17.10.2023

So funktioniert der Edelmetallsparplan von philoro

Gerade in Krisenzeiten ist Gold als "sicherer Hafen" wieder gefragt. philoro hat mit dem Edelmetallsparplan eine Möglichkeit geschaffen, mit der man ab 25 Euro monatlich in Gold oder andere Edelmetalle investieren kann. Wie es genau funktioniert und welche Vorteile der Sparplan bietet, erklärt Edelmetall-Experte Martin Krieger.
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Martin Krieger von philoro
Martin Krieger von philoro | Foto: brutkasten
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Inflation, Rezession, Kriege – gerade in krisenhaften Zeiten stellt sich für Anleger die Frage: Wohin mit dem Ersparten? Welche Anlageformen sind in unsicheren Zeiten verlässlich und wertbeständig? In einem solchen Umfeld gewinnen Edelmetalle wie Gold an Bedeutung.

Ein Investment in ein Edelmetall bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man einen physischen Goldbarren in einer Filiale eines Goldhändlers kaufen und dann zuhause oder in einem Schließfach lagern muss. Längst gibt es auch hier Möglichkeit, Edelmetalle digital und einfach zu kaufen.

Eine Möglichkeit ist etwa der Edelmetallsparplan von philoro. Das Prinzip ist beispielsweise von ETF-Sparplänen bekannt: Man investiert monatlichen einen bestimmten Betrag automatisch – ohne sich Gedanken über Markt-Timing und Kurs machen zu müssen.

Beim Edelmetallsparplan von philoro sind Investments schon ab einem monatlichen Betrag von 25 Euro möglich. Die Sparraten sind flexibel. Aber was sind die wichtigsten Gründe für ein Investment in Gold oder andere Edelmetalle? Wo liegen beispielsweise die Vorteile von Gold? Und wie viel von den eigenen Ersparnissen sollte man in Edelmetalle investieren? Diese und noch weitere Fragen haben wir Martin Krieger, Head of Group Business Development von philoro, gestellt.


brutkasten: Viele Personen in der Startup-Szene investieren beispielsweise in ETFs oder Kryptowährungen. Was sind die Hauptgründe, warum diese auch ein Investment in Gold in Betracht ziehen sollten?

Martin Krieger: Im Vergleich zu ETFs oder Kryptowährungen bietet physisches Gold die Sicherheit eines greifbaren und physischen Vermögenswerts. Gold gilt nicht ohne Grund seit Jahrtausenden als eine der sichersten und werbeständigsten Formen der Investitionsmöglichkeit. Es gilt für viele als bewährter und sicherer Hafen, mit dem man das Portfolio diversifiziert, sich vor Inflation schützt und langfristig einen bestimmten Wert erhält.

Also kann man sagen, dass die Hauptaufgabe von Gold es ist, Wert zu erhalten?

Ich gebe ein plastisches Beispiel. Eine Unze Gold ist aktuell ungefähr 1.850 oder 1.870 Euro wert – je nachdem, ob in Barrenform oder in Münzform. Vor 2.000 Jahren hat man eine maßgefertigte Tunika für eine Unze Gold bekommen. Und vor 100 Jahren hat man einen Maßanzug für eine Unze Gold bekommen.

Im Vergleich dazu hat eine Salatgurke vor fünf Jahren 99 Cent gekostet und jetzt kostet sie zwei Euro. Die Frage ist: Hat sich am tatsächlichen Wert der Gurke etwas verändert – oder ist das Geld weniger wert geworden? Es ist das Geld weniger wert geworden. Bei Gold ist der Wert dagegen gleich geblieben.

Das heißt: Mit Gold speichere ich das, was ich aktuell habe und kann es jederzeit wieder abrufen. Ich kann es jederzeit überall bei anerkannten Institutionen wieder verkaufen, wenn ich möchte. Das ist die Aufgabe von Gold. 

Umgekehrt kann man sagen, dass man mit einem Investment in Gold nicht unbedingt das Ziel hat, die höchste Rendite zu erzielen?

Gold hat nicht die Aufgabe, Renditen abzuwerfen und Werte zu steigern. Dafür gibt es andere Anlageklassen. Da muss ich aber immer wissen, was ich möchte und was für ein Anlagetyp ich bin. Möchte ich risikofreudig sein, möchte ich in Aktien investieren, in Unternehmen investieren? Möchte ich in neue Technologien investieren wie NFTs oder Kryptowährungen? Möchte ich mehr Volatilität drinnen haben, möchte ich Day Trading betreiben? Das hat alles seine Berechtigung. Die Frage muss ich mir aber selbst stellen.

Wir sagen immer, Financial Literacy muss jeder für sich selbst erfahren. Wir sind, wie unser Name schon sagt, die Freunde des Goldes. Wenn du dazu Fragen hast, wenn du Informationen benötigst, dann helfen wir dir dabei, in unseren Filialen, aber auch online oder per Telefon.

Gold wird ja noch häufig als “analoges” Produkt betrachtet. Wie schnell kann man Gold im digitalen Zeitalter kaufen und wieder verkaufen? Welche digitalen Möglichkeiten bietet philoro hier?

Genauso mühelos wie viele via Online-Banking ihr Erspartes verwalten, bietet der der Edelmetallsparplan von philoro die Möglichkeit, unkompliziert in Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin oder Palladium zu investieren. Dies ist bereits ab 25 Euro pro Monat möglich und kann flexibel gestaltet und angepasst werden.

Wir haben somit eine moderne und krisensichere Alternative zum Sparbuch oder Bausparvertrag ins Leben gerufen, welche sowohl für die eigene finanzielle Zukunft als auch die von Kindern, Enkelkindern, Freunden oder Verwandten gilt.

Der Edelmetall-Sparplan ermöglicht Investments etwa in Gold, Silber, Platin und Palladium. Welche Vor- und Nachteile haben diese Edelmetalle im Vergleich zueinander? Wenn ich kein Edelmetall-Experte bin, wie entscheide ich mich hier am besten?

Die Wahl zwischen verschiedenen Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin und Palladium hängt von den jeweiligen Anlagezielen ab. Gold gilt als stabil und bietet Wertsicherung, während zum Beispiel Silber das Potenzial einer gewissen Volatilität aufweist. Allgemein haben Weißmetalle industrielle Verwendungszwecke und können von der Nachfrage in der jeweiligen Branche beeinflusst werden.

Silber stellt außerdem eine attraktive Anlageoption bei einem kleineren Budget dar, da es erschwinglicher ist und man dennoch von den potenziellen langfristigen Vorteilen des physischen Edelmetallbesitzes profitieren kann. Um die beste Entscheidung zu treffen, kann man sich daher jederzeit telefonisch oder vor Ort von unseren Experten beraten lassen.

Mit Sparplänen profitiert man vom Cost-Average-Effekt. Falls sich jemand noch nicht mit Geldanlage beschäftigt hat – wie funktioniert dieser Effekt genau?

Der Cost-Average-Effekt funktioniert so, dass Anleger regelmäßig einen festen Betrag investieren, was ihnen ermöglicht, mehr Anteile einer Anlage zu kaufen, wenn die Preise niedrig sind, und weniger, wenn die Preise hoch sind, wodurch sich über die Zeit ein durchschnittlicher Kaufpreis ergibt.

Wenn ich über den Edelmetallsparplan beispielsweise in Gold investiere – wie wird das physische Gold verwahrt? Mit welchen Maßnahmen stellt philoro sicher, dass ich als Kunde nachvollziehen kann, dass das Gold sicher ist?

Das physische Gold wird in einem externen Hochsicherheitslager aufbewahrt und ist dabei vollumfänglich versichert. Kunden haben jederzeit Zugang zu ihrem Online-Portal und können ihre Bestände jederzeit einsehen und verwalten.

Wie viel von den eigenen Ersparnissen sollte man in Edelmetalle investieren?

Üblicherweise rät man dazu, etwa zehn Prozent der eigenen Ersparnisse in Edelmetalle zu investieren, um Diversifikation und Wertsicherung im Portfolio zu erreichen. Hierbei muss aber beachtet werden, dass hier auch eigene finanzielle Ziele und aktuelle wirtschaftliche Situationen berücksichtigt werden müssen.


Die wichtigsten Eckpunkte zum Edelmetallsparplan zusammengefasst:

  • Die Anmeldung und der Abschluss können ganz einfach online oder vor Ort in einer philoro-Filiale erfolgen
  • Investments sind ab 25 Euro monatlich möglich
  • mit dem Edelmetallsparplan kann man in Gold, Silber, Palladium und Platin investieren
  • Die Lagerung erfolgt in unabhängig geprüften Hochsicherheitslagern
  • man kann jederzeit Auszahlungen zum aktuellen Kurs vornehmen
  • bis 5.000 Euro Depotgebühren gibt es keine Lagergebühren
  • es gibt keine Mindestlaufzeit, der Sparplan kann jederzeit gekündigt werden
  • die monatliche Sparrate kann immer und individuell angepasst werden, auch Sonderzahlungen ab 100 Euro sind jederzeit möglich
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(v.l.) John Brady von poptop, Fußballprofi Thomas Müller als Star-Investor sowie Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld von woom. (c) poptop

„Niederösterreich, es war schön. Aber ihr habt einfach zu wenige gute Leute.“ Mit diesem Satz, versehen mit einem Herz-Emoji, hat John Brady auf LinkedIn den Umzug seines Startups kommentiert. poptop hat den Mietvertrag für ein Büro in 1050 Wien unterschrieben, ab September 2026 arbeitet das Team dort. In dasselbe Büro zieht soundslikeaplan, das Programm der beiden poptop-Mitgründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka.

poptop wurde 2023 von Ihlenfeld, Bezdeka und Brady gegründet und entwickelt Kindermöbel, darunter einen mechanisch höhenverstellbaren Kinderschreibtisch, der ohne Strom auskommt. Im zweiten vollen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei mehr als zwei Millionen Euro, für 2026 peilt das Unternehmen sechs Millionen Euro und erstmals Profitabilität an. Seit 2025 ist Fußballprofi Thomas Müller, über eine siebenstellige Finanzierungsrunde, als Investor an Bord. Das Tagesgeschäft liegt von Beginn an bei Brady als CEO, Ihlenfeld und Bezdeka verantworten Produktvision und Design.

Bekannt sind die beiden vor allem durch woom: 2013 in einer Wiener Garage gegründet, ab 2015 von Klosterneuburg aus gewachsen und im Geschäftsjahr 2025 bei rund 149 Millionen Euro Umsatz. Aus der operativen Führung des Kinderfahrradherstellers haben sie sich 2022 zurückgezogen, seither sind sie dort Miteigentümer und im Beirat. Seit 2025 geben sie mit soundslikeaplan ihr Wissen an andere Gründer:innen weiter. Es ist das einzige der drei Unternehmen, das sie selbst operativ betreiben, und der Grund, warum sie beim Wiener Büro mit an Bord sind.

„Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen“

Bisher waren die Teams auf zwei Standorte verteilt: Operations und Marketing von poptop in Traiskirchen, die Produktentwicklung gemeinsam mit dem soundslikeaplan-Team im 19. Wiener Gemeindebezirk. Was nach Arbeitsteilung aussah, sei in Wahrheit ein Effizienzproblem gewesen, heißt es in einer Aussendung: Meetings über zwei Standorte hinweg, Wege, die niemand fahren wollte, Entscheidungen, die zu lange dauerten. „Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen. Punkt“, sagt Brady. Es sei der vierte Umzug in drei Jahren.

Zwölf Mitarbeiter:innen, doppelt so viele bis 2028

Den Wechsel nach Wien begründet Brady mit dem Personalbedarf. poptop wachse und brauche qualifizierte Leute, in Niederösterreich sei das schwieriger als nötig. „Niederösterreich hat uns gut behandelt. Aber der Talentpool in Wien ist um ein Vielfaches größer. Wenn wir das Team aufbauen wollen, das poptop in den nächsten Jahren braucht, führt kein Weg an einem zentralen Wiener Standort vorbei“, so der CEO.

Konkret zählt poptop nach eigenen Angaben aktuell zwölf Mitarbeiter:innen. Bis 2028 soll sich das Team verdoppeln, Schwerpunkte sind laut Brady Produktentwicklung sowie Marketing und Sales.

Auch woom hat Niederösterreich verlassen: Das Unternehmen übersiedelte im Februar 2024 von Klosterneuburg in den 19. Wiener Gemeindebezirk, 155 der 162 Beschäftigten wechselten mit. Der Grund war damals allerdings ein anderer, die Geschäftsführung führte Platzmangel an. Ihlenfeld und Bezdeka waren zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr operativ tätig.

Ausgelagert wird die Endmontage, nicht die Produktion

In der Aussendung heißt es, Produktion und Fulfilment würden komplett ausgelagert. Auf Nachfrage von brutkasten präzisiert Brady das: Die Kernproduktion sei immer extern gelaufen, mit den bestehenden Zulieferern arbeite poptop schon bisher zusammen. In Traiskirchen habe das Unternehmen lediglich die Endmontage einzelner Produkte selbst gemacht, und die übernehmen künftig ebenfalls die Zulieferer. „Es geht also nicht um eine Verlagerung eigener Produktion, sondern um die Bündelung von Arbeitsschritten“, sagt der CEO.

Bis Ende Oktober sollen alle Produkte verkaufsfertig an den neuen Fulfilment-Partner Quivo gehen und von dort direkt zu den Kund:innen. Hinter Quivo steht die Wiener LOGSTA GmbH, deren Fulfilment-Center beim Flughafen Schwechat liegt. Die Logistik bleibt damit in Österreich. Parallel baut poptop laut Brady einen zusätzlichen Produktionspartner in Serbien auf, der bereits im Herbst starten soll. Damit stehe die Fertigung künftig auf zwei Beinen – Asien und Europa – und das Unternehmen werde lieferfähiger und flexibler.

Marcus Ihlenfeld begründet den Schritt in der Aussendung so: „Unsere Stärke liegt in Produktentwicklung und Marketing. Das [Anm. Fertigung] können andere besser. Und je früher man das akzeptiert, desto besser.“

Eine Stelle fällt weg

In Produktion und Fulfilment arbeiten nach Angaben von Brady aktuell zwei Personen, im Operations-Team zwei weitere. Eine Stelle im Fulfilment fällt bis Jahresende weg. Eine Person betreut künftig von einem externen Standort aus das gesamte Retourenmanagement und bleibt an Bord. Das zweiköpfige Operations-Team wechselt nach Wien und soll verstärkt werden, weil die Steuerung der externen Produktions- und Fulfilment-Partner mehr Gewicht bekommt. Den Standort Traiskirchen gibt poptop bis Ende Oktober vollständig auf.

Werkstatt und Schauraum ziehen mit

Die Produktentwicklungswerkstatt zieht mit und soll am neuen Standort mehr Platz bekommen. Prototypen sollen künftig direkt neben dem Büro gebaut, getestet, verworfen und neu gemacht werden. Dazu kommt laut Aussendung ein Schauraum, in dem Eltern und der Fachhandel die Produkte direkt am Standort testen können.

Für soundslikeaplan entsteht am neuen Standort außerdem ein eigener Schulungsraum. „Wir haben zehn Jahre lang jede Lektion selbst durchgemacht, mit allen Umwegen und Schmerzen“, sagt Christian Bezdeka. „Wenn wir anderen Gründern ein paar dieser Umwege ersparen können, ist schon viel gewonnen. Dafür brauchen wir einen Raum, in dem das persönlich passiert. Und den haben wir jetzt.“

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