18.11.2025
ZERO+

Neoh: Billa nutzt Zuckerersatz von Wiener Scaleup für Eigenmarken

Die Lebensmittelkette Billa wird künftig bei ihren Eigenmarken verstärkt auf den vom Wiener Scaleup Neoh entwickelten Zuckerersatz Zero zurückgreifen.
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Neoh
© Billa AG/Robert Harson - (v.l.) Manuel Zeller (CEO Neoh AG), Philipp Janele (Koch), Holly Wilkinson (Ernährungsberaterin) und Zdeslav Jolic (Billa Geschäftsleiter Category Management/Einkauf.

Billa will sein Sortiment zuckerreduzierter Lebensmittel weiter ausbauen und setzt daher nun noch stärker auf Neoh. So kommt bereits seit letztem Jahr in ausgewählten Produkten der Eigenmarke “Billa immer gut” der Zuckerersatz Zero+ des Wiener Scaleups zum Einsatz. Bereits länger sind Produkte des Unternehmens, darunter diverse Riegel, Haselnuss- und Milchschokolade sowie Waffeln bei der Lebensmittelkette gelistet.

Ähnlich wie Zucker bei der Verarbeitung

Zero+ ist ein Zuckerersatz, der von Neoh entwickelt wurde und wenige Kalorien enthält. Er besteht zu über 90 Prozent aus pflanzlichen Ballaststoffen und soll dadurch geringere Auswirkungen auf den Blutzucker haben, als herkömmlicher Zucker. Das wurde in einer klinischen Studie der Medizinischen Universität Wien (2022) überprüft und bestätigt, heißt es per Aussendung. Anders als andere Süßungsmittel verhält sich Zero+ zudem bei der Verarbeitung ähnlich wie Zucker und komme somit auch technologisch sehr nahe an Zucker heran.

„Potenzial möchten wir auch zukünftig weiter nutzen“

“In unseren Märkten bieten wir ein breites Sortiment an, das unseren Kund:innen eine ausgewogene Ernährung ermöglicht. Unsere Kooperation mit Neoh zeigt, dass gerade im Süßwaren-Sortiment viel Zucker eingespart werden kann – ohne Kompromisse im Geschmack. Dieses Potenzial möchten wir auch zukünftig weiter nutzen. Wesentlich ist für uns, dabei auch eine attraktive Preisgestaltung zu bieten”, sagt Zdeslav Jolic, Billa Geschäftsleiter Category Management/Einkauf.

Zero+ auch für zuhause

Für Neoh-Founder Manuell Zeller ist Zero+ ein „wahrer Gamechanger“ der Lebensmittelbranche. “Die Ersatzformel wurde über mehr als 15 Jahre perfektioniert, wissenschaftlich geprüft und besteht zu mehr als 90 Prozent aus pflanzlichen Ballaststoffen – unter anderem aus Agave, Chicorée, Mais und Weizen. In Textur und Geschmack ähnelt sie herkömmlichem Zucker, beeinflusst allerdings kaum den Blutzuckerspiegel und hat sehr wenige Kalorien. Wir freuen uns sehr über die enge Partnerschaft mit Billa . Aber auch zuhause kann man herkömmlichen Zucker durch Zero+ ersetzen”, sagt der CEO.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Quantencomputing nach wie vor eine Zukunftstechnologie. In der Breite ist diese definitiv noch nicht angekommen. Entsprechend sind auch viele Startups in dem Feld noch die klassische Wette auf die Zukunft, wie sie im Hightech-Bereich üblich ist: massive Forschungsausgaben und noch keine Umsätze. Dass es aber nicht so sein muss, beweist das Innsbrucker Quanten-Scaleup ParityQC.

Dieses legte nun seinen Jahresabschluss für 2025 vor. Als GmbH und „kleine Kapitalgesellschaft“ gelten dabei eingeschränkte Berichtspflichten – so muss etwa die Gewinn- und Verlustrechnung nicht veröffentlicht werden. Aus dem Bericht lässt sich der Gewinn aber (im Gegensatz zum Umsatz) genau ableiten.

1,46 Millionen Euro Gewinn mit nur 27 Mitarbeiter:innen

ParityQC stand demnach 2025 bei einem Bilanzgewinn von knapp über drei Millionen Euro. Abzüglich des Gewinnvortrags ergibt sich ein Jahresüberschuss von etwa 1,46 Millionen Euro – und das mit 27 Mitarbeiter:innen. Bereits im Jahr 2024 hatte das Scaleup einen Gewinn von rund 1,36 Millionen Euro zu Buche stehen.

Die Umsätze lassen sich dagegen – wie erwähnt – nicht aus dem Bericht ableiten. Bekannt ist, dass ParityQC an mehreren Großaufträgen im Quantenbereich beteiligt ist. Brutkasten berichtete zuletzt Ende Juni über einen 35-Millionen-Euro-Deal mit der deutschen Cyberagentur, der Innovationsabteilung des deutschen Verteidigungsministeriums.

Fast 14 Millionen Euro liquide Mittel

Neben den Gewinnen sind auch die liquiden Mittel, die aus dem Bericht hervorgehen, beachtlich. Diese betrugen mit Abschluss 2025 fast 14 Millionen Euro und damit fast 93 Prozent der Bilanzsumme von rund 15 Millionen Euro. Mit rund 12,6 Millionen Euro Eigenkapital kommt ParityQC zudem auf eine Eigenkapitalquote von 83,7 Prozent. Und schließlich: Kapitalrücklagen von 9,49 Millionen Euro, die schon 2024 zu Buche standen, blieben unangetastet.

Eine logische Ableitung aus all den Zahlen: Das Kapital aus der großen (nicht konkret bezifferten) Finanzierungsrunde 2024 – brutkasten berichtete – wurde kaum bis gar nicht gebraucht. Auch das ist für Scaleups im Hightech-Bereich alles andere als üblich.

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