04.10.2016

PrimeCrowd sucht noch genau ein Startup für die zweite Pitching-Runde

Die Crowdfunding-Plattform mit dem Mindestbetrag von 10.000 Euro veranstaltet nach dem Kick-Off im Mai nun Mitte November ein weiteres Pitching-Event. Ein Startup-Platz ist noch frei. Bis 20. Oktober können Interessierte sich mit einem kurzen Video bewerben.
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Markus Kainz (Mitte) und einige seiner PrimeCrowd-Gesellschafter. (c) PrimeCrowd
Markus Kainz (Mitte) und einige seiner PrimeCrowd-Gesellschafter. (c) PrimeCrowd

In Österreich gibt es mittlerweile einige Crowdinvesting-Plattformen. Die Ende 2015 von Business Angel Markus Kainz gegründete Plattform PrimeCrowd unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt von den anderen: Hier ist man als Investor erst ab einem Betrag von 10.000 Euro dabei. Sie ist damit die einzige österreichische Crowdfunding-Plattform, die sich gezielt an Investoren richtet. Und von denen konnte Kainz mit seiner Idee auch schon für das PrimeCrowd-Kick-Off-Event im Mai viele gewinnen.

+++ Interview mit Markus Kainz zu PrimeCrowd +++

Ein Platz ist noch zu vergeben

Am 16. November findet nun das zweite große Pitching-Event von PrimeCrowd statt. Kainz erwartet diesmal rund 350 Besucher, darunter viele Investoren und Größen aus Wirtschaft und Politik. Die Startups, die teilnehmen können, wurden bereits vorab ausgewählt. Dazu greift die Plattform auf ein Netzwerk an Inkubatoren, Acceleratoren und anderen Startup-Programmen in ganz Europa zurück, die ihre jeweils besten Startups weiterempfehlen. Ein Platz für das Event Mitte November ist allerdings noch frei: „Wir möchten einem Startup die Möglichkeit bieten, über die Kraft ihrer Anhänger und Freunde am Event teilnehmen zu können“, teilte Kainz dem Brutkasten exklusiv mit.

In diesem Video erklärt PrimeCrowd-Founder Markus Kainz die Details zur Bewerbung:

Sekundengenaue Vorgaben für das Bewerbungsvideo

Für das Pitching-Event können sich Startups noch bis zum 20. Oktober mit einem einminütigen Video bewerben. PrimeCrowd hat sehr genaue Vorstellungen vom Aufbau des Videos: In 20 Sekunden soll die Frage beantwortet werden, welches Problem das Startup löst. Jeweils zehn Sekunden haben Bewerber Zeit, um ihre größten Schwächen und Stärken zu beschreiben. Für die Frage, warum man in das Projekt passt, bleiben wiederum 20 Sekunden. Auch ein Unternehmensprofil ist online auszufüllen.

+++ The Power of Video: Wieso Video fürs Business wichtig ist +++

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Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
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Schon seit mehr als einem Jahr ist Reploid nun an der Wiener Börse (und plant bereits den Wechsel in den prime market, wie brutkasten berichtete). Eine große Aktienemission gab es bislang aber nicht. Stattdessen nutzte das Welser Insektenzucht-Scaleup auch nach dem Listing andere Finanzierungsformen, wie eine umsatzbasierte Finanzierung, Crowdinvesting und einen großen Wachstumskredit.

Darlehen werden 2027 verpflichtend in Aktien umgewandelt

Nun kündigte Reploid in einer verpflichtenden Meldung an, bis 31. 12. bis zu 30 Millionen Euro aufnehmen zu wollen und macht dies abermals nicht via Aktienemission, aber mit einem Instrument, das dieser schon recht nahe kommt: Das Scaleup emittiert eine Wandelschuldverschreibung. Dabei wird das nun aufgenommene Kapital verpflichtend zwischen 15. August und 9. September 2027 in Aktien umgewandelt.

Das passiert zum dann aktuellen Aktienkurs bzw. zu einem Durchschnittskurs, allerdings mit einem Discount von 20 Prozent. Bis dahin bekommen die Zeichner:innen auf das formell unbesicherte und nachrangige Darlehen zudem einen Zinssatz von 2,5 Prozent p.a.. Das Angebot richtet sich allerdings nur an einen geschlossenen Kreis. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 100.000 Euro.

Vorteile im Vergleich zu Aktienemission

Die Vorteile für Reploid bei dieser Vorgehensweise liegen indessen auf der Hand. Erstens ist die Wandelschuldverschreibung, im geschlossenen Kreis platziert, regulatorisch deutlich einfacher handzuhaben als eine Aktienemission. So muss etwa kein öffentlicher Prospekt erstellt werden und es gibt keinen aufwändigen Zulassungsprozess. Zweitens hat das Scaleup die Chance, die Unternehmensbewertung bis zur Wandlung so weit zu steigern, dass das aufgenommene Kapital vergleichsweise günstiger wird.

Zweiteres könnte wiederum durch die erfolgreiche Aufnahme des Kapitals als Erfolgsmeldung begünstigt werden. Generell muss sich Reploid nach wie vor beweisen: Der zuletzt veröffentlichte Jahresabschluss 2025 weist zwar an der Oberfläche beachtliche Gewinne aus, bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber eine durchaus komplexe Situation, wie brutkasten analysierte.

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