21.11.2017

Pitch im Nachbarland: Austrian Startup Day Düsseldorf

Am 31. Jänner 2018 veranstaltet die Außenwirtschaft Austria gemeinsam mit dem Austria Wirtschaftsservice ein eintägiges Event in Nordrhein-Westfalens Hauptstadt Düsseldorf. Die Bewerbung läuft noch bis 24. November.
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(c) fotolia.com - euregiocontent

Manchmal liegen die „Big Opportunities“ recht nahe. Bietet die Außenwirtschaft Austria auch weltweit vom Silicon Valley bis Seoul Veranstaltungen an, müssen Startups nicht immer soweit reisen, um ihre Chancen am internationalen Parkett zu vergrößern. Eine dieser Möglichkeiten bietet sich etwa Ende Jänner in Düsseldorf. Die Hauptstadt von Deutschlands bevölkerungsreichstem und wirtschaftsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen wird dann Schauplatz eines Austrian Startup Day.

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Programm bei Vodafone Deutschland

Acht österreichische Startups aus den Bereichen Enterprise IoT und Industrie 4.0 können teilnehmen. Im Laufe des Tages werden zunächst einige Einrichtungen des Düsseldorfer Startup-Ecosystems besichtigt. Mit Köln und Dortmund bildet die Stadt eine riesige Metropolitan-Region im rund 17,5 Millionen Einwohner starken Bundesland, die eine der wirtschaftsstärksten Regionen der Welt ist. Am Nachmittag folgt ein Programm bei Vodafone Deutschland.

Pitch mit Vodafone, Huawei, Ericsson und Investoren

Highlight des Austrian Startup Day am 31. Jänner wird – wie sollte es anders sein – ein Pitch. Anwesend werden nicht nur Innovationsmanager des Gastgebers Vodafone sein. Auch Investoren und andere Corporate-Manager sind geladen. Fix zugesagt haben bereits Vertreter von Strabag, Huawei und Ericsson – weitere sollen folgen. Zusätzlich bekommen die ausgewählten Startups auch die Möglichkeit, kostenlos am Digital Demo Day des DigiHub Düsseldorf teilzunehmen, der einen Tag später am 1. Februar stattfinden wird. Die Startups können dort vor über 600 Besuchern aus Mittelstand und Industrie ihre Ideen und Technologien präsentieren.

Das „ideale Startup“

Die Außenwirtschaft Austria hat klare Präferenzen bezüglich der potenziellen Teilnehmer. Das „ideale Startup“ sollte ein konkretes Geschäftskonzept mitbringen, seine erste Finanzierungsrunde bereits abgeschlossen haben, aus dem Themenbereich Enterprise IoT oder Industrie 4.0 (speziell: Sensorik) stammen und soll erste konkrete Geschäftserfolge oder einen funktionsfähigen Prototyp vorweisen können. Die Startups müssen ihren Sitz in Österreich haben.

Die Bewerbung läuft noch bis 24. November. Wirtschaftskammer-Mitglieder zahlen 100 Euro Teilnahmegebühr, bei Nicht-Mitgliedern sind es 200 Euro.

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Claus Schmidt | © Schrotter
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Das seit diesem Sommer börsennotierte Grazer Energie- und Atomkraft-Scaleup (bzw. je nach Lesart Unicorn) Emerald Horizon hat schon zuvor mit Personal-Entscheidungen auf sich aufmerksam gemacht: Zunächst holte man vergangenes Jahr Ex-Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann, später Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer jeweils in Vice-President-Positionen ins Team. Eine nun verkündete Personalie weist etwas weniger Prominenz, dafür wohl mehr Pragmatismus auf: Der erfahrene österreichische Manager Claus Schmidt übernimmt den Verantwortungsbereich „Organizational Development & Quality Management“.

Ziel: fit für die ambitionierten Pläne

Für Emerald Horizon geht es darum, die gesamte Organisation fit für die ambitionierten Pläne zu machen. Denn sowohl mit dem erst teilweise marktreifen Energiespeichersystem „Dual Store Plus“ als auch mit den geplanten Thorium- und Teilchenbeschleuniger-basierten Mini-Atomkraftwerken „Ades“ (brutkasten berichtete) will man in den kommenden Jahren in die Serienproduktion, um in die weltweite Skalierung zu gehen. Als Produktionspartner hierfür ist die niederländische VDL Groep bereits fixiert.

„Wir kommen aus der Forschung und gehen in die Industrialisierung. Über diesen Übergang entscheidet die Organisation in wesentlichem Maße mit“, sagt Vice President Operations Philipp Pölzl. „Claus Schmidt hat in mehreren Industrien Verantwortung übernommen. Diese Erfahrung holen wir uns an Bord.“ Schmidt bringe mit, was ein Deep-Tech-Unternehmen in der Wachstumsphase brauche: „Struktur, Qualitätsdenken und ein Gespür für Teams“.

Claus Schmidt: 25 Jahre Erfahrung im Top-Management

Konkret kommt der studierte Betriebswirt Schmidt mit mehr als 25 Jahren Erfahrung als CEO und CSO in unterschiedlichen Branchen und Ländern. Er war unter anderem Geschäftsführer der Umdasch Shopfitting Group mit 1.500 Mitarbeitern in 16 Ländern, CEO der Columbia S.r.l. in Italien und der Shoptec k.f.t in Ungarn, CEO der IDEAL Kältetechnik und zuletzt Generalbevollmächtigter der SIMACEK Holding in Wien und Hamburg.

„Emerald Horizon ist in einer Phase, in der aus einer Entwicklung Schritt für Schritt großartige Produktlösungen entstehen. Diese Herausforderung reizt mich enorm, und ich freue mich auf die Arbeit mit diesem großartigen und wachsenden Team“, kommentiert Schmidt.

Ungewöhnlicher Börsengang

In einem durchaus ungewöhnlichen Schritt ging Emerald Horizon Anfang dieses Sommers im Segment „standard market continuous“ an die Wiener Börse. Ungewöhnlich deshalb, weil das erste geplante Produkt „Dual Store Plus“ nach eigenen Angaben teilweise erst in der Prototypenphase ist – konkret der Wärmespeicher „CALStore“; vom geplanten Hauptprodukt „Ades“ gibt es noch keinen Prototypen. Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit Verlusten, was zuletzt zu einem ungewöhnlichen Finanzierungsschritt führte. Dennoch wird das Unternehmen an der Börse bereits mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet.

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