21.03.2019

Pickable: Französischer Tinder-Konkurrent startet in Österreich

Das 2018 gegründete französische Startup Pickable bietet mit seiner Dating-App eine Alternative zu Tinder, die die Privatsphäre von Frauen deutlich besser schützt. Heute startet die App in Österreich.
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Philipp Lipiarski: Pickable-Gründerin und CEO Clémentine Lalande
(c) Philipp Lipiarski: Pickable-Gründerin und CEO Clémentine Lalande

Berichte von Horror-Tinder-Dates liest man in den sozialen Medien immer wieder. Vor allem für Frauen entpuppt sich das simple System der US-App teilweise als Falle – und schlechte Dates sind dabei noch die harmloseste Variante. Dem will das von der Franzosin Clémentine Lalande gegründete Startup Pickable mit seiner Dating-App (iOS und Android) vorbeugen.

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Frauen brauchen kein Profil und wählen Männer aus

Frauen können über Pickable Männer ansprechen, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Sie müssen weder ihren Namen noch ihr Alter oder ein Profilbild hochladen. Zusätzlich funktioniert die App ganz ohne Anmeldung. „Frauen öffnen schlichtweg die App und wählen Männer aus, die ihnen gefallen. Das ist alles. Keine unerwünschten Anfragen von Männern mehr, die sie nicht interessieren. Keine Zurschaustellung mehr“, erklärt Gründerin und CEO Clémentine Lalande. Damit bleibe Frauen bei der Verwendung von Pickable außerdem die Sorge erspart, dass Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder auf ihr Profil stoßen, ohne dass sie das möchten.

Männer präsentieren sich mit Foto als „pickable“

Männer müssen in der App ein Profil anlegen und dazu ein aktuelles Foto hochladen. Sie werden dann für einen bestimmten Zeitraum als „pickable“ angezeigt. Dann können sie ihre Chat-Anfragen durchgehen und entscheiden, auf welche Anfragen sie reagieren möchten. Über ein Dashboard sehen sie in Echtzeit, ob gerade jemand ihre Fotos anschaut und erhalten zudem eine Übersicht aktueller Chatanfragen sowie bisheriger Profilbesuche.

Pickable
(c) Pickable: Männer werden nach Foto ausgewählt

300.000 Downloads nach drei Monaten

Gerade einmal vor drei Monaten startete die App im Heimatmarkt Frankreich, in den USA, Großbritannien und Italien. Seitdem wurde sie bereits über 300.000 Mal heruntergeladen und verzeichnet mittlerweile mehr als 100.000 aktive, monatliche Nutzer. Allein im Jänner 2019 tauschten die User nach Angaben des Startups rund 4,5 Millionen Chatnachrichten aus. In Frankreich schoss die App direkt einen Monat nach Veröffentlichung sogar auf Platz 1 der Trending-Apps. Seit heute ist sie auch in Österreich verfügbar. Gründerin Clémentine Lalande reiste für den Launch eigens nach Wien.

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder und President) | © DREAM/eclipse media

Etwa eineinhalb Monate nach seiner Series-C-Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar (brutkasten berichtete) verkündete das Cybersecurity-Scaleup Dream nun den Start eines neuen Standorts in Zürich. Das berichtet das Schweizer Magazin Bilanz. Seinen Sitz hat das zuletzt mit drei Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen in Tel Aviv. Bereits vor mehr als einem Jahr kam Wien als erster Europa-Standort hinzu.

100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz

Das Unternehmen rund um den österreichischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (President) und den als früheren NSO-Chef bekannten israelischen Unternehmer Shalev Hulio (CEO) hat nach eigenen Angaben aktuell rund 450 Mitarbeiter:innen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen US-Dollar. Kunden sind vor allem Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur.

„Ich bin ein grosser Schweiz-Fan“

„Wir haben begonnen, dort ein Team aufzubauen“, sagt Kurz nun über die Pläne in Zürich. Aktuell ist jedoch noch nicht klar, wie groß der Standort letztlich wird. Allerdings soviel: Die Schweiz sei „ein wichtiger Markt“, so Kurz. „Ich bin ein grosser Schweiz-Fan. Daher ist es natürlich schön, auch in der Schweiz tätig zu sein.“ Im Zuge dessen äußerte sich Kurz auch kurz zur Unternehmensentwicklung. Der Hauptfokus liege aktuell auf weiterem Wachstum, man arbeite aber bereits profitabel. Und: „Ein Börsengang ist absolut ein Thema.“

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