12.05.2020

Ögreissler liefert mit E-Auto & Lastenrad regionale Produkte aus dem Marchfeld

Das Startup Ögreissler mit Sitz in Groß-Enzersdorf hat sich darauf spezialisiert regionale Produkte aus dem Marchfeld mit Lastenfahrrad oder E-Fahrrad zuzustellen. Das Liefergebiet umfasst derzeit Wien und Teile des Weinviertels. Zudem baut das Startup ein eigenes Abholsystem auf.
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Ögreissler
(c) Ögreissler

Die Versorgung von Kunden mit regionalen und vor allem frischen Produkten hat sich das Startup „Ögreissler“ rund um den gebürtigen Belgier Peter Comhaire zur Aufgabe gemacht.

Das Startup mit Sitz in Groß-Enzersdorf möchte dabei insbesondere mit Frische punkten. Auf der Website wirbt Ögreissler, dass die Produkte von regionalen Produzenten abgeholt und noch am gleichen Tag zugestellt werden. Während der Saison werden die Produkte meistens erst am Liefertag geerntet.

Ögreissler Online-Shop

Die gewünschten Produkte können zuvor in einem Online-Shop von Ögreissler bestellt werden. Das besondere am Online-Shop ist, dass die Produkte nach Produzenten gelistet sind. Dies zeigt nicht nur die Vielfalt des Sortiments, sondern soll auch die Konsumenten enger in Kontakt mit den Produzenten bringen.

Langfristiges Ziel ist es, die Wahrnehmung der Konsument für Regionalität zu schärfen, um so die Regionen wieder zu beleben und Arbeitsplätze zu sichern. In Zeiten von Corona kein unerheblicher Aspekt.

Ögreissler
(c) Screenshot Ögreissler

CO2-sparende Zustellung

Die Zustellung erfolgt nicht nur rasch, sondern auch Co2-sparend. Zum Einsatz kommt dafür entweder ein Lastenrad oder ein E-Auto. Ögreissler legt dabei Wert auf kurze Transportwege und umweltfreundliche Verpackung, um unter anderem die wertvollen Vitamine und Inhaltstoffe möglichst zu schonen. Derzeit umfasst das Liefergebiet Wien und Teile Weinviertels.

Abholshop-System

Die Produkte kommen übrigens alle aus dem Marchfeld – angefangen vom Bio Gemüse über das Bio Fleisch bis hin zu Spirituosen und Säften. Sie können auch über eigene Abholshops bezogen werden. Zudem besteht derzeit die Möglichkeit die Produkte auch in Wien in mittlerweile elf Felber-Filialen abzuholen.


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Personen im Büro an Laptops
(c) Annie Spratt via Unsplash

„Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Studie ein. Im Rahmen des globalen „AI Jobs Barometer 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC weltweit mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) Berufsprofile, Gehälter, Fähigkeiten und die Arbeitsproduktivität beeinflusst.

Neue Ansprüche bei Einstiegsjobs

Besonders stark zeigt sich der Wandel am Anfang der Karriereleiter. Für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber in KI-geprägten Berufen zunehmend Fähigkeiten, die traditionell eher erfahrenen Fachkräften vorbehalten waren. Zu diesen gehört die Entwicklung fortgeschrittener, spezifisch menschlicher Kompetenzen wie kritisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungskompetenz.

Laut Studie machen solche traditionell seniorigen Fähigkeiten wie motivierende Führung, strategische Entscheidungsfindung oder Teambildung bereits 52 Prozent der neu geforderten Skills in KI-exponierten Einstiegsberufen aus. Bei Berufen mit geringem KI-Kontakt liegt dieser Anteil bei lediglich sieben Prozent. Die Studienautor:innen schreiben in diesem Zusammenhang von einer „Seniorisierung“ von Junior-Rollen. Während klassische Einstiegsjobs in stark betroffenen Branchen insgesamt stagnieren, verzeichnen solche „seniorisierten“ Einstiegspositionen, die mindestens zehn dieser neuen fortgeschrittenen Fähigkeiten verlangen, ein deutliches Wachstum von 35 Prozent. Dies zwingt Unternehmen und das Bildungssystem dazu, Berufseinsteiger:innen künftig anders zu fördern und zu begleiten.

Produktivität treibt Beschäftigungswachstum

Entgegen bekannter Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz in großem Stil Arbeitsplätze ersetzen wird, zeichnet der Bericht ein anderes Bild. Unternehmen mit hoher KI-Intensität verzeichnen nicht nur stärkere Produktivitätszuwächse, sondern bauen auch ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Firmen mit starkem KI-Einsatz um 34 Prozent (im Vergleich zu 24 Prozent bei geringem Einsatz). Parallel dazu wuchs deren Beschäftigung um 52 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft nur um 36 Prozent vergrößerten.

PwC-Österreich-Chef Krickl zieht dazu eine historische Parallele: „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“.

Zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalised“ vs. „Democratised“

Die Analysen deuten darauf hin, dass sich ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt entwickelt. Auf der einen Seite stehen sogenannte „Professionalised Roles“ (professionalisierte Berufe), in denen KI Routineaufgaben übernimmt, wodurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und strategische Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen, zu denen etwa Personalvermittler:innen oder Jurist:innen gehören, wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“ (demokratisierte Berufe). In Letzteren standardisiert die Technologie Aufgaben so stark, dass sie auch für Nicht-Fachkräfte leichter zugänglich werden, was jedoch das Lohnwachstum dämpfen kann. Seit 2021 verzeichnen die professionalisierten Berufe eine um 42 Prozent raschere Gehaltsentwicklung als demokratisierte Positionen.

KI-Kompetenzen als Gehalts- und Einstellungsfaktor

Gleichzeitig erweisen sich spezifische KI-Kenntnisse als massiver Gehaltsfaktor. Stellen, die entsprechendes Fachwissen – wie Machine Learning oder Prompt Engineering – explizit verlangen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent (nach 57 Prozent im Vorjahr). Zudem wächst die Nachfrage schnell: Binnen eines Jahres stieg die Anzahl der Stellenausschreibungen, die KI-Kompetenzen fordern, um 69 Prozent. Die Einstellung von KI-Spezialist:innen wuchs im Jahr 2025 weltweit achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt. Spitzenreiter ist die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, in der 11,4 Prozent aller Stellenausschreibungen auf KI-Spezialist:innen abzielen.

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