22.08.2016

Streaming: Nordkorea führt ein regimeeigenes „Netflix“ ein

Kim Jong-Un regiert in Nordkorea mit eisener Hand. Nichtsdestotrotz will das Regime seine Bevölkerung mit einem Video-on-demand-Dienst bei Laune halten - zu sehen gibt es aber nur staatlich geprüfte Inhalte. Das obwohl kaum jemand Zugang zum Internet hat.
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Das nordkoreanische Regime rund um Diktator Kim Jong-Un führt ein eigenes "Netflix" ein. reeel - fotolia.com

Video-on-demand ist gefragt wie noch nie. Sogar im international abgeschotteten Nordkorea findet das Konzept Anklang. Über den neuen Streamingdienst informierte laut einem Bericht der Seite „NK News“ das nordkoreanische Staatsfernsehen. Die Streamingbox trägt den Namen „Manbang“ – übersetzt: „überall“. Zu sehen gibt es Dokumentationen über das stalinistische Regime und Sendungen, die Englisch- und Russischkenntnisse vermitteln sollen.

+++Mehr zum Thema: Netflix Gründer Reed Hastings über seine Anfänge+++

Kaum Menschen mit Internetzugang

Die Zahl der potenziellen Nutzer dieses Dienstes wird jedoch sehr begrenzt sein. Internetzugang hat in Nordkorea in erster Linie die politische Führung des Landes. Sonst praktisch niemand. Die Kommunikationsagentur „We are social“ ermittelte Anfang des Jahres, dass in Nordkorea von 25 Millionen Einwohnern etwa 7000 Menschen online sind. Laut „We are Social“ handle es sich bei diesen 7000 aber in erster Linie um Geschäftsleute aus anderen Ländern.

Die Machthaber in der Diktatur setzen auf ein eigenes Intranet, mit einer begrenzten Anzahl an Websites. Welche wenig überraschend staatlich kontrolliert werden. Ebenso verhält es sich mit dem Angebot von Manbang. Pjöngjang hat sogar ein eigenes Betriebssystem namens Red Star entwickeln lassen, gedacht für den Einsatz im nordkoreanischen Intranet.

Kinder wollten interessante Videos immer mehrmals sehen. Es ging aber nicht.

Pjöngjang und Seoul – Wie Tag und Nacht“

Die nordkoreanische und die südkoreanische Hauptstadt liegen weniger als 200 Kilometer entfernt voneinander – und könnten unterschiedlicher kaum sein. Seoul, eine pulsierende Metropole voll von blinkenden Werbebotschaften, das als Zentrum der südkoreanischen Unterhaltungsindustrie gilt auf der einen Seite. Auf der der anderen: Pjöngjang. Zensur, Arbeitslager und ein kompromissloser Diktator.

„Kinder können Videos jetzt mehrmals ansehen“

Manbang werde das Leben der Bürger und Kinder erheitern, hieß es im Staatsfernsehen. „Kinder quälten uns früher, um neue interessante Videos nach ihrer Veröffentlichung wieder sehen zu können, aber wir hatten Probleme, das zu tun“, zitiert „NK News“ einen Lehrer in einem Waisenhaus. „Jetzt sind wir glücklich, da wir ihnen die Filme noch einmal zeigen können. Und die Kinder genießen es.“

17-minütiges Vorstellungsvideo

In einem 17-minütigem Video stellt das Staatsfernsehen die neue Box vor. Schulkinder, Pensionisten und Großfamilien werden als Versuchskaninchen dargestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=NlJ5gkJujYk#action=share

 

 

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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