17.10.2019

Food-Startup NEOH: „Unternehmenswert auf 16 Millionen Euro verdoppelt“

Das Food-Startup NEOH vermeldet, dass mittlerweile zehn Millionen Riegel über den Ladentisch gewandert sind. Nun ist das Unternehmen von Gründer Manuel Zeller nach eigenen Angaben 16 Millionen Euro wert.
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NEOH, Ferrero, Riegel,
Gründer und Geschäftsführer Manuel Zeller (c) NEOH

Hinter dem Startup NEOH steht die Alpha Republic GmbH, die 2016 von Manuel Zeller, Alexander Gänsdorfer, Patrick Kolomaznik und Adel Hafizovic gegründet wurde. Seit dem 25. November 2017 ist der Snack flächendeckend in ganz Österreich verfügbar. Gut zwei Jahre später hat das Unternehmen bereits zehn Millionen Riegel verkauft. Und seinen Firmenwert verdoppelt.

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150 Tonnen Zucker gespart

„Die 10 Millionen verkauften Riegel sind für uns ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg, das Naschregal vom Zucker zu befreien. Die #FIGHTSUGAR-Bewegung in Österreich wird immer größer und wir sehen erfreut, dass wir uns mittlerweile erfolgreich mit den traditionellen Branchengrößen matchen können. Insgesamt haben wir damit bereits einen riesigen Zuckerberg von mehr als 150 Tonnen im heimischen Handel eingespart“, erklärt Manuel Zeller, Mit-Gründer und Geschäftsführer von NEOH.

NEOH nach Due Diligence „16 Millionen Euro wert“

Mit diesem Erfolg stieg – nach eigenen Angaben – auch die Firmenbewertung. Im September hätten Investoren im Rahmen einer Due-Diligence-Prüfung einen Unternehmenswert von 16 Millionen Euro bestätigt, heißt es vom Startup. Im April 2018 sei dieser Wert noch bei knapp über acht Millionen Euro gestanden. Zudem betrage der für heuer erwartete Umsatz rund 3,5 Millionen Euro, heißt es. „Damit weisen wir eine ähnliche Wachstumskurve auf wie Beyond Meat in den ersten drei Jahren“, stellt Zeller fest.

NEOH am Weg zu Beyond Meat

Für den ehemaligen „2 Minuten 2 Millionen-Juror“ und Investor Heinrich Prokop ist das Food-Startup eines der besten im Lande: „NEOH hat in Österreich bereits bewiesen, dass es möglich ist, im Bereich Food erfolgreich zu sein. Ich vergleiche NEOH daher ein wenig mit Beyond Meat in den USA – natürlich auf einer anderen Ebene. Aber hätten die Jungs ihren Unternehmenssitz in den Vereinigten Staaten, wäre das Unternehmen wohl bereits ein Vielfaches wert. Aus meiner Sicht ist es jedenfalls das erfolgreichste Food-Startup Österreichs“, sagt er.


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Vl.: Georg Reich, CFO/COO Checkyeti, Timothée de Roux, CEO Manawa, Jakob Keller, CEO Checkyeti | (c) Checkyeti
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Medial war es in den vergangenen Jahren eher ruhig rund um den Wiener Outdoor- und Nature-Activity-Marktplatz Checkyeti. Brutkasten berichtete zuletzt 2019 über eine Vier-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde. Seitdem hat sich dem Vernehmen nach jedoch einiges getan, wie öffentlich einsehbaren Firmendaten zu entnehmen ist.

So dürfte es etwa 2024 eine größere Finanzierungsrunde gegeben haben – in diesem Jahr kam es zu einer signifikanten Anteilsverschiebung zur oberösterreichischen Investmentgesellschaft Bamberger GmbH und einer deutlichen Steigerung des im Jahresabschluss ausgewiesenen Eigenkapitals. Zudem verließ in dem Jahr Co-Founder Stefan Pinggera das Unternehmen. Georg Reich hingegen ist nach wie vor Geschäftsführer – mittlerweile gemeinsam mit Jakob Keller. Im jüngsten einsehbaren Jahresabschluss 2024/2025 steht weiterhin eine Vergrößerung des Bilanzverlusts um fast drei Millionen Euro zu Buche, was auf Verluste in der Höhe hindeutet. Gleichzeitig stiegen die liquiden Mittel deutlich.

Zwei „sehr komplementäre“ Unternehmen

Nun gab Checkyeti aber die Übernahme eines französischen Konkurrenten bekannt. Mit der 2021 in Paris gegründeten Alentour SAS kauft das Wiener Unternehmen den Marktplatz Manawa auf, der ebenfalls auf Outdoor- und Nature-Aktivitäten spezialisiert ist. Dabei bringe man „zwei sehr komplementäre“ Unternehmen zusammen, wird betont. „Die Transaktion bringt nicht nur eine Vergrößerung des Unternehmens, sondern vereint sich ergänzende geografische Stärken, Produktportfolios, Technologien und langjährige Beziehungen zu Anbietern und schafft so eine stärkere Plattform für Kund:innen, Anbieter von Aktivitäten und Reiseziele gleichermaßen“, heißt es dazu.

Französische Banque des Territoires finanziert Deal mit

Über das Volumen des Deals gibt es keine Auskunft. Der Deal werde teilweise über die französische Banque des Territoires finanziert, die bereits zuvor Manawa finanzierte und nun auch Anteilseigner der Gruppe wird. Die Marke Manawa soll innerhalb der Gruppe erhalten bleiben, das Unternehmen weiterhin eigenständig agieren – aber im Rahmen einer intensiven Zusammenarbeit. Gemeinsam biete man nun ein Netzwerk von mehr als 8.000 Anbietern in ganz Europa mit Zugang zu mehr als 27.000 Outdoor- und Naturerlebnissen und schaffe damit den größten spezialisierten Marktplatz für Outdoor- und Naturaktivitäten auf dem Kontinent.

„Wir können nun die Zukunft unserer Branche aktiv mitgestalten“

„Diese Transaktion spiegelt die Position wider, die Checkyeti in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Wir können nun die Zukunft unserer Branche aktiv mitgestalten, anstatt nur an ihr teilzunehmen. Unsere Ambition geht weit über den Zusammenschluss zweier erfolgreicher Unternehmen hinaus“, kommentiert Checkyeti-CEO Jakob Keller. Und Co-Founder und COO Georg Reich meint: „Manawa ist eine hervorragende strategische Ergänzung, die komplementäre Stärken, tiefes lokales Fachwissen und vertrauensvolle Beziehungen zu Anbietern einbringt. Gemeinsam können wir mehr in den digitalen Vertrieb, die KI-gestützte Kundenakquise, Automatisierung und das Kundenerlebnis investieren und gleichzeitig einen deutlich größeren Mehrwert sowohl für Anbieter als auch für Reisende schaffen.“

Manawa-CEO Timothée de Roux sagt: „In den vergangenen Jahren haben wir eine starke Plattform und vertrauensvolle Beziehungen zu Tausenden von Erlebnisanbietern in ganz Europa aufgebaut. Teil von CheckYeti zu werden, gibt uns die Größe, die Technologie und die Ressourcen, um diesen Weg zu beschleunigen und noch mehr Mehrwert für unsere Partner und Kunden zu schaffen.“

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