06.02.2025
FINANZIERUNG

Podero: Wiener ClimateTech-Startup sichert sich 5,5 Mio. Euro für Senkung von Strompreisen

Das Wiener Energy-Startup Podero rund um Gründerduo Christoph Bernkopf und Moritz Schrader, sichert sich ein Investment in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Angeführt wurde die Seed-Runde vom deutschen GreenTech-Fonds Planet A Ventures, begleitet von weiteren namhaften Investoren.
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Podero-Gründerduo Moritz Schrader (l.) und Chris Bernkopf (r.) © Podero

Der Wandel in der Energiebranche, getrieben durch den Ausbau erneuerbarer Energien und regulatorischen Gesetzesänderungen, stellt Energieversorger vor neue Herausforderungen. So müssen in Zukunft Stromverträge neu gedacht und den Kunden flexible Lösungen angeboten werden. Hier kommt ein Wiener Startup ins Spiel: Podero entwickelte eine B2B-Software, die Energieversorgern helfen soll, die Kosten für flexible Verbrauchsgeräte zu senken. Dadurch würde eine Win-Win-Situation sowohl für Anbieter als auch für Verbraucher:innen entstehen.

Für diese Lösung erhielt Podero nun ein Investment in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Angeführt wurde die Seed-Runde vom Hamburger Fonds Planet A Ventures, unterstützt durch Systemiq Capital als Co-Investor. Im Interview mit brutkasten spricht CEO Christoph Bernkopf über die Hintergründe der Finanzierung und wie das frische Kapital das Wachstum von Podero vorantreiben soll.

Auch die bestehenden Investoren Pale Blue Dot und Push Ventures beteiligten sich ein weiteres Mal, nachdem sie bereits in der Pre-Seed-Runde im Dezember 2022 investiert hatten. Mit dem neuen Kapital will Podero den Übergang zu erneuerbarer Energie beschleunigen und die Netzstabilität nachhaltig verbessern, so Bernkopf.

Podero-Gründer Chris Bernkopf im Videotalk:

Podero verspricht Kosteneinsparungen von 25 Prozent

Podero bietet Energieversorgern eine ganzheitliche Lösung, die Geräte, Strommärkte und Softwaresysteme nahtlos synchronisiert. Das Jungunternehmen verspricht dabei nicht nur Kosteneinsparungen von über 25 Prozent, sondern auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen.

„Wir verbinden uns mit Wärmpumpen, Elektro-Autos, Batterien, also allen großen Geräten im Haushalt und wir steuern diese dann nach dem Strommarkt“, erklärt Bernkopf im brutkasten-Studiotalk. Dadurch könne Podero Prognosen und Handlungsempfehlungen liefern, die es Energieversorgern ermöglichen, „ihre gebündelte Leistung auf den Energiemärkten zu handeln“. Die Software selbst kann entweder durch eine White-Label-App eingeführt oder per API (Programmierschnittstelle) direkt in die eigenen Systeme integriert werden.

CEO Bernkopf sagt dazu: „Unsere Plattform verschafft Energieversorgern einen Wettbewerbsvorteil bei der Strompreisgestaltung. Mit unserer Gerätesteuerungs- und Handelstechnologie können sie niedrigere Tarife anbieten, die andere ohne ähnliche Software nicht erreichen können“.

Podero stelle sich „einer der drängendsten Herausforderungen der Energiewende“

Nick de la Forge, Co-Founder & General Partner, von Planet kommentiert das Investment folgendermaßen: „Podero stellt sich einer der drängendsten Herausforderungen der Energiewende, indem es Energieversorgern hilft, das volle Potenzial dezentraler Energieressourcen auszuschöpfen und gleichzeitig die Netzstabilität aufrechtzuerhalten“. Die fortschrittliche Steuerungs- und Handelstechnologie von Podero positioniere das Unternehmen als Schlüsselfaktor für effizientere, kostengünstigere und nachhaltigere Energiemärkte.“

e.on und oekostrom zählen zu den Kunden

Podero wurde im Dezember 2022 von den Software-Ingenieuren Chris Bernkopf und Moritz Schrader gegründet. Im brutkasten-Talk verrät Bernkopf, dass er bereits in jungen Jahren mehrere Unternehmen aufbaute – zuletzt das Softwareunternehmen Alpas, das Firmen wie BASF, ABB und SBB bei der schnellen und kosteneffizienten Beschaffung mechanischer Teile unterstützt. Für einige Zeit war er auch im Kernforschungszentrum CERN in Genf als Data Scientist und Machine Learning Engineer tätig.

Mit Podero wollen die Gründer „eine große Welle reiten. ClimateTech wird die nächsten 20 bis 30 Jahre relevant sein“, sagt Bernkopf. „Wir haben dann begonnen mit der Installation von Wärmpumpen in Großgebäuden und hatten ca. 20 Projekte. Und dann haben wir jemanden von e.on kennengelernt. Der hat gesagt, wenn ihr jetzt die Geräte steuern könntet, dann würden wir gerne mit euch arbeiten“. Mittlerweile zählt nicht nur e.on zu den Kunden von Podero, sondern auch weitere europäische Energieversorger wie oekostrom und Kelag.

Weiterentwicklung der Software geplant

Mit dem frischen Kapital hat Podero schon einiges geplant: Das Team soll wachsen – aktuell zählt das Startup 16 Mitarbeitende, bald sollen es 25 bis 30 sein. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Kundenbasis weiter ausbauen. „Jetzt geht es natürlich darum, auch die ganzen Sales-Prozesse und die ganzen Kunden-Rollout-Prozesse zu skalieren“, erklärt CEO Christoph Bernkopf. Auch die Software soll kontinuierlich weiterentwickelt werden, mit dem Ziel, sie für Energieversorger noch einfacher integrierbar zu machen.

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Eine Auswahl an Speaker:innen von brutkasten MOMENTUM

Am 5. November öffnet das Wiener Palais Berg seine Türen für eine Premiere: Erstmals findet brutkasten MOMENTUM statt, das neue Flagship-Innovationsevent von brutkasten. Rund 300 kuratierte Gäste aus der Startup-, Investment- und Innovationsszene kommen zusammen – invite only, ohne Ticketverkauf und ohne Messestände. Der Anspruch: Gespräche zwischen Menschen, die man sonst selten gemeinsam in einem Raum antrifft.

Genau darin liegt die Stärke von brutkasten und MOMENTUM. Gründer:innen, Investor:innen, Corporate-Entscheider:innen sowie Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft begegnen einander hier auf Augenhöhe – ein Netzwerk, wie es in Österreich nur selten so geballt zusammenkommt. Die Türen öffnen um 14:30 Uhr, danach führt ein hochkarätiges Bühnenprogramm durch den Nachmittag, ehe der Tag mit der Verleihung des Innovator of the Year seinen feierlichen Höhepunkt erreicht.

Zwei Formate unter einem Dach

MOMENTUM und der Innovator of the Year sind zwei eigenständige Formate, die an diesem Tag unter einem Dach zusammenfinden: Ab 15:30 Uhr gehört die Bühne den Panels und Keynotes, am Abend folgt im Rahmen von MOMENTUM die feierliche Award Ceremony, bei der brutkasten die innovativsten Köpfe des Landes vor den Vorhang holt. Über allem steht eine Frage, die das gesamte Ökosystem beschäftigt: Was braucht es, damit aus guten Ideen richtig große Unternehmen werden?

Hochkarätiges Lineup für Österreichs exklusivstes Innovationsevent

Antworten darauf liefern jene, die es wissen müssen: Auf der Bühne treffen Gründer:innen, die es geschafft haben, auf Investor:innen und Konzernlenker:innen, die den Wandel vorantreiben. Etwa Julian Teicke: Der Seriengründer hat als CEO das Insurtech wefox zum Unicorn gemacht und ist heute Founding Investor bei The Delta. Gemeinsam mit Codesphere-Gründer Elias Schneider, der eine europäische Alternative zu den US-Hyperscalern aufbaut, geht er der Frage nach, ob man für echtes Wachstum in die USA muss – oder ob Europa selbst skalieren kann.

Ganz persönlich wird es im Kamingespräch mit Damian Izdebski. Wie nur wenige in der heimischen Szene hat der techbold-Gründer die Höhen und Tiefen des Unternehmertums erlebt. Er erzählt, was er nach Pleite und Neustart beim zweiten Mal anders gemacht hat, bis hin zum erfolgreichen Exit. Für den krönenden Abschluss des Bühnenprogramms sorgt Sarah Buchner, Gründerin und CEO von Trunk Tools, mit ihrer Keynote zu Risiko und Mut. Zwei Eigenschaften, die am Abend auch bei der Award Ceremony im Mittelpunkt stehen.

Dazwischen bildet das Programm die ganze Bandbreite des Ökosystems ab: Alexander Brix (fonio.ai) und Petra Dobrocka (byrd) sprechen über die Schlüsselmomente beim Skalieren, Business Angel Felix Porsche und Stiftungsvorstand Johannes Braith (RMF Privatstiftung, Franziska Fries Privatstiftung) über Familien- und Stiftungsgeld für Startups, Gerhard Schwarz (Swarovski), Matthias Leibetseder (WaVe-X) und Michael Harnisch (BCG) darüber, wie aus Innovation in etablierten Unternehmen tatsächlich neues Geschäft wird. Matthias Fukac (CeLLAI) und Andreas Gruber (NT-X Technology) rücken bahnbrechende Technologien made in Austria ins Rampenlicht.

Innovator of the Year: die Bühne für Österreichs Innovator:innen

Um 19:15 Uhr wird es feierlich. Mit dem Innovator of the Year holt brutkasten heuer bereits zum sechsten Mal die innovativsten Köpfe des Landes vor den Vorhang. Vergeben wird der Award in drei Kategorien: Startups, Scaleups und Corporate Innovation. Die Nominierten hat die brutkasten-Redaktion in einem sorgfältigen Auswahlprozess bestimmt, über die Sieger:innen hat die Community per Voting entschieden. Die Eröffnungsrede zur Verleihung hält Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Nach der Verleihung ist der Abend noch lange nicht vorbei: Beim anschließenden Networking bleibt bei Drinks Zeit, mit den Gewinner:innen anzustoßen, die Gespräche des Nachmittags weiterzuführen und neue Kontakte zu knüpfen.

10 Tickets zu gewinnen

Wer noch keine Einladung hat, kann trotzdem dabei sein: brutkasten verlost 10 Tickets für MOMENTUM und die Innovator of the Year Award Ceremony.


Möglich gemacht wird MOMENTUM von unseren Partner:innen BCG, Polestar, der Österreichischen Notariatskammer, der St. Martins Therme & Lodge und dem Science Park Graz.

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