20.12.2018

„Oh Förderbaum“ – aws mit unkonventionellem Jahresrückblick

Die aws lässt ihr Jahr mit einem interaktiven "Förderbaum" Revue passieren. Weiterklicken kann man sich etwa ins Menü "Oh Portfoliobaum".
/artikel/oh-foerderbaum-aws-jahresrueckblick
aws Förderbaum
Screenshot: aws "Förderbaum"

In den letzten zwei Wochen vor Jahresende wird man förmlich von Ihnen verfolgt: Jahresrückblicke. Auch der brutkasten muss sich hier schuldig bekennen. Bei der aws ließ man dieses Jahr die schnöde Auflistung der Neuerungen zugunsten eines kreativeren Ansatzes aus. Unter der Überschrift „Oh Förderbaum“ heißt es auf der Page: „Wir haben auch 2018 unser Angebot weiterentwickelt, damit unsere Unternehmen am Markt erfolgreich sind. Und das nicht nur zur Sommerzeit“. Daneben findet sich der interaktive Förderbaum, der stilistisch an eine Platine angelehnt ist.

+++ aws JumpStart: Diese 5 heimischen Startup-Programme werden gefördert +++

Ein „Förderbaum“ mit vielen Kugeln

Über die „Christbaumkugeln“ des Förderbaums kann man sich dann zu den diesjährigen Errungenschaften des Austria Wirtschaftsservice durchklicken. Ein Auszug:


Digi Coach

Der dieses Jahr gelaunchte aws Digi Coach soll Unternehmen schnell und einfach zu ihrer persönlichen Förderungs- und Finanzierungslösung der aws für ihr Gründungs-, Wachstums- oder Innovationsprojekt führen. Dazu müssen nur einige Fragen online beantwortet werden. Danach erhält man eine digitale Mappe mit der Fördermöglichkeit und Hinweisen zur Antragstellung. ⇒ der brutkasten berichtete

Pitch your idea!

Erstmals kann man nun auch um Förderungen pitchen. Vergeben werden sie natürlich nicht direkt vor Ort. Man bekommt bei dem Event-Format aber unmittelbar ExpertInnen-Feedback. ⇒ der brutkasten berichtete

Digitale Signatur

Alle wesentliche Schritte bei der aws Förderung sind nun digitalisiert, inklusive dem Online-Förderantrag, der Unterzeichnung von Verträgen bis hin zur Abrechnung.

Erweiterung der Portfolios von Gründerfonds und Mittelstandsfonds

Die „Portfoliobäume“ der beiden aws-Fonds haben dieses Jahr wieder neue Kugeln hinzubekommen – der brutkasten berichtete. Auf Seiten des Gründerfonds waren das IB Lab, Zizoo, Toolsense, Storyclash, Rateboard, Roomle, adverity und Themis. Für den aws Gründerfonds gab es auch zwei Exits – SendHybrid und TourRadar.

Weitere 96 Millionen Euro für innovative Ö-Unternehmen

Die aws und der Europäische Investitionsfonds (EIF) haben eine zusätzliche InnovFin-Vereinbarung unterzeichnet. Das aws kann dadurch ein weiteres Garantievolumen von bis zu 96 Mio. Euro für innovative österreichische Unternehmen bereitstellen. ⇒ der brutkasten berichtete

⇒ Zum Interaktiven Baum

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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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