06.10.2023

niceshops: Steirisches Scaleup machte 2022 156 Mio. Euro Umsatz & holt neuen CFO

niceshops gewinnt den international erfahrenen Finanzmanager Erik Neutzner als neues Mitglied der Geschäftsführung. Gemeinsam will man das österreichische E-Commerce-Unternehmen strukturell weiterentwickeln sowie Innovation und Wachstum vorantreiben.
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Seit der Gründung im Jahr 2010 hat das steirische E-Commerce-Scaleup mit Sitz im steirischen Saaz und Standorten in Graz und Wien einen beachtlichen Wachstumskurs hingelegt. Das Unternehmen rund um Firmengründer Roland Fink betreibt rund 40 unterschiedliche Shop Brands.

Zudem serviciert niceshops laut eigenen Angaben rund 1,7 Millionen aktive Kund:innen in 16 Sprachen. Nach zuvor jährlichen Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich konnte der Umsatz im Post-Corona-Jahr 2022 entgegen dem internationalen Markttrend weiter auf 156 Millionen Euro leicht gesteigert werden. 2020 betrug der Umsatz noch 100 Millionen Euro (brutkasten berichtete).

Erik Neutzners internationaler Background

Um den Wachstumskurs fortzusetzen, wurde nun das Führungsteam der E-Commerce-Spezialist:innen mit dem international erfahrenen Finanzmanager Erik Neutzner verstärkt. 

Nach seinem Master-Studium mit Schwerpunkt Controlling und Rechnungswesen in Innsbruck absolvierte der 50-jährige gebürtige Salzburger in den USA die Ausbildung  zum Certified Public Accountant (CPA). Danach begleitete Erik Neutzner M&A-Transaktionen und Financial-Turnaround-Projekte bei PricewaterhouseCoopers in München.

Ab 2004 war Erik Neutzner in verschiedenen Managementpositionen innerhalb des Telekommunikationskonzerns Liberty Global in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden tätig. Er baute unter anderem bei UPC leistungsstarke Finanz und Controlling-Teams für zehn Länder und Märkte auf. Zudem war Neutzner maßgeblich am Verkauf der UPC Austria Gruppe an die Magenta beteiligt.

Führungsteam von niceshops soll Innovationen vorantreiben

„Niceshops hat seit der Gründung im Jahr 2010 ein enormes Wachstum hingelegt. Es ist eine attraktive Aufgabe, mich mit meiner Finanzexpertise in die Weiterentwicklung des außergewöhnlich spannenden Unternehmens einzubringen“, so Neutzner über seine neue Aufgabe.

Das Geschäftsführungs-Team von niceshops (v.l.n.r.) Barbara Unterkofler, Erik Neutzner, Christoph Schreiner, Roland Fink | (c) niceshops

„Mit Erik haben wir nun einen international  renommierten Finanzmanager in unseren Reihen, der in den kommenden Monaten die  Finanzorganisation von niceshops auf ein nächstes Level heben wird“, so die Geschäftsführung rund um Barbara Unterkofler, Christoph Schreiner und Roland Fink. Firmengründer Roland Fink soll sich unterdessen verstärkt der Optimierung des Online-Geschäfts kümmern und Innovationen im E-Commerce vorantreiben.


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Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Gernot Hofer CEO von der Invest AG | © Schütze Public Results, Ines Strohmayer

TTech zählt zu den wenigen europäischen Anbietern, die sicherheitskritische Steuerungs- und Vernetzungslösungen für hochsensible Einsatzbereiche entwickeln: von Raumfahrtelektronik über den autonomen Betrieb von Fahrzeugen und Maschinen bis zu industriellen Echtzeitsystemen und kritischer Infrastruktur. Mit dem Einstieg der Invest AG, hinter der als Leadinvestor die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich steht, bekommt das Unternehmen nun einen österreichischen Kapitalgeber an Bord. Zum Kaufpreis und zur Bewertung machen die Beteiligten in der Aussendung keine Angaben.

„Wir sehen es als unsere Verantwortung, dass Spitzentechnologie aus Österreich auch in österreichischer Hand bleibt. Mit TTTech investieren wir in ein Unternehmen, das beweist, dass heimisches Know-how international gefragt ist, und wir wollen sicherstellen, dass diese Kompetenz auch langfristig hier verankert bleibt“, sagt Gernot Hofer, CEO der Invest AG.

Souveränität als gemeinsames Ziel

Auch TTTech-CEO und Mitgründer Georg Kopetz stellt die Beteiligung in den Kontext der technologischen Souveränität Europas: „Innovative Technologie aus Österreich, die in marktfähigen Produkten weltweit zum Einsatz kommt, leistet einen wichtigen Beitrag zu Europas technologischer Souveränität sowie zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, gerade in einer Zeit, in der diese Frage politisch wie wirtschaftlich immer wichtiger wird.“ Mit der Invest AG habe man einen Partner, der dieses Ziel teile, das Geschäftsmodell verstehe und den weiteren Ausbau der globalen Marktposition unterstütze.

Gerald Aichhorn, Aufsichtsrat der Invest AG und Beteiligungsvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, nennt TTTech „ein Paradebeispiel dafür, welche technologische Substanz in Österreich vorhanden ist“. Gerade bei sicherheitskritischen Technologien zähle Kontinuität mehr als kurzfristiger Erfolg.

Von der Mondmission bis zum Energiemarkt

Zuletzt sorgte TTTech mit der NASA-Mondmission Artemis II für Schlagzeilen: Im April 2026 flog erstmals seit 53 Jahren wieder eine Crew um den Mond, mit Technologie von TTTech an Bord der Orion-Kapsel. Seit über 20 Jahren bringt das Unternehmen österreichische Technologie ins All. Mit der gemeinsam mit der NASA und internationalen Unternehmen erprobten Netzwerktechnologie TTEthernet hat TTTech einen internationalen Standard für hochzuverlässige Datennetzwerke geprägt, der heute unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und im Artemis-Programm zum Einsatz kommt.

Zu den zentralen Wachstumsfeldern zählt neben Luft- und Raumfahrt auch der Energiesektor: Mit TTTech Zyne, dem 2025 gemeinsam mit Verbund gegründeten Joint Venture, adressiert das Unternehmen den dezentralen Energiemarkt und dessen Herausforderungen durch volatile Preise und erneuerbare Energien. Im KI-Bereich konzentriert sich TTTech auf die sichere Einbindung in kritische autonome Systeme.

Für Aufsehen sorgte Anfang 2025 zudem der Verkauf der Tochter TTTech Auto an den niederländischen Chiphersteller NXP um 625 Millionen US-Dollar. brutkasten berichtete damals auch über die Hintergründe des Deals.

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