15.02.2024

Pair Finance Österreich: Jennifer Isabella Schimanko wird neue Geschäftsführerin

Jennifer Isabella Schimanko war 17 Jahre beim Versicherungskonzern Allianz tätig, zuletzt als Head of Sales Strategy. Und soll nun bei Pair Finance Wachstum und Weiterentwicklung des KI-basierten Digitalinkassos in Österreich vorantreiben.
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Schimanko, Pair Finance
(c) Pair Finance - Jennifer Isabella Schimanko.

Das deutsche Tech-Unternehmen Pair Finance ernennt Jennifer Isabella Schimanko zur Geschäftsführerin Österreich. Damit gewinnt das Fintech die 38-jährige Expertin mit rund zwei Jahrzehnten internationaler Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzbranche als neue Leiterin seines Wiener Tochterunternehmens.

Jennifer Isabella Schimanko früher bei Allianz

Die gebürtige Österreicherin war 17 Jahre lang in unterschiedlichen Positionen, zuletzt als Head of Sales Strategy bei der Allianz Österreich sowie leitend für Projekte in der Region Zentral- und Osteuropa tätig. Im Anschluss verantwortete sie bei Credi2 die Bereiche Personal und Strategie als Chief People und Strategy Officer.

Schimanko hat einen Abschluss der „University of Minnesota Carlson School of Management“ und erhielt den „Global Executive MBA“ der WU Executive Academy, Wien.

Digital-First-Ansatz

Zur Erklärung: Die KI-gesteuerte Plattform Pair Finance unterstützt Menschen bei der personalisierten und selbstbestimmten Lösung offener Forderungen. Dabei setzt das Fintech auf einen Digital-First-Ansatz per E-Mail, SMS und WhatsApp. Mithilfe von KI-Technologie, dem Einsatz eigener Algorithmen und intelligenter Datenanalyse.

„Ich freue mich, die Geschäftsführung von Pair Finance in Österreich zu übernehmen“, sagt Schimanko. „Man bekommt im Leben nicht oft die Chance, eine Branche zu revolutionieren. Stephan (Anm.: Stephan Stricker, Gründer und CEO von PAIR Finance) und Pair Finance geben mir mit dem KI-basierten kundenorientierten digitalen Business Modell, das sie geschaffen haben, die Möglichkeit, Teil einer solchen aufregenden Reise zu sein und darauf freue ich mich sehr. Für die kommenden Jahre haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Gemeinsam mit unserem leidenschaftlich engagierten Team werden wir das große Wachstumspotential von KI-basiertem kundenorientiertem Digitalinkasso nutzen, um die Beziehung zu unseren bestehenden Kunden weiter zu stärken und unsere Marktpräsenz in Österreich auszubauen.“

Mit Schimanko Marktposition stärken

Stricker ergänzt: „Österreich ist ein wichtiger Markt von Pair Finance. Wir freuen uns daher sehr, Jennifer als Geschäftsführerin in Österreich und neuestes Mitglied im Management-Team begrüßen zu dürfen. Mit Jennifers Leadership-Kompetenz und ihrem Erfahrungsschatz in Konzeption und Ausführung von Wachstumsstrategien und in der Organisationsentwicklung werden wir die Marktposition von Pair Finance in Österreich weiter stärken.“

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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