25.05.2023

neoom: OÖ CleanTech schließt Finanzierungsrunde in Höhe von 16 Mio. Euro ab

Die B&C Innovation Investments GmbH (BCII), ein Unternehmen der österreichischen B&C-Gruppe, steigt als Lead-Investor bei der neoom Ag rund um Walter Kreisel ein.
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v.l.n.r.: Walter Kreisel (CEO & Founder neoom), Julia Reilinger (Geschäftsführerin BCII) und Philipp Lobnig (CFO & Co-Founder) neoom | B&C

Erst im Feber dieses Jahres gab das in Freistadt ansässige Energy-Scaleup neoom rund um Gründer und CEO Walter Kreisel den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 25 Millionen Euro bekannt. Die Runde wurde damals von der bekannten deutschen Investmentgesellschaft Summiteer angeführt. Nun holte sich neoom im Zuge einer Series-B-Extension Finanzierungsrunde erneut Kapital, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab.

Der Lead-Investor der Series-B-Extension

Die Finanzierungsrunde im Gesamtumfang von 16 Millionen Euro wurde von der B&C Innovation Investments GmbH (BCII) als Lead-Investor angeführt. Weitere bestehende und neue nationale und internationale Investoren beteiligten sich daran, u. a. ING Sustainable Investments.

Die B&C-Gruppe ist als Mehrheitsaktionärin von Lenzing, AMAG und Semperit Österreichs größte private Industrieholding. Über die BCII ist die B&C-Gruppe bereits an mehreren Technologie- und Wachstumsunternehmen beteiligt und hält in diesem Segment aktuell Beteiligungen an TTTech, Frequentis, Flightkeys, contextflow, TriLite, Kinexon, Citrine, klarx, Kreatize und Awake Mobility sowie an einem österreichischen Startup-Fonds.

Das frische Kapital soll laut Aussendung in die weitere Entwicklung der Produkte und Softwarelösungen von neoom sowie die Erschließung des Marktes in der DACH-Region fließen.

„Die gestärkte Kapitalbasis ermöglicht es uns nun, unser Produktangebot und unsere Softwareplattform rascher zu erweitern. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen den Zugang zu günstigerer und sauberer Energie zu ermöglichen und so zur Beschleunigung der Energiewende beitragen“, so neoom CEO Walter Kreisel in einem ersten Statement.

Die Expansion von neoom

Die neoom ag bietet integrierte dezentrale Energielösungen auf Basis erneuerbarer Energien für den B2B- und B2C-Bereich an und hat sich damit in den letzten Jahren erfolgreich am Markt positioniert. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in Komplettlösungen, die aus Hardware, Software und digitalen Services bestehen. Kund:innen von neoom können damit aus Sonnenenergie gewonnenen Strom vor Ort produzieren und speichern.

Zum Energiemanagement hat neoom beispielsweise eine eigene Software („NTUITY“) entwickelt, die den Anwender:innen einen niederschwelligen Zugang zum Strommarkt ermöglichen soll, etwa durch Zugang zur Strombörse und die Vermarktung von eigenen Speicherkapazitäten.

Derzeit ist das Unternehmen mit seinen Lösungen im DACH-Raum vertreten und konnte in den vergangenen Jahren einen Wachstumskurs hinlegen. So konnte der Umsatz von 2021 von zirka 15 Millionen Euro auf 50 Millionen im Jahr 2022 gesteigert werden. Zu bekannten Großkunden gehören etwa Ikea, die Post AG oder die Asfinag. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 200 Mitarbeiter:innen und eröffnete erst unlängst in Freistadt ein neues Headquarter.

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
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Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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