23.09.2025
NACHHALTIGKEIT

Projekt Ahead von AIT und Takeda startet: „Zeigt, wie aus Stärken Innovation entsteht“

Am 22. September fand die offizielle Inbetriebnahme von Ahead beim Pharmaunternehmen Takeda in Wien statt. Damit befindet sich eine umweltfreundliche Lösung für CO₂-freie Dampferzeugung für industrielle Prozesse am Markt, "die in dieser Form einzigartig ist", heißt es.
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Die Inbetriebnahme von Ahead mit renommierten Gästen | Foto: Takeda Fotograf: Gregor Schweinester

Das internationale Pharmaunternehmen Takeda setzt neue Maßstäbe in der pharmazeutischen Industrie: Am Standort Wien wurde das Projekt Ahead gestern, den 22. September 2025, offiziell in Betrieb genommen.

Bei Ahead handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt, im Zuge dessen Prozessdampf vollständig ohne fossile Energieträger erzeugt werden soll. Das Vorhaben ist eine Kooperation mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) und Takeda und soll nicht nur eine Verringerung des CO₂-Ausstoßes für industrielle Prozesse bewirken, sondern auch eine langfristige Verbesserungen für nachhaltige Produktionsprozesse weltweit herbeiführen.

Umweltfreundliche Dampferzeugung bei Takeda

Brutkasten berichtete bereits 2023 über das damals neu gelaunchte Forschungsprojekt. Gestern wurde Ahead offiziell in Betrieb genommen. Ahead steht für „Advanced Heat Pump Demonstrator“ – ein Hochtemperatur-Wärmepumpensystem, das mit 100 Prozent natürlichen Kältemitteln arbeitet. Damit kann Prozessdampf erzeugt werden, wie er in der pharmazeutischen Produktion benötigt wird: Beim Partnerunternehmen Takeda in Wien sind das in etwa 184 Grad Celsius bei elf bar(a).

Das Besondere: Ahead nutzt nicht nur reine Stromquellen ohne fossile Brennstoffe, sondern verknüpft sich mit der bereits existierenden Energiezentrale am Standort sowie mit saisonal verfügbarer Abwärme aus bestehenden Kälteanlagen.

Jährlich bis zu 1.600 Tonnen weniger CO₂

Der Wiener Takeda-Standort könnte durch Ahead jährlich bis zu 1.600 Tonnen CO₂ einsparen, was etwa einer Reduktion von 80 Prozent der Emissionen dieses Produktionsstandortes entspricht.

Takeda hat sich weltweit zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen in den eigenen Betrieben bis 2035 verpflichtet. Dabei wird das Projekt Ahead als ein zentraler Baustein gesehen, um dieses Ziel zu erreichen. Die gewonnenen Erkenntnisse aus einem wissenschaftlich begleiteten Monitoring mit über 4.000 Betriebsstunden sollen auf andere Standorte und Industrien übertragbar sein.

„Ahead zeigt, wie aus Stärken Innovation entsteht“

Wolfgang Hattmansdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, äußert sich positiv über den Projektfortschritt von Ahead: „AHEAD zeigt, wie aus diesen Stärken Innovation entsteht, die Wertschöpfung schafft und unseren Standort international sichtbar stärkt. Meine Gratulation gilt allen, die zu diesem Vorzeigeprojekt beigetragen haben.“

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Pharmaunternehmen Takeda und dem AIT Austrian Institute of Technology. Außerdem wird es finanziell durch die Forschungsinitiative „NEFI – New Energy for Industry“ unterstützt, gefördert vom Klima- und Energiefonds, mit Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.

Außerdem wird Ahead nicht nur lokal in Wien genutzt: Auf der Expo 2025 in Osaka, Japan wird das Projekt im Österreich-Pavillon als Beispiel für wegweisende Technologien präsentiert. Takeda plant, die Technologie nicht nur am Wiener Standort, sondern auch global zu adaptieren. Das Monitoring soll Erkenntnisse liefern, die bei der Skalierung helfen.

Zukunft der nachhaltigen Arzneimittelproduktion

Das Projekt Ahead eröffnet große Chancen für die Zukunft der nachhaltigen Arzneimittelproduktion. Immerhin verspricht es eine Reduktion von CO₂-Emissionen. Österreich soll sich mit dieser Technologie als Vorreiter für innovative und klimafreundliche Industrieprojekte positionieren können, was nicht zuletzt auch zur Erreichung nationaler und internationaler Klimaziele beiträgt und einen notwendigen Schritt zur Dekarbonisierung der Prozesswärme darstellt.

Gleichzeitig muss sich das System unter realen Produktionsbedingungen über längere Zeiträume bewähren und stabile Ergebnisse liefern. Auch die wirtschaftliche Seite spielt eine Rolle: Die hohen Investitionskosten sowie der Aufwand für Monitoring und Wartung müssen sich langfristig amortisieren. Zudem stellt sich die Frage der Übertragbarkeit, da unterschiedliche Standorte und Industrien jeweils spezifische Prozessanforderungen mitbringen, die individuelle Anpassungen erfordern.

Gelingt es, die Praxistauglichkeit und Skalierbarkeit des Projekts nachzuweisen, könnte Ahead weitreichende Veränderungen in der industriellen Energienutzung anstoßen und als internationales Modell für klimafreundliche Produktionsprozesse dienen, heißt es vonseiten der Projektpartner.

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Context64.ai CEO & Founder Marko Lah (r.) mit COO Jan Bernasch (l.)

Das steirische Startup Context64.ai, gegründet von Marko Lah, hat sich auf die Bereitstellung horizontaler und industrieagnostischer KI-Infrastruktur spezialisiert. Erst Anfang des Jahres ging das Unternehmen mit der deutschen 3DSE Management Consultants GmbH eine strategische Allianz ein – brutkasten berichtete. Nun stellen die Grazer die technologische Plattform für die neue „Data2AI“-Produktlinie des deutschen Softwareentwicklers Emposo bereit.

Klare Rollenverteilung

Die Rollenverteilung bei der Kooperation ist klar: Context64 stellt die Plattform, Emposo baut daraus fertige Kundenlösungen. Emposo ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hays Holding. Während der Mutterkonzern Hays primär als weltweit agierender Personaldienstleister im Recruiting-Bereich bekannt ist, konzentriert sich Emposo als spezialisierter Lösungsanbieter auf IT- und Engineering-Dienstleistungen sowie die Abwicklung von Werk- und Serviceverträgen. Nach einer einjährigen Pilotphase wurde die Zusammenarbeit mit dem Grazer Startup nun fest verankert.

Strukturierte Daten statt KI-Halluzinationen

Der Software-Stack von Context64.ai setzt beim sogenannten Kontextproblem herkömmlicher Sprachmodelle an. Über den „Data Context Hub“ werden verteilte Unternehmensdaten – darunter Anforderungen, Stücklisten und Qualitätsdaten – in einem Knowledge Graph miteinander vernetzt.

Die ergänzende Komponente „M4AI“ (Memory for AI) ermöglicht KI-Agenten den gezielten Zugriff auf dieses strukturierte Wissen. Dadurch navigieren die Agenten entlang der realen Unternehmensstruktur, anstatt isolierte Dokumente zu durchsuchen. Das soll Verarbeitungszeiten verkürzen, Fehlantworten (Halluzinationen) minimieren und den Ressourceneinsatz senken.

Pilotprojekt im Automobil-Sektor

Als ersten produktiven Anwendungsfall nennen die Unternehmen ein Projekt aus dem Automobil-Engineering, bei dem ausführbare Testfälle automatisiert aus Spezifikationen und Signaldaten erzeugt werden. Laut Aussendung führte der Einsatz der Software in dem langjährigen Kundenprogramm zu einer siebenfachen Produktivitätssteigerung gegenüber der zuvor wochenlangen manuellen Erstellung.

Context64.ai-Gründer Marko Lah sieht in dem Projekt ein übergeordnetes Muster für den Markt: „KI selbst wird zur Commodity – entscheidend ist, was darunter liegt: die saubere Vernetzung von Daten über Systemgrenzen hinweg, Präzision, effizienter Token-Einsatz.“, argumentiert er. „Die Domänenexperten sitzen bereits in den Unternehmen. Was fehlt, ist die Infrastruktur, dieses Wissen mit KI zu verbinden – die liefern wir als Plattform.“

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