05.02.2018

ORAGE4U: Schließfach und Botendienst in einem

Unnötigen Ballast wie Sporttaschen am Abend noch zum Date mitnehmen nervt. Ein Schließfach, der "ORAGE Concierge Storage", das die eigenen Sachen auf Wunsch auch nach Hause bringt, soll damit Schluss machen.
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Intelligentes Schließfach ORAGE4U liefert nach Hause
ORAGE4U

„Mit dem innovativen Service wollen wir Menschen helfen, ihre Zeit wieder unbeschwert für die wirklich wichtigen Dinge zu nutzen“, erklärt Gründer David Ebraheim das Motto des Startups ORAGE4U. Auf Wunsch werden Einkäufe oder private Dinge in einem Schließfach verwahrt oder gleich an eine bestimmte Adresse geliefert. Das passiert ganz einfach via App.

+++Wiener Startup store.me startet Franchise-Modell +++

Concierge Storage – „intelligentes“ Schließfach

Das ORAGE4U-Schließfach (50x50x50 groß) ist eine aus Stahl gefertigte Box mit einem „intelligenten“ Innenleben. So kann der Kunde durch eine Web-Applikation auf seinem Smartphone in Echtzeit mit dem „Concierge Service“ kommunizieren. Wie zum Beispiel das nächste freie Schließfach in seiner Nähe orten, für 15 Minuten gratis reservieren und sich dorthin via GPS navigieren lassen. Das Schließfach wird mittels QR-Code geöffnet, der dem Kunden auf seinem Smartphone angezeigt wird.

Die Umsetzung war nicht einfach. Ebraheim: „Wir haben ein hochkomplexes System geschaffen, dass die ORAGE mit einer Web-Applikation in Echtzeit kommunizieren lässt. Ebenso die Fertigung der Schließfächer aus Stahl stellten eine Herausforderung dar, da diese ebenso Sicherheitsanforderungen entsprechen müssen. Oftmals haben wir unsere Entwürfe wieder über Bord geworfen und neu designt. Allerdings war der `change in progress – Effekt’ eine wertvolle Erfahrung und wird uns weiterhin begleiten.“

Preismodell bei ORAGE4U

Die Preise pendeln – abhängig von Dauer der Miete – zwischen 2 und 5 Cent pro Minute. Um den Dienst nutzen zu können, legt man auf der Website ein Konto an und lädt es mit einem Prepaid-Guthaben (zwischen 25 und 150 Euro) auf. Zusätzlich verdient das Startup an der Schließfach-Leihgebühr an B2B Handelspartnern bzw. der nötigen Jahresgebühr für Wartung und Support. Geliefert wird zwischen 8 und 23 Uhr.

30 Schließfächer noch im Frühjahr in Wien
ORAGE4U

Holpriger, aber geglückter Start

Bisher wurde das ganze Budget ge-bootstrapped. „Wir haben bei Wettbewerben unseren Businessplan eingereicht, bei Investoren sowie bei Banken angefragt und eine Absage nach der anderen erteilt bekommen. Trotzdem wollten wir unsere Idee umsetzen, da wir daran glauben, dass unsere Kunden bereit sind eine neue Art der Digitalisierung und „smart city“ erleben zu wollen.“ Aufgrund dieser Erfahrungen und der geringen Unterstützung ist man auch mit Österreich als Gründerland nicht richtig zufrieden.

Das hält aber nicht auf, weiter Vollgas zu geben. Im Jänner 2018 gestartet, will man schon im Frühjahr die Schließfächer in mehreren Geschäften auf stark frequentierten Wiener Einkaufsstraßen platzieren. Bis Juli will man immerhin 30 und bis Ende des Jahres rund 70 Standorte in Wien verfügbar haben. 2019 will man in die DACH-Region expandieren. Im Jahr darauf nach ganz Europa.

„Wir bauen einen Raster rund um und die Mariahilferstraße und konzentrieren uns auf unsere Zielgruppe von Frauen zwischen 24- 35 Jahren innerhalb von Wien. Zusammen mit unseren Shopbetreibern erzeugen wir eine Plattform für aktuelle Angebote und das Angebot eines einzigartigen Concierge Service in Wien.“ Ist das geschafft, will man sich auf eine zweite Zielgruppe stürzen, auf den Tourismus und damit zunächst einmal die Hotellerie am Ring.

Bereits testen kann man das erste Schließfach im Entertainmentcenter Gasometer beim Racket Vision Shop.

-> Website des Unternehmens

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Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz © Andritz Group

Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.

Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung

Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.

„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.

Der teXscan © Andritz

Bislang nur weiße Baumwolle identifizierbar

Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.

Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.

teXscan als strategischer „Door Opener“

„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.

Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.

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