28.02.2022

Neuer IPCC-Bericht thematisiert sozio-ökonomischen Folgen des Klimawandels

Am Montag wurde der zweite Teil des sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) veröffentlicht. Das Ergebnis: Die bis dato getroffenen Anpassungen an die Klimakrise reichen nicht aus.
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(c) AdobeStock

Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte”, die das jeweils aktuelle Wissen zum Klimawandel zusammenfassen und den globalen Konsens in der Klimawissenschaft widerspiegeln – von wissenschaftlichen Erkenntnissen bis hin zu möglichen Anpassungs-Szenarien. Im August 2021 wurde der erste Teil des mittlerweile sechsten Sachstandsbericht des IPCC veröffentlicht. Diesen Montag folgte nun der zweite Teil des über 1000 Seiten umfassenden Berichts, der im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde.

Sozio-ökonomische Folgen

Während der im Sommer vorgestellte erste Teil die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels zusammenfasst, geht es im zweiten Teil nun um die Folgen des Klimawandels bzw. die Anpassung und Verwundbarkeit. In der Zusammenfassung des Berichts heißt es, dass rund 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen derzeit sehr anfällig für die Folgen des Klimawandels sind. Im Bericht wird unter anderem auch auf die sozial-ökonomischen Auswirkungen hingewiesen, wonach es zu steigende Lebensmittelpreisen, Probleme für den globalen Handel und Arbeitsmärkte kommen kann.

Im Zuge des Berichts werden unterschiedliche Szenarien erläutert, wobei zwischen Risiken in naher Zukunft (2021-2040) und Mittel- bis langfristige Risiken (2041–2100) unterschieden wird. In einem der durchgespielten Szenarien kommt der IPCC zum Schluss, dass mehr als 183 Millionen Menschen an Unterernährung leiden könnten.

Komplexes Wechselspiel

Weiters heißt es im Bericht: „Die Folgen und Risiken des Klimawandels werden immer komplexer und schwieriger zu bewältigen. Vielfältige Klimagefahren werden gleichzeitig auftreten“. In diesem Zusammenhang wird unter anderem darauf verwiesen, dass es durch die Erwärmung zu einem komplexen Wechselspiel zwischen klimatischen und nicht-klimatischen Risiken kommen kann, das zu noch unbekannten Gefahren führen würde.

Zudem wird im IPCC auch die Artenvielfalt und die Verletzlichkeit von komplexen Ökosystemen thematisiert. Bei einer Erderwärmung von rund 1,5 Grad könnten bis zu 14 Prozent der Arten aussterben, bei einer Erwärmung von rund drei Grad betrifft das Risiko beinahe 30 Prozent der Arten. Aktuell hat sich die Erde bereits um 1,1 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmt. Das Pariser Klimaabkommen sieht eine maximale Erderwärmung von 1,5 Grad als Ziel vor.

Erste Reaktionen

Mittlerweile gibt es auch bereits erste Reaktionen auf die Ergebnisse des zweiten Teils des sechsten Sachstandsberichts. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich sieht darin einen Weckruf an die internationale Politik und fordert einen Klima- und Naturschutz-Pakt. “Die Politik darf nicht länger tatenlos zusehen, während intakte Ökosysteme im Rekordtempo vernichtet werden und Menschen dadurch ihre Lebensgrundlagen verlieren. Wir brauchen endlich ambitionierte Maßnahmen, um die schlimmsten Auswirkungen dieser Krise abzufedern und Menschen und Natur vor ihr zu schützen”, fordert Karl Schellmann, Klimaexperte des WWF Österreich.


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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Wiener Krypto-Unternehmen Bitpanda erweitert seine Plattformarchitektur. Mit der Einführung des sogenannten Model Context Protocol (MCP) und einer neuen API-Integration (Application Programming Interface) können Anleger:innen künftig externe KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude nutzen, um unter anderem ihre Portfolios per Spracheingabe zu steuern.

Investieren ohne Programmierkenntnisse

Im Kern handelt es sich bei dem MCP laut Bitpanda um ein offenes, standardisiertes Schnittstellenprotokoll, über das kompatible KI-Assistenten Anfragen in natürlicher Sprache verarbeiten und ohne Programmierung direkt mit API-Endpunkten interagieren können. Privatanleger:innen ohne technischen Hintergrund können dadurch in natürlicher Sprache Kontostände abrufen, Positionen im Blick behalten oder Trades vorbereiten, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.

Bitpanda selbst bezeichnet diesen Schritt als „nächste strukturelle Entwicklungsstufe finanzieller Schnittstellen“, die sich von passiven Chatbots zu aktiven Werkzeugen wandeln. Für Entwickler:innen steht eine klassische API bereit, um maßgeschneiderte Finanzanwendungen zu programmieren.

Elf Werkzeuge für KI-Assistenten

Konkret stellt der Bitpanda-MCP-Server nach der Verbindung elf native Tools bereit, die sich in drei Kategorien gliedern: Für Markt- und Portfoliodaten stehen unter anderem Funktionen zum Abrufen von Kursen, verfügbaren Assets und der eigenen Portfolio-Historie bereit. Im Bereich Staking und Earn lassen sich zum Beispiel aktive Positionen einsehen sowie Staking- und Unstaking-Vorgänge auslösen.

Sicherheit und Systemlimits

Die Künstliche Intelligenz agiert jedoch nicht autonom. Jeder Systemzugriff erfordert laut Bitpanda einen API-Key mit individuell festgelegten Berechtigungen, sogenannten „Scopes“. Das Trading basiert auf einem Request-for-Quote-Modell (RFQ): Ein Trade muss von der KI zuerst als Preisangebot angefragt und anschließend vom Menschen oder durch vorab definierte Regeln ausdrücklich bestätigt werden.

Dadurch bleiben alle Aktionen innerhalb des regulierten MiCAR-Rahmens der EU, heißt es vom Unternehmen. Christian Trummer, Chief Scientist und Mitgründer von Bitpanda meint: „Agentic Finance kann zu einer zentralen Schnittstelle für Finanzdienstleistungen werden. Wir werden diese Entwicklung in Europa verantwortungsvoll mitgestalten.“

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