15.05.2020

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

Der Tabakkonzern Philip Morris arbeitet seit mehr als zehn Jahren an einem Transformationsprozess, um sich laut eigenen Angaben von einem klassischen "Tabakunternehmen" und "Zigarettenhersteller" hin zu einem "Technologieunternehmen" zu entwickeln. Der Konzern setzt dabei auf einen Tabakerhitzer namens IQOS.
/artikel/philip-morris-iqos-erhitzer
(c) Philip Morris
(c) Philip Morris

7,2 Milliarden US-Dollar hat der Konzern Philip Morris seit 2008 in Forschung und Entwicklung investiert, mit dem ambitionierten Ziel sich von seinem Kernprodukt zu verabschieden. Die Rede ist von der klassischen Filterzigarette.

Für diesen Transformationsprozess arbeiten seit mittlerweile mehr als zehn Jahren rund 400 Wissenschaftler in Neuchâtel in der Schweiz in einem eigenen Forschungszentrum an der „rauchfreien Zukunft“.

Fixer Bestandteil dieses „Wandels“ ist laut Philip Morris das Bekenntnis, sich von einem klassischen „Tabakunternehmen“ und „Zigarettenhersteller“ hin zu einem „Technologieunternehmen“ zu entwickeln.

+++ Wie Tabak-Riese Philip Morris an der „rauchfreien Zukunft“ arbeitet +++

Tabakerhitzer IQOS

Im Zuge der Transformation setzt Philipp Morris auf ein Produkt namens IQOS. Dabei handelt es sich um einen Tabakerhitzer, der den Tabak erhitzt, aber nicht verbrennt. Der Erhitzer ist nicht zu verwechseln mit einer E-Zigarette, bei der meist Flüssigkeiten zum Verdampfen gebracht werden, die Nikotin enthalten.

Im Vergleich zur klassischen Zigarette sollen laut Philip Morris bei IQOS bis zu 95 Prozent weniger Schadstoffe entstehen. Auch der Zigarettenrauchgeruch soll der Vergangenheit angehören. In diesem Zusammenhang betont Philip Morris allerdings, dass IQOS nicht risikofrei ist und sich ausschließlich an erwachsene Raucher richtet. IQOS enthält nämlich nach wie vor Nikotin,  das eine toxische Wirkung und Abhängikeitspotential aufweist.

Tabakerhitzer
Im Rahmen der Transformation setzt der Konzern auf den Tabakerhitzer IQOS | (c) Philip Morris: Tabakerhitzer

18,7 Prozent des Gesamtumsatzes

Dass auch IQOS nicht risikofrei  ist, dessen ist sich der Konzern laut eigenen Angaben bewusst. Dazu heißt es auf der Website des Konzerns: „Die beste Option ist, mit Tabak und Nikotin ganz aufzuhören oder noch besser – nicht damit anzufangen. Aber für die große Masse der bestehenden erwachsenen Raucher, die ansonsten weiter rauchen würden, muss es einen vernünftigen Plan geben.“ Und dieser Plan soll mit dem „risikoreduzierten Produkt“ IOQS gelingen, so beschreibt der Konzern selbst den Erhitzer.

Mittlerweile würde es laut Philip Morris weltweit rund 15 Millionen Erwachsene geben, die IQOS nutzen. 2019 hat der Konzern international 5,6 Milliarden US-Dollar mit IQOS  erwirtschaftet. Das entspricht laut Konzernangaben 18,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Bis zum Jahr 2025 hat sich Philip Morris vorgenommen 40 Millionen erwachsene Raucher vom Umstieg von Zigaretten auf IQOS zu überzeugen. Luft nach oben besteht: Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit rund 1,1 Milliarden Raucher.

In Österreich war IQOS bislang nicht erhältlich. Heute Freitag erfolgte allerdings die Markteinführung. Österreich zählt somit zum 53. Markt auf dem der Tabakerhitzer inklusive den entsprechenden Tabak-Sticks erhältlich ist. Der Vertrieb von IQOS soll klassisch über Trafiken und online erfolgen.


=> zur Page des Konzerns

Deine ungelesenen Artikel:
07.10.2026

Julia Hoffmann wird Chief Scientific Officer der Biogena Group

Neue Führungsrolle bei der Biogena Group: Julia Hoffmann wird Chief Scientific Officer und übernimmt damit die Verantwortung für den wissenschaftlichen Bereich des Unternehmens. In ihrer neuen Funktion soll sie unter anderem die Entwicklung neuer Gesundheitsangebote vorantreiben.
/artikel/julia-hoffmann-wird-chief-scientific-officer-der-biogena-group
07.10.2026

Julia Hoffmann wird Chief Scientific Officer der Biogena Group

Neue Führungsrolle bei der Biogena Group: Julia Hoffmann wird Chief Scientific Officer und übernimmt damit die Verantwortung für den wissenschaftlichen Bereich des Unternehmens. In ihrer neuen Funktion soll sie unter anderem die Entwicklung neuer Gesundheitsangebote vorantreiben.
/artikel/julia-hoffmann-wird-chief-scientific-officer-der-biogena-group
Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wie der Tabak-Konzern Philip Morris sich „transformieren“ möchte