17.02.2025
SICHERHEITSSYSTEM

peakr: Bladescape und A1 starten neues Lawinenwarnsystem

Die peakr-Lawinensensoren werden mit Drohnen an Gefahrenstellen platziert und liefern dann Echtzeit-Daten zur Lawinen-Früherkennung.
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bei der Präsentation von peakr v.l.n.r.: Pool Alpin Gf Roland Niedermayr, Josef Mitterer, Lawinenkommission Saalbach, Bladescape Gf Thomas Dolleschal, Isabella Krassnitzer, ORF, Michael Brauner, ÖBB-Infrastruktur, A1 CCO Martin Resel, Stefan Passrugger, Wagrain-Kleinarl Tourismus | © A1/APA/Groder
Bei der Präsentation von peakr v.l.n.r.: Pool Alpin Gf Roland Niedermayr, Josef Mitterer, Lawinenkommission Saalbach, Bladescape Gf Thomas Dolleschal, Isabella Krassnitzer, ORF, Michael Brauner, ÖBB-Infrastruktur, A1 CCO Martin Resel, Stefan Passrugger, Wagrain-Kleinarl Tourismus | © A1/APA/Groder

Vor weniger als einem Monat verkündeten A1 und das Schwechater Drohnen-Untrnehmen Bladescape eine Partnerschaft – brutkasten berichtete. Nun präsentierten die beiden Unternehmen mit peakr ein gemeinsames Projekt, an dem auch Hoffmann Consult und ÖBB Infra als Partner beteiligt sind. Das neuartige Lawinenwarnsystem soll Lawinen, Schneebretter und Muren frühzeitig erkennen und damit die Sicherheit in Lawinengebieten weiter erhöhen.

Sensorboxen per Drohne platziert

Dazu werden Sensorboxen zu Saisonbeginn in der Schneedecke, etwa an bekannten Abrisskanten, platziert und können bei Bedarf – z.B. bei massiven Schneefällen – ergänzt werden. In unzugänglichen Lawinenhängen passiert das mittels Drohne. Dann misst das Messsystem von peakr während der gesamten Wintersaison Temperatur, Feuchtigkeit und Schneebewegungen. Die Daten werden laufend übermittelt und automatisch ausgewertet, um die Stabilität der Schneedecke und deren Entwicklung bei Nass- und Gleitschneebedingungen beurteilen zu können.

peakr alarmiert Rettungskräfte automatisch

„Die anhand einer Reihe von Anwendungsfällen entwickelten Indikatoren werden von den verantwortlichen Lawinenkommissionen in der Bewertung des Lawinenrisikos einbezogen, was eine präzisere Einschätzung, die frühzeitige Einleitung von Maßnahmen und damit insgesamt höhere Sicherheit für Mensch und Umwelt ermöglicht“, heißt es in einer Aussendung. Im Falle eines Lawinenabganges alarmiert peakr zudem automatisch und in Echtzeit die Lawinenkommissionen und Rettungskräfte per SMS.

„Sekunden entscheiden“

„Im Falle von Lawinenabgängen entscheiden Sekunden darüber, ob Menschen gerettet und Folgeunfälle verhindert werden können“, sagt Bladescape-Co-Founder Thomas Dolleschal. Peakr soll zudem damit punkten, günstiger und flexibler als bisherige Messsysteme oder gar Verbauten zu sein. Die Anwendungsbereiche seien dabei vielfältig, heißt es von den Unternehmen. „Neben den Bergbahnen und Tourismusgebieten mit Skigebieten und Tourenskibereichen ist insbesondere der Schutz der kritischen Infrastruktureinrichtungen von Bahn, Straße und Energie im Fokus.“

A1 sorgt im Rahmen der Kooperation für die Konnektivität. „Mit der einzigartigen Technologie von Bladescape und Hoffmann Consult sowie der zuverlässigen Konnektivität und skalierbaren AI Rechenpower von A1 ermöglichen wir eine präzise Risikoeinschätzung in Echtzeit, mit dem Potential, das Leben vieler Menschen zu retten und Infrastruktureinrichtungen zu schützen“, kommentiert A1 CCO Enterprise Martin Resel.

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Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz © Andritz Group

Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.

Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung

Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.

„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.

Der teXscan © Andritz

Bislang nur weiße Baumwolle identifizierbar

Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.

Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.

teXscan als strategischer „Door Opener“

„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.

Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.

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