08.01.2026
FOUNDERS PASS

Neue Initiative: Future Health Lab baut Brücke zwischen Startups und Gesundheitssystem

Das Innovationszentrum Future Health Lab startet ab Februar mit einer neuen Initiative für Health-Startups. Der sogenannte Founders Pass soll den Markteinstieg und Kooperationen erleichtern.
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Romana Ruda ist Geschäftsführerin des Future Health Lab | ©BTTR

HealthTech-Startups bringen Innovationsgeist in ein Gesundheitssystem, das vielerorts als überholt gilt. Ihre Lösungen haben das Potenzial, die medizinische Versorgung nachhaltig zu verändern. Doch gerade der Zugang zum Gesundheitssystem erweist sich für junge Unternehmen häufig als hohe Hürde: komplexe Strukturen, zahlreiche beteiligte Akteur:innen sowie strenge Anforderungen an Sicherheit und Qualität erschweren den Markteintritt.

Um genau hier anzusetzen, arbeitet das Innovationszentrum Future Health Lab seit 2023 gemeinsam mit Akteur:innen aus Gesundheitswesen, öffentlicher Hand, Wirtschaft und Wissenschaft an Lösungen für zentrale Herausforderungen des österreichischen Gesundheitssystems (brutkasten berichtete). Für Startups war der Zugang zu diesem Netzwerk bislang nur eingeschränkt möglich. Das soll sich nun ändern: Mit dem Founders Pass öffnet das Future Health Lab seine Türen gezielt für Gründer:innen aus dem HealthTech-Bereich.

Einstieg ins Gesundheitssystem

Der Founders Pass soll Startups dabei unterstützen, das Gesundheitssystem besser zu verstehen, den Austausch mit relevanten Stakeholdern zu intensivieren und neue Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen zu identifizieren. Ziel ist es, jungen Unternehmen den Einstieg in ein komplexes System zu erleichtern.

Wie das Future Health Lab in einer Aussendung mitteilt, erhalten die teilnehmenden Startups Zugang zu einer kuratierten Community. Der Fokus liege bewusst auf einer kleinen, sorgfältig ausgewählten Gruppe. Neben dem Austausch mit Systemexpert:innen profitieren die Gründer:innen von Mentoring-Angeboten sowie der Möglichkeit, gezielt Kontakte im Netzwerk des Future Health Lab zu knüpfen.

Verständnis für das System

Im Mittelpunkt des Formats steht die Verbindung von unternehmerischer Innovation mit einer systemischen Perspektive. Startups sollen an konkreten Fragestellungen und Herausforderungen des österreichischen Gesundheitssystems arbeiten. Der offizielle Start des Founders Pass ist für Februar 2026 geplant.

„Erfolgreiche Innovation im Gesundheitswesen entsteht nicht allein durch Technologie; sondern durch ein echtes Verständnis für Strukturen und Zusammenhänge. Der Founders Pass verbindet unternehmerische Dynamik mit fundierter Systemexpertise, für wirksame, systemische Innovation”, kommentiert Romana Ruda, Geschäftsführerin des Future Health Lab.

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Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

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