21.03.2022

„Ora Punk Cat“: Chinesischer VW Käfer-E-Auto-Klon geht in Serie

Ein Concept-Car, das dem alten VW Käfer eindeutig nachempfunden ist, wurde bereits bei der Shanghai Auto Show 2021 präsentiert. Trotz Unzufriedenheit bei Volkswagen geht das Auto der Great Wall Motors-Marke Ora nun als "Ora Punk Cat" in Serie.
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Der Ora Punk Cat sieht dem alten VW Käfer zum verwechseln ähnlich
Der Ora Punk Cat sieht dem alten VW Käfer zum verwechseln ähnlich | (c) MIIT/Ora

Die Aufregung bei Volkswagen war im April 2021 natürlich groß, als die E-Auto Tochter Ora des chinesischen Autokonzerns Great Wall Motors bei der Shanghai Auto Show ein elektrisches Concept Car vorstellte, das original VW Käfer-Modellen aus den 1960er-Jahren extrem ähnlich sah. Doch angekündigte Interventionen des deutschen Konzerns blieben ohne Folge. Der „Ora Punk Cat“ geht nun in Serie, wie mehrere Fachmedien mit Bezug auf das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik berichten.

Ora Punk Cat: Auffällige Ähnlichkeiten und einige Unterschiede zum VW-Käfer

Der VW Käfer war bis 2002 das meistverkaufte Automodell der Welt und wurde dann von einem anderen Volkswagen, dem Golf, abgelöst. Noch immer hat der Kleinwagen bekanntlich viele Fans und genießt Kultstatus. Verständlich also, dass der deutsche Konzern, der nach Stückzahl der zweitgrößte der Welt nach Toyota ist, sich den Design-Klau, der sogar bis zum Lenkrad geht, nicht gefallen lassen wollte. Doch bislang ist nichts über ein tatsächliches rechtliches Vorgehen bekannt.

Der Ora Punk Cat weist, abgesehen davon, dass er ein E-Auto ist, noch mehrere auffällige Unterschiede zum alten Käfer auf. So hat er im Gegensatz zu seinem serienmäßig dreitürigen Vorbild Hintertüren. Entsprechend ist er auch deutlich größer. So ist er 4,7 Meter lang und fast zwei Meter breit im Gegensatz zu knapp über vier Meter Länge und knapp über eineinhalb Meter Breite beim Original. Die Rückseite sieht auch eindeutig anders aus (siehe unten). Und der Motor ist, wie heutzutage üblich, vorne und nicht wie beim alten Käfer dort, wo man den Kofferraum vermuten würde.

Von hinten sieht der Ora Punk Cat nicht ganz so aus, wie das Original | (c) MIIT/Ora

299 PS – Reichweite noch nicht bekannt

Außerdem kann man mit dem Auto deutlich schneller unterwegs sein, als mit dem großen Vorbild, auch wenn noch keine Höchstgeschwindigkeit bekannt ist. Denn er kommt auf stolze 299 PS – zum Vergleich: ein Tesla Modell 3 hat rund 460 PS. Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie des Ora Punk Cat kommt vom chinesischen Akkuhersteller CATL. Über die Reichweite wurden bislang noch keine Angaben gemacht.

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Bernhard Niesner | (c) Busuu
Bernhard Niesner | (c) Busuu

Sein eigenes Startup war das erste Investment von Business-Angel-Legende Hansi Hansmann: Mit Busuu baute Bernhard Niesner zunächst in Spanien, dann im Vereinigten Königreich eine der größten Sprachlern-Apps Europas mit mehr als 100 Millionen User:innen auf. 2021 erfolgte der Exit für umgerechnet 385 Millionen Euro (brutkasten berichtete).

Nicht nur Rendite

Bereits vor dem Exit war Niesner selbst als Startup-Investor tätig gewesen. Danach intensivierte er das mit seinem eigenen Family Office Tarifa Holding mit einem klaren Fokus: Impact-Investments in den Bereichen Klima und Bildung. „Nach meinem mehr als 400-Millionen-Dollar-Exit mit Busuu begann sich Angel-Investing etwas bedeutungslos anzufühlen“, schreibt er heute auf LinkedIn. „Was ist der Sinn darin, immer größere Renditen zu erzielen, wenn Geld machen nicht mehr der Nordstern ist?“

Das habe ihn zum Impact-Investing gebracht, so Niesner weiter. Er wolle eine positive Wirkung im sozialen und Umwelt-Bereich schaffen – und gleichzeitig trotzdem auch Rendite. „Die Idee ist einfach: Entrepreneure zu unterstützen, deren geschäftlicher Erfolg direkt mit der Schaffung einer besseren Zukunft verknüpft ist. Heute bin ich stolz, mehr als 30 Portfoliounternehmen bei dieser Mission mit meinem Kapital, meiner Erfahrung und meinem Netzwerk zu unterstützen“, schreibt der Investor.

„Bernhard ist die Art von Gründer, die wir lieben“

Nun habe er aber auch einen weiteren Job als „Teilzeit-Venture-Partner“ angenommen – ebenfalls im Impact-Bereich. Niesner startet bei Norrsken VC mit Sitz in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. „Aufbauend auf der unternehmerischen Vision von Niklas Adalberth hat Norrsken ein ganzes Ökosystem geschaffen, das Gründer dabei unterstützt, einige der weltweit größten Herausforderungen zu bewältigen – von Risikokapital und (beeindruckenden) Gründer-Hubs bis hin zu Acceleratoren und philanthropischem Engagement“, kommentiert der Investor.

Von Norrsken wiederum heißt es: „Bernhard ist immer schon die Art von Gründer, die wir lieben: tief von einer Mission angetrieben, unternehmerisch scharfsinnig und mit der seltenen Fähigkeit, Überzeugung in ein Unternehmen zu verwandeln, das tatsächlich skaliert.“

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