02.09.2022

Pflanzilla: Billa eröffnet erste rein vegane Filiale in Wien

Im Wiener Kaufhaus Gerngross auf der Mariahilferstraße entsteht die erste Billa-Filiale, die über ein rein veganes Sortiment verfügt. Die Eröffnung ist für den 8. September geplant.
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Billa
(c) Rewe

Nachdem Burger King Mitte Juli am Wiener Westbahnhof seine erste rein vegane Filiale unter großer Medienöffentlickeit eröffnete, folgt nun der Nahversorger Rewe mit einem ähnlichen Konzept. Am 8. September soll in Wien nämlich Österreichs erste rein pflanzliche Billa Filiale eröffnen, wie die Tageszeitung Heute am Freitag berichtet. Und ein kreativer Name für den neuen Shop wurde auch schon gefunden: „Pfanzilla“.

Pflanzilla eröffnet im Gerngroß

Der Store soll über 200 Quadratmeter verfügen und befindet sich neben der Billa Plus Filiale im Untergeschoss des Wiener Kaufhaus Gerngross. Neben klassischen Produkten wie Obst und Gemüse soll es zudem auch eine breite Palette an Fleischersatzprodukten geben. Unter anderem sollen auch Produkte geführt werden, die in klassischen Billa und Billa Plus Filialen sonst nicht erhältlich sind. Welche konkreten Produkte es schlussendlich geben wird, ist noch nicht bekannt. Bereits jetzt führt Rewe vegane Produkte zahlreicher Food-Startups aus Österreich, wie beispielswiese den pflanzlichen Räucherlachs von Revo Foods.

Billa testet Vertical Farming

Ob weitere „Pflanzillas“ in Österreich eröffnen werden, steht noch in den Sternen, da es sich um eine erste Pilotphase handelt. Bereits in der Vergangenheit arbeitete Rewe aber an neuartigen Konzepten für seine Filialen. Erst Anfang August eröffnete der erste Vertical Farming-Container vor einem Billa Plus-Markt in Wien Favoriten. Am Parkplatz werden seit der Eröffnung Petersilie, Basilikum, Koriander, Eichblattsalat und Co angebaut.


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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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