03.07.2025
US-MARKT

PIUR Imaging: Wiener MedTech bekommt FDA-Zulassung

Das Health-Startup aus Wien PIUR Imaging erhält eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für seine Ultraschall-Tomographie-Lösung PIUR tUS inside. Damit darf das Produkt nun auch am US-Markt verkauft werden.
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(c) PIUR Imaging: Geschäftsführer Frederik Bender
(c) PIUR Imaging: Geschäftsführer Frederik Bender

PIUR Imaging kann bereits vorhandene Medizingeräte wenig kostenaufwändig zu KI-gesteuerten, tomographischen 3D-Ultraschalllösungen upgraden. Mit dieser Technologie bekam das Unternehmen bereits mehrere Millioneninvestments. So beispielsweise ein 3,5-Millionen-Euro-Investment im April 2023, das später im Jahr auf 4,9 Millionen Euro aufgestockt wurde. Brutkasten hat darüber berichtet.

Im Februar 2024 war PIUR Imaging dann ein weiteres Mal in den Medien, als das Startup das „PIUR tUS Infinity 4″ auf den Markt brachte. Dieser ermöglicht tomografische Ultraschallaufnahmen mit doppelt so hoher Geschwindigkeit, wodurch der Patientendurchsatz und die diagnostische Effizienz deutlich erhöht werden konnten.

FDA-Zulassung für PIUR tUS inside

Für den PIUR tUS inside bekam das Wiener Startup jetzt eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA, welche für den amerikanischen Markt unerlässlich ist. Mit diesem Meilenstein ist für das Unternehmen der Weg auf den US-Markt geebnet, durch den man sich erhebliches Wachstum verspricht.

Das PIUR tUS inside verwandelt herkömmliche 2D-Ultraschallbilder in detaillierte 3D-Bilder durch eine proprietäre Sensortechnologie. Es funktioniert mit ausgewählten „GE LOGIQ“-Ultraschallgeräten – Ärzt:innen können den PIUR-Sensor während des 3D-Scans einfach befestigen. Für 2D-Untersuchungen wird das Gerät einfach wieder entfernt.

Durch die tomographische 3D-Bildgebung können Schichtbilder wie bei einer Computertomographie erstellt werden, aber mit Ultraschall. Das PIUR-System bringt die Vorteile der tomographischen Bildgebung in die Ultraschall-Welt. Der Vorteil hier ist, dass Ultraschall völlig strahlenfrei und in Echtzeit möglich ist.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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