Weitere Ziele

Zudem hat sich Raus zum Ziel gesetzt, weitere Gemeinschaftsstandorte zu eröffnen, die firmeneigene Technologie für ein nahtloses Buchungserlebnis zu optimieren, sein Cabin Model 2.0 zu lancieren und seine Plattform für Naturerlebnisse mit neuen Produkten und Dienstleistungen zu erweitern.

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Gruppenfoto bei den Circular Innovation Awards | (c) Rafael Haider_Circular Economy Forum Austria

Am 28. Oktober wurde im Wiener Haus der Industrie erstmals der Circular Innovation Award Austria verliehen. Aus 57 Einreichungen wählte eine internationale Jury fünf Kategoriesieger und zwei Sonderpreisträger aus. Der Innovationspreis steht unter der Patronanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und soll Unternehmen sichtbar machen, die mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen die Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

refurbed und Vetropack unter den Gewinnern

In der Kategorie „Circular Business Model Innovation“ wurde das Wiener Scaleup refurbed ausgezeichnet. Der Marktplatz für generalerneuerte Elektronik ist mittlerweile in 24 Ländern aktiv und nach eigenen Angaben seit 2024 profitabel. Insgesamt sollen durch das Geschäftsmodell bereits rund 474.000 Tonnen CO₂ eingespart worden sein. Zuletzt erweiterte das Unternehmen sein Trade-In-Programm, über das nun auch gebrauchte Gaming-Konsolen und Tablets zurückgekauft werden.

Den Preis für „Circular Industry Innovation“ erhielt Vetropack Austria. Das Unternehmen entwickelte mit „Rezon“ nach eigenen Angaben die weltweit erste Mehrweg-Glasflasche in gehärteter Leichtbauweise. Sie benötigt weniger Material und soll gleichzeitig mehr Umläufe ermöglichen. Damit will Vetropack den Ressourcenverbrauch reduzieren und Mehrwegsysteme attraktiver machen.

Fünf weitere Auszeichnungen vergeben

Das Grazer Startup byeagain erhielt den Titel „Circular Startup of the Year“ für seine KI-gestützte Aufbereitung von Retourwaren. Brantner Green Solutions wurde für seine GLASY-Technologie mit dem „Technological Circularity Breakthrough Award“ ausgezeichnet. Damit kann Glas aus der Restmüllverwertung zurückgewonnen und erneut für Verpackungen verwendet werden.

Der „Circular Collaboration Award“ ging an GzG Gipsrecycling, ein Gemeinschaftsunternehmen von PORR, Saint-Gobain Austria und Saubermacher. Dessen Anlage verarbeitet alte Gipskartonplatten zu wiederverwendbarem Gips und kann damit bis zu 40 Prozent Naturgips ersetzen.

Zwei Sonderpreise gingen an BauKarussell für die Verbindung von zirkulärem Gebäuderückbau mit sozialer Beschäftigung sowie an den Textildienstleister Salesianer für sein auf Langlebigkeit, Reparatur und Recycling ausgerichtetes Mietmodell.

Fortsetzung für 2027 geplant

Hinter dem Award stehen das Circular Economy Forum Austria, Schiefer Rechtsanwälte und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark. „Wir holen Unternehmen vor den Vorhang, die mit konkreten Lösungen zeigen, dass Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich tragfähig und wettbewerbsrelevant ist“, sagt Karin Huber-Heim, Präsidentin Circular Economy Forum Austria.

Der Circular Innovation Award soll auch 2027 wieder vergeben werden. Unternehmen können ihre Projekte ab April kommenden Jahres einreichen.

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