06.03.2026
AGENTIC AI

Nvidia-CEO Huang nennt Steinbergers OpenClaw „wichtigsten Software-Release aller Zeiten“

Jensen Huang, Chef des aktuell weltweit wertvollsten Unternehmens Nvidia, beschrieb auf einer Konferenz die bereits massiven Implikationen durch KI-Agenten.
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Peter Steinberger im brutkasten-Studio | (c) brutkasten
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Bereits vor einigen Wochen verkündete OpenAI-Chef Sam Altman Peter Steinbergers Start beim KI-Giganten, wie brutkasten berichtete. Doch Steinbergers Open-Source-KI-Agent OpenClaw sorgt weiter für Aufsehen und Gesprächsstoff. Auf der Technologie-, Medien- und Telekommunikationskonferenz TMT von Morgan Stanley in San Francisco wurde die Agentic-AI-Anwendung nun als „wahrscheinlich wichtigster Software-Release aller Zeiten“ bezeichnet. Und zwar nicht von irgendeinem Speaker, sondern vom CEO des aktuell wertvollsten Unternehmens der Welt: Nvidia-Gründer Jensen Huang.

Probably the biggest phenomenon that’s happening, and if you’re paying attention to it, I’m sure you are, OpenClaw is probably the single most important release of software, you know, probably ever. If you look at OpenClaw and the adoption of it, you know, Linux took, right, some 30 years to reach this level. OpenClaw in, what is it, 3 weeks, has now surpassed Linux. It is now the single most downloaded open source software in history, and it took 3 weeks.

Dabei betonte der Nvidia-Chef die beispiellose Geschwindigkeit der Adaption durch die Nutzer:innen. „Wenn man sich OpenClaw und dessen Verbreitung ansieht, hat Linux dafür etwa 30 Jahre gebraucht. OpenClaw hat Linux nun in drei Wochen übertroffen“, so Huang. Damit ist das Tool die am schnellsten und mittlerweile meist-verbreitete Open-Source-Software der Geschichte.

KI-Agenten als gigantischer Treiber für Rechenleistung

Für den Hardware-Giganten Nvidia hat der Hype um OpenClaw auch handfeste wirtschaftliche Implikationen. Huang erklärte im Rahmen der Konferenz, dass Agentic AI zu einem massiven Anstieg des Rechenbedarfs führe. Der Token-Verbrauch sei durch solche Agenten um das 1.000-fache gestiegen, was ein regelrechtes „Rechen-Vakuum“ erzeuge. Agenten wie OpenClaw, die selbstständig massenhaft Websuchen, Bildgenerierungen und komplexe Analysen durchführen, treiben die Auslastung laut Huang drastisch in die Höhe. Selbst bei groß angelegten Hardware-Rollouts werde die Nachfrage nach entsprechender Infrastruktur laut dem Nvidia-CEO auf absehbare Zeit das Angebot übersteigen, solange KI-Agenten zunehmend menschliche Aufgaben übernehmen.

Huang erwartet zudem einen umfassenden Wandel in der gesamten Software-Branche durch Agentic AI. „Die gesamte Softwareindustrie wird Token-gesteuert sein“, meint er und geht davon aus, dass alle Software-Unternehmen letztlich KI-Agenten vermieten werden.

Vom „Side-Project“ zum globalen Phänomen

OpenClaw trat ab Ende vergangenen Jahres – zunächst als Clawdbot, dann kurzfristig als Moltbot – seinen Siegeszug an. Umbenannte werden musste der KI-Agent nach einer Copyright-Intervention des KI-Riesen Anthropic. OpenClaw läuft lokal auf Geräten mit Windows, Mac und Linux, greift auf zahlreiche Apps zu und kann auf Anweisung sogar selbst neue Fähigkeiten (Skills) entwickeln – eine Funktionalität, die zuvor in dieser Form nicht existierte und ein riesiges mediales Echo auslöste.

Der Wiener Entwickler Peter Steinberger hatte mit einem derartigen Hype nicht gerechnet. Gegenüber brutkasten nannte er den Agenten im Jänner „eines meiner Side Projects“ und zeigte sich merklich überwältigt von der massiven globalen Resonanz.

Nachdem sich mehrere Tech-Giganten darum bemüht hatten, Steinberger bei sich an Bord zu holen, traf dieser vor einigen Wochen eine Entscheidung: OpenAI-CEO Sam Altman verkündete offiziell, dass Steinberger dem Team von OpenAI beitrete, um dort die „nächste Generation persönlicher Agenten“ voranzutreiben. „Ich habe einfach Mega-Bock darauf. Mit einer riesigen Menge an smarten Leuten zusammenarbeiten zu können – wie könnte ich da widerstehen?“, kommentierte Steinberger dazu gegenüber brutkasten.

Altman bezeichnete Steinberger bei seinem Start als „Genie mit vielen großartigen Ideen über die Zukunft sehr intelligenter Agenten“. Trotz Steinbergers Wechsel zu OpenAI bleibt OpenClaw aber als Open-Source-Projekt erhalten und wird in einer Stiftung weitergeführt, die von OpenAI finanziell und strukturell unterstützt wird. Auch Steinberger selbst witrd laut eigenen Angaben parallel daran weiterarbeiten.

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Jeff Bezos sprach am Mittwoch auf der Theater-Stage der VivaTech in Paris über sein KI-Projekt Prometheus. (c) Screenshot VivaTech

Am Mittwoch fiel der Startschuss für die zehnte Ausgabe der VivaTech. Das Event in Paris zählt zu den größten Startup- und Technologie-Treffen Europas und bringt über vier Tage hinweg Startups, Investor:innen, Tech-Konzerne und Forscher:innen zusammen. Schon am Vormittag herrschte dichter Andrang in den Hallen der Pariser Porte de Versailles: Zwischen Roboterarmen, Demo-Bühnen und unzähligen Startup-Ständen schoben sich Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Fans durch die Gänge. brutkasten ist vor Ort. Für besonderen Andrang sorgte eines der Highlights der diesjährigen Ausgabe: Jeff Bezos, der erst zu Wochenbeginn als Speaker angekündigt worden war. Am Vormittag trat der Amazon-Gründer auf der Theater-Stage auf.

Gemeinsam mit Blue-Origin-CEO Dave Limp saß Bezos schließlich auf der Bühne, moderiert vom früheren NASA-Astronauten Mike Massimino. Der Großteil des Gesprächs drehte sich um Raumfahrt. Aufhorchen ließ Bezos aber, als er auf sein jüngstes Projekt zu sprechen kam: Prometheus, das KI-Unternehmen, das er 2025 mitgegründet hat und als Co-CEO führt.

Bezos beschrieb Prometheus als Versuch, einen „artificial general engineer“ zu bauen, also eine KI, die nicht primär Texte verarbeitet, sondern Ingenieursarbeit leistet. Das Ziel sei, den „dream-build cycle“ zu verkürzen, also die Zeit zwischen der Idee für ein Produkt und seiner serienreifen Fertigung.

„Aller Wohlstand beruht auf Erfindungen“

Diesen Anspruch rahmte Bezos grundsätzlich ein: „Aller zivilisatorische Wohlstand beruht auf Erfindungen. Vor 6.000 Jahren hat jemand den Pflug erfunden, und wir alle wurden wohlhabender.“ Wer den Erfindungszyklus beschleunige, schaffe realen Wohlstand. Was das praktisch heißt, machte er an einem Beispiel fest: Ein neues, sparsameres Triebwerk sei heute ein Zehn-Jahres-Programm. Prometheus solle das schrittweise auf fünf, drei, am Ende ein Jahr drücken.

Klassische Sprachmodelle reichen dafür nach seiner Überzeugung nicht aus. „Mit herkömmlichen großen Sprachmodellen lässt sich das nicht machen. Sie haben ihre Berechtigung“, sagte Bezos. Sein Bild dazu: „Wenn ich tausend Bücher darüber lese, wie man ein großartiger Turner wird, wäre ich danach immer noch ein miserabler Turner.“ Engineering brauche eine andere Art von Training als reine Symbolmanipulation, wie sie Sprachmodelle beherrschen.

Der Sorge, KI könnte Menschen überflüssig machen, widersprach Bezos ausdrücklich. Er erwarte eher das Gegenteil: „KI wird einen Arbeitskräftemangel erzeugen, weil sie es den Menschen ermöglicht, mehr Probleme zu identifizieren.“ Heute sei man „nicht durch unsere Vorstellungskraft begrenzt, sondern durch das, was wir tatsächlich umsetzen können“. Beschleunige man das Bauen, drehe sich dieses Verhältnis um. Als Vorgeschmack nannte er die eigene Erfahrung mit Coding-Tools: „Vor drei Jahren war ich ein miserabler Informatiker. Heute aber kann ich an einem einzigen Nachmittag eine iOS-App schreiben.“ Genau das wolle Prometheus in die physische Welt übertragen.

Querverweis zu Emmi AI

Für die heimische Szene hat die Idee einen vertrauten Klang. Mit Emmi AI verfolgt seit 2024 ein Linzer Startup einen ganz ähnlichen Ansatz, nämlich KI-Modelle, die auf die Physik der realen Welt statt auf Sprache trainiert sind und Ingenieurssimulationen drastisch beschleunigen sollen. Das Unternehmen aus dem Umfeld des KI-Labors NXAI wurde im Mai 2026 vom französischen KI-Konzern Mistral übernommen. Die Stoßrichtung, die Bezos nun auf der großen Bühne skizziert, ist also auch in Österreich prominent vertreten.

Was sonst noch ansteht

Die VivaTech feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen und läuft noch bis Samstag, den 20. Juni. Inhaltlich dreht sich die Jubiläumsausgabe vor allem um Künstliche Intelligenz, Deeptech, Cybersecurity und Energie, wobei sich KI durch nahezu jede der vier Bühnen zieht. Neben Bezos sind weitere prominente Stimmen angekündigt, darunter Nvidia-CEO Jensen Huang mit der GTC-Paris-Keynote, Yann LeCun (AMI Labs, zuvor Meta) und Arthur Mensch, CEO des französischen KI-Konzerns Mistral, der das Linzer Startup Emmi AI übernommen hat. Der Deeptech-Schwerpunkt reicht von Quantencomputing bis Biotech. Zum Abschluss verwandelt sich der Publikumstag am Samstag erstmals in ein offenes VivaTech-Festival, das Technologie einem breiten Publikum zugänglich machen soll.

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