25.09.2023

Rapper Cro unterstützt Müsli-Tech-Startup und will “Cerealien-Markt auseinandernehmen”

“Wir sind bereit, den Cereal-Markt auseinanderzunehmen", meint der deutsche Rapper Cro über das neue, zuckerfreie Müsli "Spacies" am Markt.
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Der deutsche Rapper Cro sieht Potenzial in der zuckerfreien Müsli-Alternative © Glenn Francis, www.PacificProDigital.com / spacies.de

Frühstückscerealien, Müsli und Granola gehören in den meisten Fällen “eigentlich ins Süßigkeitenregal”, so die beiden Gründer Rouven Kosel und Carsten Hinzer. “Ein Großteil unserer Volkskrankheiten ist auf einen erhöhten Zuckerkonsum zurückzuführen”, so das Gründerteam.

Dieses Problem wollen die Gründer Kosel und Hinzer aus Essen in Nordrhein-Westfalen lösen und “Cerealien wieder auf die richtige Umlaufbahn lenken“. Mit ihrem FoodTech-Startup Spacies hat das Gründerteam das gleichnamige Frühstücksprodukt entwickelt, das 96 Prozent weniger Zucker als herkömmliche Cerealien enthalten soll.

Mit Karotten und Süßkartoffeln gefärbt

“Unsere Frühstücksloops bestehen aus 41 Prozent Milchprotein Isolat, Reismehl, Süßungsmitteln und natürlichen Farbstoffen aus dem Konzentrat der Süßkartoffel oder Karotte.“ Spacies enthalten keinen hinzugefügten Zucker, sind zudem “High Protein“ und “Lower Carb” – also weniger kohlenhydratreich – als herkömmliche Frühstückscerealien, so die Website des FoodTechs.

Aktuell gibt es Spacies in sechs verschiedenen Sorten: Aktuell sind die Frühstücksloops über die Unternehmenswebsite erhältlich – und zwar als Cosmic Choco (Schokolade), Cinna Moon (Zimt), Blueberry Bang (Heidelbeere) und Alpha Vanilla (Vanille).

Rapper Cro: “Wir sind bereit, den Cereal-Markt auseinanderzunehmen”

Zwei weitere Sorten sind aktuell in der Pipeline – und zwar unter Zusammenarbeit mit dem deutschen Rapper und Sänger Cro, der sich zur gesunden Cerealien-Alternative wie folgt äußert: “ „Ich bin seit kurzem bei Spacies mit an Bord und wir haben mit ganz viel Liebe ein neues Produkt entwickelt. Wir sind bereit, den Cereal-Markt auseinanderzunehmen.“


Um bald auch im Einzelhandel erhältlich zu sein, pitchen die Spacies-Gründer in der Höhle der Löwen diesen Montag um 20.15 Uhr auf VOX. Weiters dabei sind: the blood, sollso, TeaBlobs und elly&bruce.

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Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

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