20.01.2025
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Neue Sustainability Alliance Austria geht an den Start

Die Sustainability Alliance Austria bringt Unternehmen zusammen, um Best Practices auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag umsetzbar zu machen. Wir haben mit den beiden Co-Founder Jakob Zenz und Paul Nimmerfall über die Hintergründe gesprochen.
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Die Nachhaltigkeitsbewegung hat in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen, doch viele Unternehmen – insbesondere kleine und mittelständische Betriebe – stehen aufgrund der komplexen Regulatorik zunehmend vor Herausforderungen. Aus dieser Notwendigkeit heraus gründeten Jakob Zenz und Paul Nimmerfall, die beiden Köpfe hinter dem Wiener Climate-Tech-Startup Econetix, gemeinsam mit den Gründern des Green Peak Festivals sowie Eigentümern der Beratungsgesellschaft Grimex Consult GmbH, Daniel und Aleksandar Gros, die Sustainability Alliance Austria. Konkret handelt es sich um ein Netzwerk, das Unternehmen künftig einen praxisnahen Zugang zu Nachhaltigkeitsthemen bieten möchte.

Die Entstehung: Aus Frustration wird Innovation

“Das Thema Nachhaltigkeit ist seit Jahren gehypt. Doch der bürokratische Aufwand und die Kosten schrecken viele Unternehmen ab, nachhaltige Maßnahmen effizient umzusetzen“, erklärt Jakob Zenz im Gespräch mit brutkasten. Die Sustainability Alliance Austria wurde als Reaktion auf diese Problematik ins Leben gerufen. Ziel ist es, einen pragmatischen Ansatz zu schaffen, der sich von den oft theoretischen und beratungsgetriebenen Angeboten am Markt abhebt.

“Wir wollen Unternehmer mit Unternehmern ins Gespräch bringen“, ergänzt Paul Nimmerfall. Dabei geht es darum, Best Practices auszutauschen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und ein Playbook für nachhaltige Strategien zu erarbeiten.

Netzwerk und Veranstaltungen

Die Alliance richtet sich an Unternehmen aller Größen – vom KMU bis zum Konzern. Mitglieder sollen von exklusiven Veranstaltungen profitieren, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Geplant sind rund zehn Events pro Jahr, die von Networking-Treffen bis hin zu themenspezifischen Workshops reichen.

Beispielsweise soll es einen Workshop zum Thema CO2-Bilanzierung geben, der nicht nur Kosten, sondern auch potenzielle Geschäftsmöglichkeiten beleuchtet. Unter anderem wollen auch die beiden Econetix-Gründer ihre Expertise im Bereich von Carbon-Credits einbringen.

Mitgliedschaft und Abgrenzung zur Beratung

Die Alliance ist als GmbH organisiert und finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge im niedrigen vierstelligen Bereich pro Jahr. Zu den ersten Mitgliedern zählen neben Econetix, dem Green Peak Festival und Grimex Consult, unter anderem die österreichische Privatbank Spängler, die Private-Equity-Gesellschaft Mutares sowie die Steuerberatung TPA. “Wir haben bewusst auf Vielfalt gesetzt, um möglichst viele Perspektiven in die Diskussion einzubringen“, so Aleksandar Gros.

Die Gründer legen Wert darauf, dass die Sustainability Alliance Austria keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten am Markt darstellt. Zudem möchte man sich bewusst von Unternehmensberatungen abgrenzen. “Wir wollen kein weiteres Beratungsangebot oder die nächste ESG-Konferenz schaffen. Unser Ansatz ist es, Unternehmern eine Plattform zu bieten, auf der sie voneinander lernen können“, stellt Daniel Gros klar.

Kick-Off-Event 

Mit dem offiziellen Kick-Off-Event am 22. Januar startet die Sustainability Alliance in ihr erstes Jahr. “Unser Ziel ist es, eine kritische Masse an Mitgliedern zu erreichen und gemeinsam einen nachhaltigen Mehrwert für die Wirtschaft zu schaffen“, erklärt Nimmerfall. Die Alliance setzt dabei auf einen praxisnahen und unternehmerischen Zugang, der Nachhaltigkeit greifbar und umsetzbar macht.


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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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