03.08.2023

PwC-Studie zu digitalen Assets: Vertrauen in NFTs sinkt auf 0

Eine aktuelle Studie von PwC zeigt das aktuelle Vertrauen von traditionellen Hedge-Fonds in Kryptowährungen und NFTs auf.
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The Bored Ape Yacht Club NFT (BAYC) is the collection of the most expensive NFTs
Bored Ape Yacht Club (BAYC) zählt zu den bekanntesten NFT-Kollektionen. | Foto: Adobe Stock

Seit dem Crash des Kryptomarkts im Jahr 2022 scheint das Vertrauen in digitale Assets weiterhin getrübt. Im kürzlichen veröffentlichten PwC Global Crypto Hedge Fund Report 2023 wurden 59 traditionelle Hedge-Fonds zu ihren Investitionsplänen im Bezug auf Kryptowährungen und NFTs befragt.

29 Prozent der befragten traditionellen Hedge-Fonds gaben an, in Krypto-Assets zu investieren. Im Vorjahr waren es noch 37 Prozent. Allerdings gab knapp die Hälfte aller Fonds, die bereits in Krypto-Assets investieren, an, bis Ende dieses Jahres sogar mehr in diese Anlageform investieren zu wollen, als sie es im Vorjahr getan haben. Die beiden größten Kryptowährungen, Bitcoin und Ethereum, genießen hier mit Abstand das größte Vertrauen.

Wieder anders sieht es bei den Non-Fungible Tokens (NFTs) aus: Letztes Jahr gaben noch ca. ein Fünftel aller Befragten an, in diese Anlage investieren zu wollen – heuer gab es allerdings keinen einzigen traditionellen Hedge-Fonds, der dieser Form der Anlage noch vertraut.

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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