23.06.2025
FÖRDERUNG

Propcorn AI: Wiener Startup holt 640.000 Euro FFG-Förderung – mit Aussicht auf mehr

Propcorn AI nutzt die Förderung aus dem FFG-Basisprogramm für die Weiterentwicklung der hauseigenen KI-Plattform.
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Propcorn AI
(c) Propcorn FlexCo

Seine KI erkenne ungenutzte Potenziale im Immobilienbereich in Sekunden – das ist der Claim des Wiener PropTech-Startups Propcorn AI – brutkasten berichtete bereits. „Die Software analysiert tausende Immobiliendaten – von Flächenwidmung über Bebauungspläne bis hin zu gesetzlichen Rahmenbedingungen – und liefert rechtlich fundierte Neubau- und Nachverdichtungspotenziale in Echtzeit“, heißt es vom Startup. Zielgruppe sind dabei Projektentwickler:innen, Architekt:innen, Städte, Banken und Investor:innen.

FFG-Basisprogramm: 640.000 Euro für Propcorn AI im ersten von drei Jahren

Nun verkündete Propcorn AI eine größere Förderung im Rahmen des FFG-Basisprogramms. 640.000 Euro davon erhält das Startup im ersten Jahr. Die Förderung ist auf drei Jahre angesetzt. „Diese Förderung ermöglicht es uns, unsere Produkt-Roadmap zu beschleunigen und die Leistungsfähigkeit unserer Plattform gezielt auszubauen“, kommentiert Niki Stadler. Er hat das Unternehmen 2024 gemeinsam mit Benjamin Buchta und Bertty Contreras gegründet.

Kapital fließt in Weiterentwicklung der KI-Plattform

Die Mittel sollen in die Weiterentwicklung der hauseigenen KI-Plattform fließen. Konkret wolle man bestehende Funktionen gezielt verbessern und ausbauen – „insbesondere im Bereich der automatisierten Potenzialanalyse und der intelligenten Auswertung von Widmungs- und Immobiliendaten“. Gleichzeitig werde das Team erweitert, heißt es von Propcorn AI.

Auch als White-Label-Lösung für Städte

Künftig wolle man neben dem Fokus auf die Immobilienwirtschaft die Zusammenarbeit mit Städten und öffentlichen Institutionen weltweit forcieren. „Im Mittelpunkt stehen wachstumsstarke Ballungsräume mit hoher Bevölkerungsdichte – dort, wo verfügbare Flächen knapp sind und smarte Nachverdichtungslösungen besonders gefragt sind“, heißt es vom Startup. Dazu werde man Propcorn AI auch als White-Label-Lösung anbieten, „die es Städten ermöglicht, die Plattform als digitalen Service für die Öffentlichkeit bereitzustellen.“

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Die Adspresso-Geschäftsführer (v.r.) Daniel Muftić und Marcus Schnellinger © Adspresso

Rund 30 Stunden aktive Arbeitszeit fallen laut Adspresso bei der Besetzung einer offenen Stelle an. Diesen Aufwand will das Welser Startup auf unter eineinhalb Stunden senken, also um 95 Prozent. Erreichen wollen die Gründer Daniel Muftić und Marcus Schnellinger das mit TalentBlend, einer KI-Plattform für die Fachkräftegewinnung. Ein erstes Modul ist nun als Prototyp bei einem Testkunden im Einsatz.

Vom Agenturgeschäft zur Software

Hinter TalentBlend steht ein Verfahren, das Adspresso bisher als Agenturleistung manuell umsetzt. Unternehmen werben dabei Fachkräfte über Active Sourcing, Werbeanzeigen auf Meta, TikTok, Google und LinkedIn sowie ein kurzes Bewerbungs-Quiz an. Telefonisch werden die Kandidat:innen anschließend vorqualifiziert. Angesprochen werden sollen vor allem wechselbereite Fachkräfte, die nicht aktiv auf Jobbörsen suchen. Als Zielgruppe nennt Adspresso Industrie und Mittelstand. Ihr Know-how bringen Muftić und Schnellinger aus früheren Marketing- und Recruiting-Jobs bei Resch&Frisch und BRP-Rotax mit.

Ein Modul live, zwei in Entwicklung

Die Software besteht aus drei Bausteinen. Am weitesten ist die sogenannte „Creative Engine“. Sie soll aus der Stellenausschreibung sowie Foto- und Videomaterial des Betriebs automatisiert die Werbemittel einer Kampagne erstellen, inklusive CI-Vorgaben und arbeitsrechtlichen Anforderungen. „Was früher Tage an Abstimmung und Gestaltung gebraucht hat, entsteht heute aus Stellenausschreibung und Bildmaterial in einem automatisierten Ablauf“, sagt Schnellinger. Beim Testkunden, einem Industriebetrieb, verkürzt sich die Kampagnenerstellung laut Adspresso bisher um rund 40 Prozent.

Ein zweites Modul, eine Voice AI, soll innerhalb einer Minute nach Bewerbungseingang ein strukturiertes Erstgespräch führen. Fragen zu Alter, Herkunft oder Gesundheit sollen dabei technisch ausgeschlossen sein. Ein erster Prototyp konnte die Vorqualifizierung laut dem Unternehmen jedoch noch nicht verlässlich übernehmen. „Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir noch einmal in die Grundlagenarbeit gehen müssen“, so Schnellinger. Ebenfalls in Entwicklung ist ein Dashboard, das Kandidat:innen nach Qualifikation aufbereiten soll.

Niedriger sechsstelliger Betrag gesucht

Finanziert wurden die bisherigen Prototypen aus dem laufenden Agenturgeschäft. Dessen Monatsumsatz liegt laut Adspresso bei rund 25.000 Euro. Für die weitere Entwicklung, insbesondere der Voice AI, benötigt das Startup nun zusätzliche Mittel. Kalkuliert wird mit einer niedrigen sechsstelligen Summe, Gespräche mit Förderstellen und Kapitalgebern laufen nach Angaben der Gründer bereits. Langfristig soll TalentBlend zu einem eigenständigen SaaS-Produkt werden, das Betriebe selbst bedienen können. Einen Termin für den Marktstart nennt Adspresso noch nicht, dieser hänge vom Verlauf der Finanzierung ab.

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