16.05.2022

Neoh: Wiener Food-Scaleup erhält Kapital in Millionenhöhe mit Revenue-Based Financing durch Tauros Capital

Mit einer siebenstelligen Investment-Summe schließt das auf zuckerfreie Süßwaren spezialisierte Food-Tech-Startup Neoh seine jüngste Finanzierungsrunde ab. Das Kapital stammt von der auf Revenue-based financing spezialisierten Tauros Capital aus Wien.
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das Neoh-Gründerteam
Das Neoh-Gründerteam Adel Hafizovic, Manuel Zeller, Patrick Kolomaznik und Alexander Gänsdorfer | Foto: Neoh

Erst im Sommer letzten Jahres holte sich das Wiener Food-Scaleup Neoh in einer Finanzierungsrunde rund 2,4 Millionen Euro, um in den Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten in Österreich und Deutschland zu investieren. Im November stand dann bereits die nächste Finanzierungrrunde an. Damals beteiligte sich Biogena mit neun Prozent und wurde so zum größten Investor des Scaleups.

Kapital soll Neoh Expansion in Deutschland vorantreiben

Rund ein halbes Jahr später erhält das Scaleup erneut Kapital. Diesmal greift das Neoh jedoch auf ein sogenanntes Revenue-Based Financing Modell rund um Tauros Capital zurück. Durch die Vergabe von Nachrangkapital ist Tauros für einen festgelegten Zeitraum zu einem vereinbarten Prozentsatz am Unternehmensumsatz beteiligt.

„Das Wachstumskapital hilft uns, eine weitere Investorenrunde aufzuschieben und dadurch weniger Anteile abgeben zu müssen. Mit den generierten Mitteln werden wir unsere Expansion in Deutschland vorantreiben, wollen aber auch auf internationalen Märkten weiterwachsen. Zudem nutzen wir das Geld für den Vertriebsaufbau sowie die Entwicklung neuer Produkte“, so Manuel Zeller, CEO und Gründer von Neoh.

Revenue-based Financing mit Tauros Capital

Tauros Capital Management GmbH zählt in Österreich zu einem führenden Anbieter im Bereich Revenue-based Financing – zu Deutsch „umsatzbasierter Finanzierungen“. Die Wiener Investmentgesellschaft vergibt Nachrangkapital an Unternehmen mit Wachstumspotential. Dabei übernimmt Tauros laut eigenen Angaben weder Geschäftsanteile noch eine Gesellschafterstellung, sondern ist für einen festgelegten Zeitraum zu einem vereinbarten Prozentsatz am Unternehmensumsatz beteiligt. Die übliche Finanzierungsdauer beträgt fünf bis sieben Jahre.

Christof Neuner von Tauros Capital über das Investment: „Die neuartige Zuckerersatz-Formel ENSO hat uns überzeugt: Identer Geschmack wie Zucker jedoch beinahe ohne Auswirkungen auf die Blutzucker-Kurve war ein schlagendes Argument für unser Investment.“ In der sogenannten „ENSO-Formel“, die das Kernstück der Produktentwicklung bildet, stecken über zehn Jahre Entwicklungszeit. Sie soll nicht nur für den Geschmack sorgen, sondern auch eine ausgewogene Nährstoffverteilung gewährleisten und zugleich weniger Auswirkungen auf den Blutzucker haben.


Aus dem Video-Archiv: Neoh-Gründer beantwortet Fragen zur Gründung der Neoh Invest AG

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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