28.10.2020

Pandocs: Oberösterreichisches Startup entwickelt Health-App

Das oberösterreichische Unternehmen Pandocs möchte Menschen mit ihrer App spielerisch zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Neben den Challenges, die es zu absolvieren gibt, winken dabei reale Belohnungen von Partnerunternehmen.
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Pandocs, Health App, Trainings-App, App, Sport, Lifestyle
(c) Pandocs - Das Pandocs-Team möchte mit seiner App und Challenges User zu einem gesünderen Lifestyle motivieren.

Gegründet wurde Pandocs im Februar 2020, seit April ist die App kostenlos für iOS und Android Smartphones erhältlich. „Neben den Privatnutzern sprechen wir auch gezielt Unternehmen und Gemeinden an, um gesundheitsfördernde Maßnahmen auf Betriebs- und Gemeindeebene umzusetzen. Dafür haben wir auch schon einige Pilotkunden am Start“, erklärt Geschäftsführer Alexander Altendorfer.

Über 20 Challenges bei Pandocs

Mit Pandocs werden gesunde Aktivitäten in den Alltag integriert und bewusst gefördert. Etwa 5000 Schritte gehen, zehn Minuten Training, ein Rezept des Tages nachkochen. Insgesamt finden User über 20 verschiedene Challenges aus den Bereichen Fitness, Ernährung und mentales Wohlbefinden, die sie dazu motivieren, jeden Tag etwas zu einem ausgewogenen Lebensstil beizutragen.

Belohnungen von Partnern

„Werden die Challenges erfolgreich absolviert, winken nicht nur virtuelle Punkte und eine höhere Platzierung in der Rangliste, sondern auch reale Belohnungen. Dafür arbeiten wir mit Partnern wie Sonnentor, John Harris oder LENTOS zusammen, die Preise zur Verlosung bereitstellen“, sagt Altendorfer, dessen Team aus vier Programmierern, der Linzer Kreativagentur Bildstadt, sowie zwei Geschäftsführerkollegen Christoph Huber (Finanzen) und Gründer Michael Neulinger (Humanmedizin) besteht.

„Aktuell fließen in Österreich ca. 90 Prozent der Gesundheitsausgaben in die Bekämpfung von Krankheiten. Pandocs bietet nun einen neuen, ganzheitlichen Ansatz, um Krankheitsursachen zu verhindern und damit gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten“, sagt Altendorfer: „Unsere Vision ist es, einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten und möglichst vielen Menschen spielerisch dabei zu helfen, ein gesundes und ausgewogenes Leben zu führen.“

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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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AI Summaries

Pandocs: Oberösterreichisches Startup entwickelt Health-App

  • Gegründet wurde Pandocs im Februar 2020, seit April ist die App kostenlos für iOS und Android Smartphones erhältlich.
  • Mit Pandocs werden gesunde Aktivitäten in den Alltag integriert und bewusst gefördert.
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