24.04.2026
WEITERE BETEILIGUNGEN?

Öbag-Strategie: Wunsch trifft auf Wirklichkeit

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer wünscht sich eine aktivere Rolle für die Staatsholding Öbag. Das bedeutet auch Offenheit für neue Beteiligungen an innovativen Unternehmen - in der Theorie.
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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Öbag-Chefin Edith Hlawati | © Johannes Zinner / Natascha Unkart Studio Koekart
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Öbag-Chefin Edith Hlawati | © Johannes Zinner / Natascha Unkart Studio Koekart

Das Porfolio der Staatsholding Öbag ist aktuell rund 32 Milliarden Euro wert. Die teilen sich allerdings auf nur sieben Beteiligungen auf: Bundesimmobiliengesellschaft BIG (100 Prozent), Post AG (52,8 Prozent), Verbund (51 Prozent), Casinos Austria (33,2 Prozent), OMV (31,5 Prozent), Telekom Austria und EuroTeleSites (jeweils 28,4 Prozent). Diese wiederum spülten im Vorjahr 1,263 Milliarden Euro an Dividende in die Staatskasse.

„Geänderte Erwartungshaltung“

Und damit lässt sich auch der aktuelle Zweck der Holding für die Republik zusammenfassen: Sie bessert das Budget auf. Ganz in diesem Sinne war die Zuständigkeit dafür bis vergangenes Jahr auch im Finanzministerium angesiedelt. Mit Start der schwarz-rot-pinken Regierung und der Übernahme des Ministeriums durch die SPÖ wanderte die Öbag-Zuständigkeit aber ins ÖVP-geführte Wirtschaftsministerium. Und da gebe es eine „geänderte Erwartungshaltung“, wie Minister Wolfgang Hattmannsdorfer bei der Präsentation einer neuen Öbag-Strategie sagte.

Standortrelevante Ziele

Für ihn ist klar: Die Holding soll künftig eine aktivere Rolle einnehmen und „mehr als eine Dividendenbringerin sein“. Konkret sollen mit den bestehenden Portfolio-Unternehmen standortrelevante Ziele verfolgt werden, etwa der Ausbau kritischer Infrastruktur, die Steigerung der Energiesicherheit durch OMV und Verbund, die Stärkung der digitalen Souveränität durch Rechenzentren von A1 Telekom und der Aufbau eines flächendeckenden Logistiksystems durch die Post. Außerdem kündigte der Minister einen von der Öbag gemeinsam mit dem Complexity Science Hub aufgebauten KI-Hub an, der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups vernetzen soll.

Weitere Beteiligungen?

Doch es sind nicht nur diese Zielsetzungen mit dem Bestandsportfolio. Auch weitere Beteiligungen stehen auf Basis der neuen Strategie zumindest im Raum – wenn der Minister auch sehr vage zur potenziellen Umsetzung bleibt. Die Aufgabe der Holding seien Beteiligungen „dort, wo der Standort ein kritisches Interesse hat“, meint Hattmannsdorfer und verweist darauf, dass bereits in der Vergangenheit immer wieder mögliche weitere Beteiligungen geprüft worden sind. Öbag-Chefin Edith Hlawati wird bei ihren Vorstellungen konkreter: „Wir können nicht in Fonds, Fremdanteile oder Aktien investieren. Und ich halte viel von Fonds“, sagt sie.

Einstimmiger Ministerratsbeschluss für Anteilsverkauf nötig

Die potenzielle Beteiligung an weiteren innovativen Unternehmen, etwa im Quantenbereich, was der Minister als „legitime Überlegung“ bezeichnet, wird aber nicht nur durch die von Hlawati genannten Einschränkungen erschwert. Man könne etwa nicht zusammen mit einem Private-Equity-Fonds bei einem Unternehmen einsteigen, erklärt die Managerin. Das gar nicht wegen Regelungen, die das verbieten, sondern weil jeder Verkauf einer Öbag-Beteiligung einstimmig im Ministerrat beschlossen werden muss. Auf diese Unsicherheit, vor allem in Bezug auf einen möglichen Exit, würde sich kein Fonds als Co-Investor einlassen.

Öbag dürfte vorerst Dividendenbringerin bleiben

Und auch sonst sind es politische Erwägungen, die die in der Strategie ausgeführten Wünsche zur Öbag wohl mit einer ernüchternden Wirklichkeit konfrontieren. Denn vor allem in der nach wie vor sehr angespannten Budgetlage wird die Holding ihre Rolle als Dividendenbringerin wohl nicht los werden. Das gilt für die Pläne mit dem bestehenden Portfolio, wie Hlawati ausführt: „Zu glauben, wir könnten eine Milliarde Euro weniger Dividende zahlen und dafür den Netzausbau beschleunigen – so geht das nicht.“ Mehr noch gilt es aber vermutlich für potenzielle weitere Beteiligungen.

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Die Founder von The GoodStuff Christian Knauss (l.) und Thomas Schmidbauer (r.) setzen in Zukunft auf einen natürlichen Proteinriegel. | ©Alina Diesner

Ein Proteinshake hier, ein Proteinriegel da. Österreichs Supermarktregale sind gefüllt mit eiweißhaltigen Produkten. Der Trend zur bewussten Ernährung schlägt auch auf die Tierwelt über. Mit SnackSnack erweitert The GoodStuff sein Sortiment um einen Proteinriegel für Hunde, der auf natürlichen Inhaltsstoffen basiert. „Wir wollen Tiere so ernähren, wie es die Natur für sie vorgesehen hat. Und deswegen bieten wir Futter- und Snackprodukte an, die sich einer sehr natürlichen Philosophie unterwerfen“, erklärt Co-Founder Thomas Schmidbauer im brutkasten-Gespräch.

Ein besseres Hundeleben

Hunde sollen durch den Riegel mehr Energie haben und ein glücklicheres Leben führen. „Du bist, was du isst. Das gilt auch für den Hund. Wenn ich nur Schrott in mich reinschaufle, dann wird es mir nicht gut gehen“, sagt Schmidbauer, der die Riegel als „hochwertiges Snackprodukt“ beschreibt. Dass die Hunde den Proteinriegel zwingend für eine gesunde Ernährung brauchen würden, bestätigte er jedoch nicht. Denn für eine ausgewogene Ernährung müsse durch Trocken- und Nassfutter gesorgt werden.

Die Riegel bestehen zu 90 Prozent aus Hühnerfleisch, Quinoa, Flohsamen und Mineralstoffen. „Man kann jetzt in den Supermarkt gehen und Hundesnacks kaufen, die voller Getreide und irgendwelcher Zusatzstoffe sind. Dem Hund wird das nicht gut tun. Unser Riegel ist ein Naturprodukt ohne irgendwelche künstlichen Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder sonst irgendeinen ‚Klimbim‘“, erklärt Schmidbauer. Die Kombination des proteinhaltigen Hühnerfleisches mit Quinoa, das „den Blutzuckerspiegel konstant auf einem Level hält“, mache den Riegel ideal für aktive Tage.

Ein Kilo für rund 60 Euro

Qualität hat ihren Preis, das trifft auch auf die Proteinriegel von The GoodStuff zu. Ein Kilogramm kommt im Onlineshop auf rund 60 Euro. Zum Vergleich: Die Pedigree Ranchos, die auf Fressnapf als Trainingssnack beworben werden, kosten auf eben dieser Website rund 33 Euro pro Kilo. Schmidbauer sieht den Preis jedoch nicht als problematisch an: „Der ist dadurch gerechtfertigt, dass es einfach ein extrem hochwertiges Produkt ist. Wenn ich hochwertig produziere, dann muss ich auch einen höheren Preis verlangen.“

Der Verkauf der Riegel laufe bisher gut. The GoodStuff habe bereits „Tausende verkauft“, das Feedback sei durchwegs positiv. Aktuell sind die Riegel in der Geschmacksrichtung Huhn erhältlich, weitere seien aber geplant. The GoodStuff sieht die Riegel als logische Ergänzung zu seinem bisherigen Sortiment. Die österreichische Firma verkauft ihre Produkte neben Österreich und Deutschland in weiteren zehn Märkten.

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