19.01.2026
DIGITALISIERUNG

Neue sproof-Lösung soll SEPA-Prozesse „komplett automatisieren“

Das Salzburger Startup sproof kooperiert mit der Salzburg AG. Im Rahmen der Partnerschaft wird der Einsatz der sogenannten „sproof Fastlane“ getestet, einer Lösung zur digitalen Abwicklung von SEPA-Lastschriftmandaten.
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Clemens Brunner (CEO, Co-Founder) und Fabian Knirsch (CEO, Co-Founder) von Sproof
Clemens Brunner (CEO, Co-Founder) und Fabian Knirsch (CEO, Co-Founder) von Sproof | Foto: wildbild

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die vollständige Digitalisierung eines bislang stark analogen Prozesses. SEPA-Mandate werden in vielen Unternehmen noch immer ausgedruckt, händisch unterschrieben und anschließend manuell im Backoffice verarbeitet. Genau hier will sproof ansetzen: Mit der „sproof Fastlane“ sollen diese Abläufe vereinfacht und automatisiert werden. Perspektivisch will das Startup die Lösung auch für weitere Branchen wie Versicherungen, Banken und Versorger nutzbar machen.

Partnerschaft mit Salzburg AG

„Mit unserer Lösung haben wir diesen Prozess für die Salzburg AG komplett automatisiert“, sagt Fabian Knirsch, CEO und Co-Founder von sproof. Kund:innen könnten die Mandate digital am Smartphone unterschreiben und das ohne Registrierung. Die Daten würden anschließend validiert und direkt in die bestehenden Systeme zurückgespielt werden.

„Das reduziert die Fehlerquote gegen Null und steigert die Kundenzufriedenheit massiv“, sagt Knirsch weiter. „Dass solche digitalen Lösungen von Kund:innen heute aktiv gefordert werden, zeigt auch die massiv hohe Rücklaufquote an digital eingebrachten SEPA-Mandaten.“

Einsparungen von 250.000 Seiten Papier

Für die Salzburg AG bedeutet der Einsatz der „sproof Fastlane“ laut Pressemitteilung die Digitalisierung eines der bisher aufwändigsten analogen Prozesse. Bereits 2025 sollen dadurch mehr als 250.000 Seiten Papier eingespart worden sein. Möglich werde das durch eine nahtlose API-Anbindung, über die unterschriebene Dokumente und validierte Bankdaten direkt in die CRM-Systeme des Unternehmens fließen. Langfristig strebt sproof durch die Ausweitung auf Tarifwechsel und Neuverträge ein Einsparpotenzial von mehr als einer Million Seiten Papier pro Jahr an.

Neben der Prozessoptimierung spielte für die Salzburg AG auch das Thema digitale Souveränität eine zentrale Rolle. Laut eigenen Angaben bietet sproof eine vollständig in Österreich entwickelte und gehostete Plattform, die rechtssicheres Signieren ermöglichen soll.

„Partner für digitale Souveränität“

„Wir sehen uns nicht nur als Software-Anbieter, sondern als Partner für digitale Souveränität. Dass ein Leitbetrieb wie die Salzburg AG auf unsere Technologie setzt, bestätigt unseren Weg: Hochspezialisierte IT-Lösungen aus Salzburg für den globalen Markt, die kompromisslos auf europäischen Werten basieren“, sagt Knirsch.

Zu den bestehenden Kund:innen zählen unter anderem Kyocera, die Energie AG und die Stadtgemeinde Mannersdorf (brutkasten berichtete). Nach einer Finanzierungsrunde von mehr als drei Millionen Euro im Jahr 2023 konnte das Startup zuletzt auch eine aws-Förderung sichern (brutkasten berichtete).

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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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