23.02.2026
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poptop: NÖ-Kindermöbel-Startup verzeichnet im zweiten Geschäftsjahr 2 Mio. Euro Umsatz

Das Traiskirchner Kindermöbel-Startup poptop meldet sich mit Unternehmenszahlen und einem neuen Produkt wieder.
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Die poptop-Gründer Marcus Ihlenfeld (l.) und Christian Bezdeka (r.) und poptop-CEO John Brandy (m.). | © poptop

Nicht viele österreichische Startups können von sich behaupten, einen internationalen Fußballstar wie Thomas Müller als Investor an Bord zu haben. Eines der wenigen kommt aus Traiskirchen: poptop – das zweite Startup von Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld, den Gründern des Kinderfahrrad-Scaleups woom (brutkasten berichtete).

Knapp zweieinhalb Jahre nach der Gründung zieht das Unternehmen Bilanz. Laut eigenen Angaben erzielte poptop im zweiten vollen Geschäftsjahr mehr als zwei Millionen Euro Umsatz und vervierfachte damit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

Portfolioerweiterung

Das erste Produkt von poptop war ein ergonomischer, mitwachsender Kinderschreibtisch. Statt Elektronik kommt dabei ein eigens entwickelter und patentierter Mechanismus mit Gummischnüren zum Einsatz. Kurz darauf folgte ein passender Kinderschreibtischstuhl.

Nun erweitert das Startup sein Portfolio erneut: Neu hinzu kommt eine Spielzeugaufbewahrung. “Durch kindzentriertes Design wird Ordnung zur Selbstverständlichkeit. Damit will poptop den nächsten großen Schritt gehen auf dem Weg zum selbstbestimmten Kinderzimmer”, heißt es in einer Presseaussendung. Tägliches Aufräumen soll so zu einem spielerischen Erlebnis werden.

„Wir bauen keine Möbel“

Geführt wird das Kindermöbel-Startup von Beginn an nicht von den beiden Gründern selbst, sondern von CEO John Brady. Gemeinsam mit ihm wollen Bezdeka und Ihlenfeld ihre Vision umsetzen, “das Kinderzimmer radikal aus der Perspektive des Kindes neu zu denken”. Möbel sollen Kinder nicht nur begleiten, sondern stärken, Selbstständigkeit fördern, Kreativität entfesseln und Entwicklung aktiv unterstützen.

„Wir bauen keine Möbel. Wir gestalten Räume, in denen Kinder wachsen“, sagt woom- und poptop-Co-Founder Bezdeka. „Mit der Erfahrung aus dem Aufbau einer globalen Marke, einem außergewöhnlichen Team und einer kompromisslosen Vision wollen wir das Kinderzimmer weltweit neu definieren.“

Große Pläne

Mit woom als mögliches Vorbild hat poptop noch viel vor. Für 2026 plant das Startup, einen Umsatz von sechs Millionen Euro zu erreichen und erstmals profitabel zu werden. Bis 2030 soll schließlich die Marke von 100 Millionen Euro Umsatz geknackt werden – mit dem Anspruch, weltweit zum „Synonym für hochwertige Kindermöbel“ zu werden, heißt es in einer Presseaussendung.

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(v.l.) Managing Director bei T-Systems Austria Peter Lenz und fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath | © Nick Rainer

Um fonio.ai wird es nicht still. Laut eigenen Angaben gehört das Startup zu den am schnellsten wachsenden in ganz Europa, im August knackte es die 10-Millionen-Dollar-ARR-Marke, wie brutkasten berichtete. Jetzt hebt das Unternehmen seine KI-gestützte Kundenkommunikation auf das nächste Level. Über die Plattform „T operated by fonio.ai“ von T-Systems, einer IT-Tochter der Deutschen Telekom, werden die Dienste von fonio.ai nun auch für Großkunden angeboten.

„KI-gestützte Telefonie entwickelt sich gerade zum Standard für jede Organisation, die dauerhaft erreichbar und damit wettbewerbsfähig bleiben möchte“, sagt Daniel Keinrath, CEO und Mitgründer von fonio.ai. Auf der Kundenliste von T-Systems finden sich Unternehmen wie die ÖBB oder Uniqa. Rege Nachfrage zeige sich aus Branchen wie Gesundheitswesen, Manufacturing und Bankwesen.

Die Voice-AI-Cluster von fonio.ai laufen dabei über die T Cloud der Deutschen Telekom, die verschiedene Cloud-Infrastrukturen und IT-Services bündelt. Alle fonio.ai-Kunden sollen somit in Zukunft von Zero Data Retention profitieren, einem Sicherheitsstandard, der bisher Enterprise-Umgebungen vorbehalten war.

„Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert nicht“

„Die aktuelle Challenge bei den größten Unternehmen ist, diese Unternehmen wirklich tief zu verstehen. Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert auf einem Enterprise-Level nicht mehr. Da haben wir auch gemerkt, dass es unbedingt einen Partner wie T-Systems braucht. Es macht einfach einen riesigen Unterschied, wenn man tief in die Systeme reingeht, ein ERP oder CRM tiefgründig connected, und der KI wirklich weitreichende Fähigkeiten gibt“, sagt Keinrath. Als eine der zentralen Herausforderungen beschreibt er, dass Großkunden höhere Anforderungen an die Security und Prozesse haben.

Datenschutz als zentrales Thema

„Wir haben uns für fonio.ai entschieden, weil das Produkt hochinteressant und gut ausgereift ist. Da ist einfach viel Know-how dahinter. Außerdem haben wir ein Verständnis für den europäischen Rechtsraum und daher selber ein Interesse, hier eben DSGVO-konform zu sein, die Normen einzuhalten“, sagt Peter Lenz, Chairman von T-Systems Austria, im brutkasten-Gespräch. Er erklärt: „Große Unternehmen wollen wissen: Wo liegen denn meine Daten? Ist das alles souverän? Befindet sich das in Europa, idealerweise auch in Österreich? Da haben wir jetzt eine gute Antwort drauf.“ T-Systems betreibt zwei Rechenzentren in Österreich.

Keinrath ergänzt: „Was OpenAI etc. machen: Sie lernen bei jedem Gespräch. Wir machen das nicht. Wenn 80, 90 Prozent der Kommunikation von Unternehmen über KI laufen, dann muss das von einem europäischen Player sein.“ Die KI von fonio.ai lerne durch Informationen, die Unternehmen der KI bewusst geben. AustrianStartups-Chefin Hannah Wundsam betont, dass Firmen in Europa durch die DSGVO und den EU AI Act sehr klare Regeln haben.

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