27.10.2015

NOAH Konferenz: Das Investment ist nur einen Kaffee entfernt

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© noah.com/Carolin Weinkopf: Die NOAH Konferenz in Berlin.

Bei der NOAH Konferenz stehen Startups im Anfangsstadium nicht im Mittelpunkt, sondern bereits erfolgreiche Unternehmen. Wer auf der Bühne pitchen darf, hat es meist schon geschafft. Das merkt man schon am Kleidungsstil.

Die NOAH Konferenz fand dieses Jahr zum ersten Mal in Berlin statt. Im geschichtsträchtigen Tempodrom zwischen Mitte und Kreuzberg können bis zu 3000 Gäste sitzen. Und vorweg genommen: es war bum voll. Beeindruckend wirkte die Location schon beim Ankommen, wo sich eine kleine Menge bildete, um die Namensbatches und Einlass zu bekommen. Auffallend waren die vielen Anzugträger, die überall herumliefen – und die Autos, die davor standen. Man merkte, ein wenig Protz durfte nicht fehlen. Dieser zog sich auch weiter durch die Veranstaltung, im positiven wie im negativen Sinn. Ob vor Ort im Saal oder bei der Afterparty: Die Organisation der NOAH versuchte sich zu übertrumpfen. Doch die Gefahr war groß, dass damit auch ein bisschen ins Oberflächliche abgeglitten wird, dem auch ein wenig so war.

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© noah-conference.com/Carolin Weinkopf

Etwas, womit die NOAH allerdings aufwartete und damit alles wieder wett machte, war das hochkarätige Publikum. Arianna Huffington oder Oliver Samwer konnte man mit ein bisschen Glück abpassen und ein paar Worte wechseln, während es zwischenzeitig auf der Bühne spannend wurde bei Geschichten wie dem Werdegang von Business Insider, den Gründer und CEO Henry Blodget erzählte, Virtual Reality Insights, die man von Martin Ott von Facebook bekam und überraschenden Meinungen, wie von Christian Ricken von der Deutschen Bank („Kein Wettbewerb zwischen Banken und FinTechs“). Sehr sympathisch war auch Cristina Riesen von Evernote, dem mobilen Arbeitsplatz mit weit über 150 Millionen User. (Unter dem Foto geht es weiter)

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© noah-conference.com/Carolin Weinkopf

Schnell wurde einem vor Ort klar, dass es weniger um die Panels und Speaker auf der Bühne ging, als um das Netzwerken hinter bzw. vor der Bühne. Lounges, Klappstühle mit NOAH Branding und die Stufen, auf der sich sogar manch Businessman mit edlem Stoff niederließ, luden dazu ein ins Gespräch zu kommen. Kein Wunder, dass hier Deals geschlossen werden. Wer geschickt ist und etwas fürs Unternehmen erreichen will, kommt zu mehrt und verteilt sich. Am klügsten sind jene, die sich vorbereiten: Wer wird vor Ort sein? Wer ist interessant? Trotz der Größe schafft man es nämlich doch, sich immer wieder über den Weg zu laufen – oder schlichtwegs den richtigen Ansprechpartner zu finden. Ein bisschen kommt es einem so vor, als würde das Geld am Boden liegen – oder auf den Stehtischen. Spätestens an der Kaffeebar, wenn man Nachschub holt, kommt man ins Gespräch.

„Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“, Google-Chef Eric Schmidt.

Zu den richtig wichtigen Panels, drängen sich dann aber doch alle in den Saal: Etwa, wenn Eric Schmidt spricht. Der Google-Chef (und heimliche Star der NOAH Berlin), weiß genau, wie er das Publikum in Deutschland (der deutsche Medienverlag Axel Springer war Co-Veranstalter) für sich gewinnt. Er leitete seine Rede mit einem Zitat der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ein: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“

Die Wahrheit konnte unmittelbar danach auf der Internetkonferenz diskutiert werden. Wenn nicht mit einem Startup, das eine Lösung im Digitalbereich entwickelt hat, dann mit dem Investor, der in der Digitalbranche die Zukunft sieht. Auffallend war übrigens neben den Anzugträgern, die Anzahl der weiblichen Businessladys: jedenfalls alles andere als zahlreich. Allerdings kann man hierfür der NOAH Konferenz keine Schuld geben.

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Mehr Frauen waren dann wieder bei der NOAH Afterparty anzutreffen. Mit einer imposanten Show wurde DJ Sven Väth eingeläutet und heizte das Spindler & Klatt bis in die frühen Morgenstunden ein. Wäre die Bar nicht so überlaufen gewesen und die Location etwas größer, wären wahrscheinlich noch mehr Freundschaften geschlossen worden.

Abschluss der NOAH war ein Gespräch zwischen Oliver Samwer von Rocket Internet und Marco Rodzynek, den Organisator der NOAH Konferenz am nächsten Tag. Ein Interview, bei dem man merkte, dass sich beide gut kennen: So persönlich wird man Samwer wahrscheinlich woanders nicht hören.

Die NOAH findet jährlich in London statt. Wer Zeit hat, sollte sich den 12.-13. November 2015 im Kalender notieren. Fazit: Sakko nicht vergessen, Termine im Vorfeld durchplanen und möglichst früh zur Afterparty gehen. Dann kann nichts schief gehen.

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KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

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Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

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20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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