PIUR Imaging: Wiener MedTech bekommt FDA-Zulassung
Das Health-Startup aus Wien PIUR Imaging erhält eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für seine Ultraschall-Tomographie-Lösung PIUR tUS inside. Damit darf das Produkt nun auch am US-Markt verkauft werden.
PIUR Imaging kann bereits vorhandene Medizingeräte wenig kostenaufwändig zu KI-gesteuerten, tomographischen 3D-Ultraschalllösungen upgraden. Mit dieser Technologie bekam das Unternehmen bereits mehrere Millioneninvestments. So beispielsweise ein 3,5-Millionen-Euro-Investment im April 2023, das später im Jahr auf 4,9 Millionen Euro aufgestockt wurde. Brutkasten hat darüber berichtet.
Im Februar 2024 war PIUR Imaging dann ein weiteres Mal in den Medien, als das Startup das „PIUR tUS Infinity 4″ auf den Markt brachte. Dieser ermöglicht tomografische Ultraschallaufnahmen mit doppelt so hoher Geschwindigkeit, wodurch der Patientendurchsatz und die diagnostische Effizienz deutlich erhöht werden konnten.
FDA-Zulassung für PIUR tUS inside
Für den PIUR tUS inside bekam das Wiener Startup jetzt eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA, welche für den amerikanischen Markt unerlässlich ist. Mit diesem Meilenstein ist für das Unternehmen der Weg auf den US-Markt geebnet, durch den man sich erhebliches Wachstum verspricht.
Das PIUR tUS inside verwandelt herkömmliche 2D-Ultraschallbilder in detaillierte 3D-Bilder durch eine proprietäre Sensortechnologie. Es funktioniert mit ausgewählten „GE LOGIQ“-Ultraschallgeräten – Ärzt:innen können den PIUR-Sensor während des 3D-Scans einfach befestigen. Für 2D-Untersuchungen wird das Gerät einfach wieder entfernt.
Durch die tomographische 3D-Bildgebung können Schichtbilder wie bei einer Computertomographie erstellt werden, aber mit Ultraschall. Das PIUR-System bringt die Vorteile der tomographischen Bildgebung in die Ultraschall-Welt. Der Vorteil hier ist, dass Ultraschall völlig strahlenfrei und in Echtzeit möglich ist.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Erster Verkauf: Altrichter-Startup 2nd Cycle bringt PV-Recyclinganlage in den Markt
Das niederösterreichische Green-Tech-Startup 2nd Cycle hat sein erstes Produkt verkauft. Die vollautomatische Entrahmungsanlage für Photovoltaikmodule läuft bereits beim Entsorgungsunternehmen DAKA.
Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle
Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.
Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.
Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße
Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.
(c) 2nd Cycle
„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.
Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.
Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“
Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“
Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.
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