Neoh: Deutscher Fußball-Nationalspieler steigt bei Wiener Startup ein
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah investiert einen sechsstelligen Betrag in das Wiener Protein-Schokoriegel-Startup Neoh. Der 24-jährige soll zudem als Testimonial fungieren.
Vergangenen Oktober riefen die Gründer des Wiener Protein-Schokoriegel-Startups Neoh (Alpha Republic GmbH) selbst gegenüber Medien eine Unternehmensbewertung von 16 Millionen Euro aus. Im Dezember folgte ein sechsstelliges Investment. Wie Neoh heute verlautbarte, steigt der deutsche Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah ebenfalls mit einem sechsstelligen in das Startup ein. Dabei habe die Firmenbewertung 20 Millionen Euro betragen.
Jonathan Tah: Schokoriegel als Teil des Ernährungsplans
Der 24-jährige Innenverteidiger von Bayer Leverkusen, der zudem als Testimonial fungieren soll, unterstreicht den Claim des Startups, der dank Süßstoff ausgesprochen süße Protein-Schokoriegel sei gesund. „Um als Profisportler meine Leistung bringen zu können, spielt die Ernährung eine extrem wichtige Rolle. Die Rezeptur von Neoh mit nur einem Gramm Zucker und sehr viel Proteinen ermöglicht es mir, meinen Ernährungsplan einzuhalten, und dann Energie zu haben, wenn ich es brauche“, meint Tah. Es ginge aber freilich auch um den wirtschaftlichen Aspekt: „Das Gründerteam rund um Manuel Zeller hat mich mit seiner Unternehmensstrategie absolut überzeugt: Die Jungs haben schon sehr viel erreicht, wollen aber immer mehr“.
Neoh-Gründer und -Geschäftsführer Manuel Zeller kommentiert: „Mit Jonathan Tah haben wir einen erfahrenen Investor für uns gewonnen, der als Profi-Fußballer genau weiß, worauf man bei der Ernährung achten muss. Für uns ist sein Engagement natürlich auch eine tolle Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“.
Neoh: 2020 allein in den USA 2 Mio. Euro Umsatz angestrebt
Seit Jahresbeginn ist das Riegel-Sortiment des Startups deutschlandweit bei der Lebensmittelhandelskette Rewe sowie bei Müller erhältlich. In Österreich ist man bereits seit 2017 flächendeckend in allen Filialen von Spar und in den Filialen der Österreichischen Post sowie den größten Tankstellenketten vertreten. Erst kürzlich launchte das Startup einen Online-Shop, mit dem es vor allem auf den US-Markt abzielt.
„Wir haben ein Fähigkeitsproblem, kein Diversitätsproblem“: Warum Europas Sicherheit mehr Frauen braucht
Im Rahmen des European Forum Alpbach luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F ein, um über kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen zu diskutieren. Die Kernaussage: Weibliche Expertise sei kein sanftes „Nice-to-have“, sondern eine geopolitische Notwendigkeit.
„Wir haben ein Fähigkeitsproblem, kein Diversitätsproblem“: Warum Europas Sicherheit mehr Frauen braucht
Im Rahmen des European Forum Alpbach luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F ein, um über kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen zu diskutieren. Die Kernaussage: Weibliche Expertise sei kein sanftes „Nice-to-have“, sondern eine geopolitische Notwendigkeit.
Defence, Security & Resilience waren 2025 laut Dealroom und NATO Innovation Fund der am schnellsten wachsende VC-Sektor Europas, nach KI. 2025 flossen laut PitchBook weltweit rund 49,9 Milliarden US-Dollar in den Sektor, fast doppelt so viel wie im Jahr davor. Europäische Startups aus den Bereichen Defence, Security & Resilience sammelten laut Dealroom und NATO Innovation Fund 2025 insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar ein, ein Allzeithoch. Damit macht Verteidigung mittlerweile 13 Prozent des gesamten europäischen VC-Fundings aus. Vor 2020 waren es noch unter einem Prozent.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wer in diesem schnell wachsenden Markt eigentlich mitbaut und wer dabei außen vor bleibt. Im Böglerhof luden Natascha Fürst, Geschäftsführerin von Female Founders, und Lisa-Marie Fassl, General Partner bei Fund F, zu einer Session ein, die genau diese Frage stellte. Die Kernthese: Echte europäische Souveränität und der Schutz kritischer Infrastrukturen seien ohne die aktive Führung von Frauen nicht zu erreichen.
Zwei Perspektiven prägten den Abend vor allem für die Startup-Szene: die geopolitische Analyse von Women-in-Defense-Tech-Founderin Eveline Beer und das finanzielle Plädoyer von Fund-F-Investorin Lisa-Marie Fassl. Außerdem diskutierten auf dem hochkarätigen Panel Katharina Rogenhofer (Geschäftsführerin Kontext Institut), Antonella Mei-Pochtler (EFA-Vizepräsidentin), Monika Unterholzner (stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke) und Sabine Gromer (Gründerin Magnolia Tree Consulting).
Für Eveline Beer, CEO und Mitgründerin von Women in Defense Tech, ist die mangelnde Einbindung von Frauen in Sicherheits- und Verteidigungsfragen kein moralisches Wohlfühlthema mehr. „Wir neigen dazu, dies als Diversitätsproblem zu bezeichnen. Ich denke, wir müssen anfangen, es als ein Fähigkeitsproblem zu benennen“, stellte Beer klar. Wenn Europa angesichts massiver Fachkräfte- und Innovationslücken die Hälfte seines Talentpools ignoriere, schwäche dies direkt die europäische Handlungsfähigkeit, fügt sie hinzu.
„Es gibt keine Infrastruktur ohne Verteidigung, und es gibt keine Verteidigung ohne Infrastruktur“, sagt Beer. Sicherheit werde heute maßgeblich davon bestimmt, ob Energienetze resilient sind, ob Europa die Kontrolle über seine Daten behält, kritische Komponenten selbst produzieren kann und Zugriff auf Rohstoffe hat. Frauen dürften in diesem Transformationsprozess nicht mehr nur als passive Schutzbedürftige in Krisen verstanden werden. „Frauen müssen diese Systeme bauen, sie finanzieren, sie verwalten und sie leiten“, forderte Beer. Es gehe am Entscheidungstisch letztlich um Macht und demokratische Mitbestimmung.
Startups und Kapitalströme als geopolitischer Hebel
Hier kommt die Schnittstelle zum Risikokapital ins Spiel. Lisa-Marie Fassl machte deutlich, dass Technologieentwicklung die Handschrift ihrer Schöpfer:innen trägt. Werden Frauen vom Aufbau kritischer Technologien ausgeschlossen, profitieren sie auch nicht von deren gesellschaftlichem Nutzen. Hierbei ginge es nicht nur um Gründerinnen, sondern auch um Investorinnen. „Frauen investieren in andere Dinge“, sagt sie. Es ginge Frauen neben finanziellen Faktoren auch um soziale oder ökologische Wertschöpfung. Fassl fordert, Kapitalströme gezielt als strategisches Steuerungselement einzusetzen: „Die Zukunftsszenarien wachsen dort, wo das Geld fließt.“
Als Beispiel aus ihrem eigenen Portfolio, das ausschließlich Startups mit mindestens einer Gründerin umfasst, nennt Fassl das luxemburgisch-britische Startup Uplift360. Das Unternehmen entwickelt ein chemisches Verfahren zum Recycling von Carbonfasern und Kevlar, zwei Materialien, die etwa aus alten Windkraft-Rotorblättern beziehungsweise aus militärischer Schutzausrüstung stammen und in der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie stark nachgefragt sind, wie Fassl erläutert. Fund F beteiligte sich Ende 2025 an einer Seed-Runde über 7,4 Millionen Euro für Uplift360, angeführt vom VC-Fonds Extantia und mit weiterer Beteiligung unter anderem des NATO Innovation Fund und von Promus Ventures. Die Investorin beschreibt einen Business Case, der nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern sich auch als ökonomisch lukrativ erweist.
Natascha Fürst verwies darüber hinaus auf eine Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2018. Laut dieser erzielten die untersuchten 350 Startups mit mindestens einer Gründerin über fünf Jahre 78 Cent Umsatz je investiertem Dollar, gegenüber 31 Cent bei Unternehmen ohne weibliche Gründerin. Gleichzeitig erhielten sie im Durchschnitt deutlich weniger Kapital. Fürst argumentiert daraus, dass die aktuell ungleiche Kapitalverteilung auf Gründerteams in Bezug auf Genderdiversität somit ökonomisch schlichtweg unlogisch sei.
Den Tisch verschieben, erweitern und neu bauen
Am Ende der intensiven Debatte im Böglerhof stand Einigkeit in einer Sache: Für einen echten Wandel reiche es nicht mehr aus, auf eine Einladung an die bestehenden Machtzirkel zu hoffen.
Es geht darum, neue Tische zu bauen, bestehende Tische aktiv zu verschieben und international auszuweiten, um strategische Allianzen auf Augenhöhe zu schmieden. Europa könne sich im globalen Ringen um digitale, energetische und militärische Souveränität keine geschlossenen Türen mehr leisten.
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Neoh: Deutscher Fußball-Nationalspieler steigt bei Wiener Startup ein
Vergangenen Oktober riefen die Gründer des Wiener Protein-Schokoriegel-Startups Neoh selbst gegenüber Medien eine Unternehmensbewertung von 16 Millionen Euro aus.
Wie Neoh heute verlautbarte steigt der deutsche Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah in das Startup ein – zum investierten Betrag macht man keine näheren Angaben.
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Es ginge aber freilich auch um den wirtschaftlichen Aspekt: „Das Gründerteam rund um Manuel Zeller hat mich mit seiner Unternehmensstrategie absolut überzeugt: Die Jungs haben schon sehr viel erreicht, wollen aber immer mehr“.
Seit Jahresbeginn ist das Riegel-Sortiment des Startups deutschlandweit bei der Lebensmittelhandelskette Rewe sowie bei Müller erhältlich.
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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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