05.08.2025
PARTNERSCHAFT

OroraTech: Anti-Waldbrand-SpaceTech dringt in weitere Branche vor

Das Anti-Waldbrand-Startup OroraTech eröffnet mit einer Kooperation mit dem US-InsurTech Opterrix den Versicherungsbereich als neues Geschäftsfeld.
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Der Kärntner Co-Founder Thomas Grübler ist CEO des US-Standortes von OroraTech. (c) OroraTech
Der Kärntner Co-Founder Thomas Grübler ist CEO des US-Standortes von OroraTech. (c) OroraTech

Waldbrände frühzeitig erkennen und Schlimmeres verhindern – so lässt sich die Mission des Münchner Anti-Waldbrand-Startups OroraTech rund um die beiden Österreicher Thomas Grübler (Co-Founder und Chef der kürzlich gestarteten US-Tochter) und Martin Langer (CEO und CTO) kurz zusammenfassen. Das Unternehmen nutzt dazu eine stetig wachsende Flotte von Nano-Satelliten, die in Echtzeit und in hoher Auflösung Temperaturdaten auf der Erdoberfläche ermitteln. Zuletzt erweiterte das Startup seine Series-B-Finanzierungsrunde auf 37 Millionen Euro, wie brutkasten berichtete.

Neben Institutionen und Notfalldiensten nun auch Versicherungen als Kunden

Genutzt wird das OroraTech-System etwa von staatlichen Institutionen und Notfalldiensten, u.a. in Brasilien, den USA, Kanada, Australien und Griechenland, wo erst im Juli ein neuer Standort eröffnet wurde. Die von Co-Founder Grübler geführte US-Tochter erschließt nun über eine Kooperation eine weitere Branche: Den Versicherungsbereich.

OroraTech kooperiert mit Opterrix

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem InsurTech Opterrix werden Waldbrand-Daten in dessen geodaten-basierte Risiko-Plattform für Versicherer integriert. Diese sollen dadurch die Möglichkeit haben, mit Versicherten in Risikogebieten frühzeitig in Kontakt zu treten. „Unsere Mission ist es, Versicherern dabei zu helfen, Risiken proaktiv zu erkennen und zu managen, bevor sie zu Verlusten führen“, erklärt Opterrix-CEO Ben Zimmerman.

„Nicht mehr nur eine saisonale Gefahr, sondern eine ständige Bedrohung“

Waldbrände seien für Versicherer und Versicherungsnehmer „nicht mehr nur eine saisonale Gefahr, sondern eine ständige Bedrohung“, kommentiert Thomas Grübler. „Durch die Integration unserer Daten in die Opterrix-Plattform ermöglichen wir eine Risikobewertung in Echtzeit und fundierte Entscheidungen.“

„OroraTech liefert uns die aktuellsten und umsetzbarsten Informationen“

Zimmerman fügt an: „Waldbrände nehmen an Häufigkeit und Kosten zu, und die Satellitenkonstellation von OroraTech in der erdnahen Umlaufbahn liefert uns die aktuellsten und umsetzbarsten Informationen, die verfügbar sind. Gemeinsam bieten wir Versicherern in kritischen Momenten ein neues Niveau der Risikobewertung und -erkennung.“

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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