20.08.2025
KI-TOOL

Neue KI-Funktion von Linzer Startup teamecho liefert automatische Feedback-Auswertung

Das Linzer Startup TeamEcho erweitert seine digitale Feedbackplattform um das neue KI-basierte Feature "Key Insights“.
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(c) TeamEcho - Markus Koblmüller (l.) und David Schellander von TeamEcho.

In der Kaffeeküche wird es still, sobald die Führungskraft den Raum betritt – und sie fragt sich, warum. Vor zwei Wochen schien noch alles bestens. Die Stimmung im Unternehmen entscheidet über Zusammenarbeit und Wohlbefinden. Seit 2015 misst das Linzer Startup teamecho diese Stimmung kontinuierlich mit seiner Feedback-Plattform. 2021 investierten Seriengründer Florian Gschwandtner, TV-Investor Carsten Maschmeyer, OÖ HightechFonds und Austria Wirtschaftsservice gemeinsam 1,3 Millionen Euro in teamecho (brutkasten berichtete).

Seither hat sich im Startup so einiges getan. Nach dem im Vorjahr gestarteten Modul zur Erfassung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz (brutkasten berichtete) folgt nun der nächste Schritt: „Key Insights“, eine KI-gestützte Funktion, die Ergebnisse aus Mitarbeiter:innenfeedback automatisch interpretiert und konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte liefert.

Zentrale Themen auf einen Blick

Die neue KI-Funktion wertet das Feedback aus, soll Trends erkennen und die wichtigsten Themen herausfiltern. Sie soll kompakte, verständliche und auf das jeweilige Team zugeschnittene Zusammenfassungen liefern. Basis ist ein Large Language Model, gehostet in der EU.  Die Datenschutzregelegung entsprechen laut Startup den Vorgaben der EU-KI-Verordnung und DSGVO.

„Key Insights“ ist ab sofort auf der teamecho-Plattform verfügbar. Ziel sei es, Führungskräften die Auswertung zu erleichtern, schneller ins Handeln zu kommen und die Qualität der Führung zu steigern.

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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