08.01.2024

Power to the People: Wiener Energie-Startup Nobilegroup startet mit neuem Stromtarif am Markt

Die Nobilegroup startet österreichweit unter der Marke "Power to the People" mit einem neuen Stromangebot. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Österreich und erneuerbaren Energiequellen. Die Preisbildung erfolgt dabei nicht an der Börse, sondern kommt direkt vom Erzeuger.
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(c) Nobilegroup

Bereits seit 2021 unterstützt die Nobilegroup rund um Lorena Skiljan und Peter Gönitzer Gemeinden, Unternehmen, Landwirte und private Haushalte bei der Entwicklung von Energiegemeinschaften. 2023 konnte das Unternehmen für das weitere Wachstum ein Millionen-Investment an Land ziehen. Zudem emittierte die Nobilegroup Ende November mit ihrer neuen Asset-Tochter Super Power Generation (SPG) ihre erste grüne Anleihe. Nun folgt das nächste Projekt des umtriebigen Startups. Unter der Marke Power to the People bietet die Nobilegroup ab sofort österreichweit einen Stromtarif an.

Strommix beinhaltet Wasser-, Wind- und Sonnenstrom

Das Angebot startet mit 8. Jänner, wie Lorena Skiljan gegenüber brutkasten bestätigt. Ab sofort können alle österreichische Unternehmen unabhängig ihrer Größe sowie alle Haushalte Strom von Power To The People beziehen. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Österreich und erneuerbaren Energiequellen, wie die Gründerin versichert. Der Erzeugerpool bzw. die dahinterstehende Bürgerenergiegemeinschaft besteht aktuell aus Kleinwasserkraftwerken in Oberösterreich und PV-Anlagen in Kärnten und der Steiermark. Zudem soll demnächst auch noch ein Windkraftwerk aus Niederösterreich folgen.

Power to the People: „Preis kommt direkt vom Erzeuger“

„Unser Strom hingegeben kommt nachweislich nur aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen in Österreich. Anstatt die Preisbildung an der Börse stattfinden zu lassen, bekommen unsere Kund:innen den Preis direkt vom Erzeuger“, so der neue Geschäftsführer Power To The People Florian Hirschbichler-Khosravi. Er ist zugleich auch Director Digital Services der Nobilegroup.

Derzeit beträgt der Preis für Verbraucher:innen 16 Cent/kWh und für Erzeuger:innen zwölf Cent/kWh. Abrechnung und Service erfolgen über dabei über nobile:connected. Zudem könnte künftig auch überschüssiger Strom aus den von der Nobilegroup betreuten Energiegemeinschaften eingespeist werden.


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© Lara Jameson via Pexels

Aufgrund wachsender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Anforderungen durch Künstliche Intelligenz gerät die Abhängigkeit europäischer Unternehmen von außereuropäischen Tech-Konzernen zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund haben der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich und der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) den sogenannten „Austrian Cloud Atlas“ veröffentlicht. Die interaktive Plattform soll heimischen Betrieben als Orientierungshilfe bei der Wahl digitaler Lösungen dienen.

Transparenz bei Datenhoheit und Angeboten

Das Tool erfasst Rechenzentren, Cloud-Anbieter:innen sowie Managed Service Provider in Österreich. Damit soll die Übersicht bestehende Branchen-Initiativen wie die Österreichische KI-Landkarte ergänzen. „Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten liegen, von welchen Technologien sie abhängig sind und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen“, betont Wilfried Drexler, Obmann des Fachverbands UBIT.

Laut den Initiator:innen stehe die Förderung der digitalen Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt. Das Angebot solle Firmen dabei unterstützen, bewusste Entscheidungen über ihre IT-Kapazitäten zu treffen und strategische Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern schrittweise zu reduzieren. „Die Daten basieren auf freiwilligen Einreichungen und werden laufend erweitert“, heißt es auf der Website.

Ruf nach abgestimmtem Zielbild

Neben der rein informativen Funktion nutzen die beteiligten Verbände den Launch für politische Forderungen. Während auf EU-Ebene derzeit am „Cloud and AI Development Act“ gearbeitet werde, fehle es in Österreich laut Branchenvertreter:innen an einem einheitlichen Rahmen. Zunehmende länderspezifische Einzelregelungen erschwerten den zielgerichteten Ausbau der Infrastruktur.

Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association, verweist diesbezüglich auf fehlende Standards: „Was fehlt, ist ein abgestimmtes nationales Zielbild.“ Ein solches sei laut der Branchenvertretung jedoch notwendig, um die heimische Daten-Infrastruktur künftig gemeinsam mit der Energieversorgung und dem Netzausbau zukunftsfähig aufzustellen.

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