03.04.2020

Nuki: Red Dot Design Award für Smart Lock von Grazer Startup

Das Grazer Startup Nuki gewinnt mit seinem Smart Lock 2.0, das gemeinsam mit dem Design-Büro EOOS gestaltet wurde, den Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design.
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Nuki: Das Smart Lock 2.0 wurde mit EOOS gestaltet und gewann nun den Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design
(c) Nuki: Das Smart Lock 2.0

„Natürlich stand bei der Entwicklung die Funktionalität im Vordergrund“, meint Jürgen Pansy, Co-Founder und Head of Product des Grazer Startups Nuki. „Aber ein Produkt ist immer am besten, wenn es ideale Funktionalität mit einem guten Design vereinen kann. Für mich ist gutes Produktdesign, wenn man das Produkt gerne nutzt und es im Alltag Spaß macht“. Das Smart Lock 2.0 des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Wiener Design-Büro EOOS gestaltet. Nun wurden die Partner dafür mit dem Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design ausgezeichnet.

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„Besessen vom Anspruch, ein perfektes Produkt zu kreieren“

Harald Gründl, Designer und Mitbegründer von EOOS führt aus: „Für uns muss gutes Produktdesign poetisch sein. Die Menschen sind stets hin- und hergerissen zwischen dem Analogen und dem Digitalen. Und das Schöne am Smart Lock 2.0 ist, dass es beide Aspekte verbindet. Ich glaube, was die Zusammenarbeit zwischen uns und Nuki besonders auszeichnet, ist, dass beide Seiten besessen sind vom Anspruch, ein perfektes Produkt zu kreieren“.

Das Nuki Smart Lock wird auf der Innenseite des vorhandenen Türschlosses montiert und ist laut Hersteller-Angaben innerhalb von drei Minuten einsatzbereit – die Installation erfolgt ohne Schrauben oder Bohren. Es kann per App, Keypad, Fob und auf Wunsch sogar aus der Ferne gesteuert werden. Zudem gibt es zahlreiche Schnittstellen zu anderen Smart Home-Anwendungen.

Nuki-Gründer Pansy: „Ziel, den physischen Schlüssel zu ersetzen“

2014 von den früheren sms.at-Gründern Martin und Jürgen Pansy, die auch den Company Builder UpToEleven betreiben, in Graz gestartet, beschäftigt Nuki mittlerweile 40 Mitarbeiter. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bestehende Zutrittslösungen intelligenter zu machen und dadurch den physischen Schlüssel zu ersetzen. Wir stellen uns mit Begeisterung dieser Herausforderung, weil wir von der Vereinfachung des Alltagslebens durch den Einsatz von mobilen Technologien überzeugt sind“, meint CEO Martin Pansy über die Vision des Unternehmens.

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Mathias Lipp-Rosenthal, Gründer der KI Schmiede | Foto: Lipp-Rosenthal

Das im August veröffentlichte Gesamtstaatliche Lagebild 2026 des Krisensicherheitsberaters im Bundeskanzleramt enthält einen Satz, der bislang wenig Beachtung fand: Angesichts der Cyberbedrohung rücke digitale Souveränität weiter in den Fokus der nationalen Sicherheit. Daraus leitet es eine unbequeme Handlungsoption ab, nämlich die Förderung von EU-Anbietern und den Verzicht auf externe Anbieter bei künftigen Beschaffungen. Im (ersten) Lagebild 2025 kam der Begriff nicht vor. Aus einem Standortthema wurde binnen eines Jahres eine Sicherheitsfrage.

Der Ist-Zustand ist bekannt. Verwaltung und Wirtschaft in Österreich laufen weitgehend auf Infrastruktur dreier US-Konzerne. Der CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten, die diese Unternehmen verarbeiten, unabhängig vom Standort des Rechenzentrums. Als Microsoft im Frühjahr 2025 plötzlich das Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs sperrte, wurde sichtbar, dass die Verfügbarkeit einer digitalen Grundleistung an einer Entscheidung außerhalb Europas hängen kann. Die Leistungsfähigkeit der Hyperscaler steht außer Streit. Zu klären ist, welche Funktionen ein Staat in fremder Hand belassen kann.

Vorbilder im öffentlichen Sektor

Das Österreichische Bundesheer hat mit der Umstellung auf LibreOffice die Kontrolle über einen zentralen Arbeitsplatzbaustein zurückgeholt, die Schweizer Armee migriert ihr Kommando Cyber auf openDesk.

Am weitesten gehen die Niederlande. Dort stellt die Regierung die gesamte Bundesverwaltung auf digitale Souveränität um. Seit Juli 2026 ist von US-Clouds für E-Mail und Dokumente abzuraten, Daten müssen in Europa bleiben und für jeden Dienst muss ein Ausstiegsplan vorliegen.

Sicherheit als Grundbedürfnis der Wirtschaft

Die Frage stellen sich zunehmend auch heimische Unternehmen. Sie wollen wissen, ob ihre Daten in Europa liegen, wer darauf zugreifen kann und ob der Dienst, auf dem ihr Tagesgeschäft läuft, morgen noch verfügbar ist. Souverän zu arbeiten heißt für sie vor allem, Sicherheit zu haben: dass Daten nicht von Drittstaaten abgegriffen werden können und dass sie sich auf die Infrastruktur, die ihr Geschäft trägt, tatsächlich verlassen können.

Anbieter, die diesen Wechsel möglich machen, gibt es in Österreich und Europa bereits. Sie stellen Rechenleistung, Plattformdienste und KI-Modelle bereit, die europäischem Recht unterliegen und deren Betrieb nachvollziehbar bleibt. Was ihnen fehlt, ist nicht die Kompetenz, sondern die Nachfrage, die sie in jene Größe trägt, in der sie für den Mittelstand zur echten Option werden.

Mehr als ein Hackathon

Im Mai 2026 haben das Bundeskanzleramt und die TU Austria dazu einen Public AI Hackathon veranstaltet. In 48 Stunden entwickelten 25 Talente Prototypen für die öffentliche Verwaltung, präsentiert vor Staatssekretär Alexander Pröll und einer Jury aus Verwaltung, Politik und Forschung. Das Format zeigt, dass der Wille zur Zusammenarbeit zwischen Staat und Nachwuchs vorhanden ist. Es zeigt auch, wo die Grenze liegt. Zwei Tage Hackathon ersetzen keine Strategie, mit der die Startup-Szene dauerhaft in den Aufbau souveräner Infrastruktur eingebunden wird. Auf einen Prototyp sollte eine Beschaffung folgen, auf eine Veranstaltung ein Förderprogramm, auf ein Teilnahmezertifikat ein zahlender Kunde.

Der Hebel heißt öffentliche Nachfrage

Genau hier liegt der Hebel für Österreich. Öffentliche Nachfrage entscheidet, ob heimische Anbieter jene Größe erreichen, die sie brauchen, um für die Wirtschaft eine echte Option zu sein. Wenn Bund, Länder und Förderstellen gezielt bei europäischen und österreichischen Anbietern beschaffen, stärkt das deren Marktposition und signalisiert der gesamten Startup-Branche, dass sich Investitionen in souveräne Technologie lohnen. Souveränität und Innovation stehen dabei nicht im Widerspruch, sie bedingen einander: Wer die Kontrolle über seine Infrastruktur behält, kann auf ihr aufbauen, statt sie nur zu mieten.

Für Österreich heißt das, die Empfehlung des Lagebilds über einzelne Prototypen hinaus zu denken. Jede Ausschreibung, jedes Förderprogramm und jede Anschlussfinanzierung entscheidet mit darüber, ob die österreichische Startup-Branche zu jenem Anbieter heranwächst, von dem Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Mittelstand in zehn Jahren abhängen können. Wer Gründerinnen und Gründer heute mit mehr als einem Zertifikat ausstattet, entscheidet mit über die technologische Souveränität von morgen.


Über den Gastautor:

Mathias Lipp-Rosenthal ist Gründer der KI Schmiede, einer im Juni 2026 gestarteten Beratung, die Unternehmen im DACH-Raum bei der Einführung und Schulung von KI begleitet. Zuvor war er stellvertretender Klubdirektor der Neos und Mitgründer von Voter AI; die Gründung der KI Schmiede hat brutkasten hier bereits vorgestellt.

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Nuki: Red Dot Design Award für Smart Lock von Grazer Startup

  • „Natürlich stand bei der Entwicklung die Funktionalität im Vordergrund“, meint Jürgen Pansy, Co-Founder und Head of Product des Grazer Startups Nuki.
  • Das Smart Lock 2.0 des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Wiener Design-Büro EOOS gestaltet.
  • Nun wurden die Partner dafür mit dem Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design ausgezeichnet.
  • Das Nuki Smart Lock wird auf der Innenseite des vorhandenen Türschlosses montiert und ist laut Hersteller-Angaben innerhalb von drei Minuten einsatzbereit – die Installation erfolgt ohne Schrauben oder Bohren.
  • Es kann per App, Keypad, Fob und auf Wunsch sogar aus der Ferne gesteuert werden.
  • Zudem gibt es zahlreiche Schnittstellen zu anderen Smart Home-Anwendungen.

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Nuki: Red Dot Design Award für Smart Lock von Grazer Startup

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  • Das Smart Lock 2.0 des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Wiener Design-Büro EOOS gestaltet.
  • Nun wurden die Partner dafür mit dem Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design ausgezeichnet.
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Nuki: Red Dot Design Award für Smart Lock von Grazer Startup

  • „Natürlich stand bei der Entwicklung die Funktionalität im Vordergrund“, meint Jürgen Pansy, Co-Founder und Head of Product des Grazer Startups Nuki.
  • Das Smart Lock 2.0 des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Wiener Design-Büro EOOS gestaltet.
  • Nun wurden die Partner dafür mit dem Red Dot Design Award 2020 in der Kategorie Product Design ausgezeichnet.
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  • Das Nuki Smart Lock wird auf der Innenseite des vorhandenen Türschlosses montiert und ist laut Hersteller-Angaben innerhalb von drei Minuten einsatzbereit – die Installation erfolgt ohne Schrauben oder Bohren.
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  • Zudem gibt es zahlreiche Schnittstellen zu anderen Smart Home-Anwendungen.

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