28.01.2026
SEED+SPEED III

Neuer 90-Mio.-Euro-Maschmeyer-Fonds setzt voll auf KI

Die deutschen Investoren Carsten Maschmeyer und Alexander Kölpin setzen mit ihrer Gesellschaft seed+speed Ventures bereits den dritten Fonds auf. Ziel sind Investments in europäische B2B-Startups mit KI-Bezug in der Pre-Seed und Seed-Phase.
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(vl.) Carsten Maschmeyer und Alexander Kölpin sind die Managing Partner von seed+speed Ventures | (c) Thomas von Aagh / seed+speed Ventures
(vl.) Carsten Maschmeyer und Alexander Kölpin sind die Managing Partner von seed+speed Ventures | (c) Thomas von Aagh / seed+speed Ventures

„Künstliche Intelligenz ist nicht mehr Zusatz, sondern Fundament“, sagte der deutsche Investor Carsten Maschmeyer im vergangenen Herbst im brutkasten-Interview anlässlich der „Tech Week“ in San Francisco. Das im selben Interview von ihm ausgegebene Motto „AI or bye bye“ beherzigt er auch bei seiner Investment-Tätigkeit.

Mehrere österreichische Startups in Maschmeyers Portfolio

In Österreich ist Maschmeyer unter anderem bei Prewave, TeamEcho und zuletzt Optimuse beteiligt. Alle drei Startups setzen stark auf Künstliche Intelligenz. Das trifft auch auf zahlreiche internationale Portfolio-Unternehmen des Investors zu, der durch die Show „Die Höhle der Löwen“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist.

Dritter Fonds für seed+speed Ventures drei mal so groß wie geplant

Zusammen mit Alexander Kölpin betreibt Maschmeyer seit Jahren von Berlin aus auch seed+speed Ventures. Die Gesellschaft setzte nun ihren dritten und bislang größten Fonds auf. Nicht weniger als 90 Millionen Euro kamen beim Fundraising herein. Dabei habe die ursprüngliche Zielgröße nur 30 Millionen Euro betragen, heißt es von den Investoren: „Der Hard Cap wurde mit Zustimmung der Investoren zweimal erhöht“.

Sieben bis neun neue Startups pro Jahr

Zu diesen Investoren (Limited Partners) gehören laut Fonds „institutionelle Investoren wie Banken und Stiftungen, Mediengruppen, Family Offices, Industrie Holdings, Professionals aus dem Legal- und Tax-Bereich, Real Estate Unternehmer sowie vermögende Privatpersonen“. Ihr Geld soll nun in europäische B2B-Startups in der Pre-Seed und SeedPhase investiert werden. Die initialen Investments sollen dabei zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro liegen, „wobei für jedes Startup mehrere Millionen an Folgekapital bereitgestellt werden können“. Pro Jahr plane man Investments in sieben bis neun neue Startups.

Weiterer geografischer, engerer thematischer Fokus

Neu sind bei seed+speed III nicht nur größere Einstiegstickets und eine Erweiterung des geografischen Zielgebiets: Statt wie bisher nur in der DACH-Region, soll die dritte Auflage in ganz Europa investieren. Thematisch erfolgt gleichzeitig ein noch gezielterer Fokus auf Künstliche Intelligenz. Man wolle sich „auf die sichere Einführung und Verwendung von KI im Unternehmensalltag konzentrieren – von Security, Datenschutz und Governance bis hin zu Qualität, Kostenkontrolle und messbarer Produktivität“.

Support-Team für Gründer:innen

„Wir investieren in Pre-Seed- und Seed-Teams, die KI als Kerntechnologie entwickeln oder in Unternehmen, die Tools liefern, um KI sicher und wirksam zu nutzen“, präzisiert Manging Partner Alexander Kölpin in einer Aussendung. „Wir investieren bewusst früh in Gründerteams und helfen beim weiteren Fundraising, beim Go-to-Market und beim Skalieren durch Sales.“ So stelle man den Gründer:innen ein dediziertes Support-Team für Vertrieb, PR, Marketing sowie Social Media zur Seite, heißt es vom Fonds.

Maschmeyer: „Glauben fest an KI aus Europa“

„Wir glauben fest an KI aus Europa. Es gibt hier starke, innovative Gründer:innen mit Erfindergeist und Technologie auf Weltklasse-Niveau. Was leider oft fehlt, ist die Power, daraus große Unternehmen zu bauen und dabei helfen wir“, kommentiert Maschmeyer. Mehrere erfolgreiche Gründer:innen aus den ersten beiden seed+speed-Fonds hätten sich nach ihren Exits mittlerweile als Investoren beteiligt, so der Investor: „Das ist ein starkes Vertrauenssignal.“

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
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Sie wird regelmäßig als möglicher Hebel genannt, um Startups abseits von klassischen Förderungen staatlich zu unterstützen: die öffentliche Beschaffung. Gleichzeitig wird kritisiert, dass diese oft nicht die kommunizierten Zielsetzungen, etwa in der Stärkung der heimischen Innovationslandschaft, widerspiegelt. Das will die österreichische Bundesregierung nun mit einem „nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung“ ändern, der bis Jahresende unter Federführung von Wirtschafts- und Innovationsministerium ausgearbeitet werden soll.

Öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für Startups etablieren

Der Aktionsplan soll „als Handlungsleitfaden für den Bund, seine Beteiligungen sowie weitere öffentliche Auftraggeber dienen“. Ziel sei es, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und europäische Wertschöpfung stärker in Beschaffungsprozessen zu verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liege darauf, öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für innovative Unternehmen und Startups zu etablieren. Damit sollen „neue Technologien schneller zur Marktreife gelangen und zusätzliche Impulse für Wachstum und privates Kapital entstehen“.

Hanke: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß“

Innovationsminister Peter Hanke führt aus: „Mit rund 70 Milliarden Euro jährlich verfügt der Staat über enorme Gestaltungskraft. Diese wollen wir künftig gezielt einsetzen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu stärken und europäische Souveränität auszubauen.“

Hier gelte es neue Wege zu gehen: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen eine Beschaffung, die europäische Souveränität und Innovationskraft in den Vordergrund stellt“, so Hanke. Der Staat soll dabei „als Ankerkunde vorangehen“ und innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Lösungen erstmals im Markt einzusetzen. „Das stärkt unsere Startups, schafft heimische Wertschöpfung und macht Österreich technologisch unabhängiger“, meint der Minister. Bundesbeteiligungen wie die ÖBB und ASFINAG seien dabei bereits Vorreiter. Ziel sei es, dass die Republik ihre Rolle als Eigentümer konsequenter ausbaue.

Und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ergänzt: „Der Staat soll nicht nur einkaufen, sondern Innovationen den Weg in den Markt ebnen. Wenn die öffentliche Hand als Erst- und Referenzkunde vorangeht, schaffen wir Marktchancen für heimische Unternehmen, stärken europäische Wertschöpfung und machen aus Innovation schneller wirtschaftlichen Erfolg. Genau diesen Paradigmenwechsel treiben wir jetzt voran.“

Spinoff-Gründungen als konkrete KPI für „Austrian Quantum Cluster“

Zeitgleich geben die beiden Minister per Aussendung auch ein Update zu weiteren Maßnahmen im Bereich der in der Industriestrategie 2035 (brutkasten berichtete) definierten Schlüsseltechnologien. In der AI Factory Austria seien demnach 53 von insgesamt 80 Millionen Euro Projektkosten als Investition in einen Supercomputer vorgesehen, der kommendes Jahr in Wien in Betrieb gehen soll.

Zudem nennen die Ministerien einige KPIs für den „Austrian Quantum Cluster“, in den heuer 30 Millionen Euro aus dem Fonds Zukunft Österreich fließen (brutkasten berichtete). Demnach soll der „erste Megacluster Österreichs“ unter der Ägide von aws (Austria Wirtschaftsservice), FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), CDG (Christian Doppler Forschungsgesellschaft) und FWF (Wissenschaftsfonds) etwa mindestens fünf Spinoffs hervorbringen und mindestens acht Millionen Euro Folgeinvestitionen für Startups bzw. Scaleups hebeln. „Wir wollen Quantentechnologie nicht nur erforschen, sondern in Österreich entwickeln, produzieren und vermarkten. Unser Ziel ist klar: Aus Spitzenforschung soll Spitzenindustrie werden“, kommentiert Hattmannsdorfer. Dabei setze man auf „Fokus statt Gießkanne“.

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