03.11.2025
GENANALYSE

NÖ-MedTech rund um Katharina Schneider kooperiert mit österreichischer Olympiasiegerin

Das Unternehmen Permedio, spezialisiert auf genetische und epigenetische Analysen, gibt die Zusammenarbeit mit Olympia-Siegerin Lara Vadlau bekannt.
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Permedio, Vadlau, Olympiasiegerin, Schneider
© GEPA pictures / Matic Klansek/ Puls 4/Canva - Katharina Schneider (l.) und Lara Vadlau.

Das Neunkirchner MedTech Permedio verspricht Nutzer:innen mittels einmaliger Genanalyse wichtige Erkenntnisse zur eigenen Gesundheit zu gewinnen. Dazu bietet das Startup unterschiedliche Test-Formate. Eines davon ist der „Medikamente-Check“ mit dem man herausfinden kann, ob man Medikamente verträgt und welche Dosis davon individuell notwendig ist.

Permedio bei „2min2mio“

Bekannt wurde das 2020 als GmbH eingetragene Startup Permedio spätestens 2021, als es sich in der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ einem breiten Publikum vorstellte – und TV-Jurorin Katharina Schneider aufgrund von Befangenheit freiwillig und kurzfristig während des Pitches das Studio verließ. Ihr Bruder und Pitcher Stefan Wöhrer war nämlich der Gründer des MedTechs.

Die Mediashop-Chefin stieg dann, 2024, als Co-Geschäftsführerin beim Unternehmen ein – brutkasten berichtete. Anfang des heurigen Jahres verkündete man eine Partnerschaft mit dem bekannten Fitnessanbieter John Harris. Nun holte man die mehrfache Weltmeisterin und Segel-Olympiasiegerin von 2024 (in der Mixed-Klasse gemeinsam mit Lukas Mähr) sowie ausgebildete Ärztin Lara Vadlau als Kooperationspartnerin mit an Bord.

„Ich freue mich persönlich ganz besonders, dass wir mit Lara Vadlau eine Partnerin gewonnen haben, die als Frau Einzigartiges leistet. Sie vereint sportliche Spitzenleistungen, medizinische Kompetenz und mentale Stärke in einer Weise, die ihresgleichen sucht. Genau das spiegelt unsere Vision bei Permedio wider: Menschen durch evidenzbasierte genetische und epigenetische Analysen dabei zu unterstützen, ihr volles Potential gesund und nachhaltig zu entfalten“, betont Katharina Schneider, mittlerweile CEO von Permedio.

Nuancen entscheiden

Sie und Vadlau wissen, dass im Leistungssport oft die kleinste Nuance über Sieg oder Niederlage entscheidet. Körperliche Regeneration, Belastbarkeit, mentale Stärke und die richtige Medikamentierung im Falle von Verletzungen oder Erkrankungen seien entscheidende Faktoren. Hier kämen genetische Analysen ins Spiel: Sie machen laut Schneider u.a. sichtbar, welche genetischen Faktoren Einfluss auf Stoffwechsel, Muskelfunktion, Regeneration oder die Wirkung von Medikamenten haben.

Für Lara Vadlau ist dieser Ansatz auch aus medizinischer Sicht von hoher Bedeutung: „Für mich ist es entscheidend, zum richtigen Zeitpunkt körperlich wie mental auf Top-Niveau zu sein“, sagt sie. „Die genetischen Analysen von Permedio sind dabei wie eine Betriebsanleitung für meinen Körper – sie liefern mir Klarheit, wie ich meine Gesundheit schützen und meine Leistung gezielt steuern kann. Als Ärztin schätze ich besonders, dass die Ergebnisse wissenschaftlich fundiert sind und helfen, die richtige Medikamentenwahl zu treffen und Nebenwirkungen zu reduzieren.“

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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